Da ist die mutige Schwimmerin!

Beim Einsatz wegen der Kuh im Inn: War Feuerwehr gestern fehlgeleitet?

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Die badende Kuh im Inn bei Soyen – sie sorgte gestern für einen über einstündigen Einsatz der Feuerwehr (wir berichteten). Heute meldete sich der Bootsfahrer, der das schwimmende Rindvieh bei seiner gestrigen Tour auf dem Inn entdeckt hatte. „Ich hatte der Feuerwehr ganz klar gemeldet, dass die Kuh auf der Soyener Seite ist“, so Josef Huber aus Edling. Doch von der Leitstelle in Rosenheim wurde erstmal die Babenshamer Wehr verständigt – also die auf der falschen Flussseite. 

Die Babenshamer Feuerwehrler suchten so vergeblich nach der mutigen Schwimmerin. „Irgendwann wurde uns die Wartezeit dann zu lange. Einer von uns ist mit dem Kajak angelandet und hat einen Landwirt informiert. Es war tatsächlich der Besitzer der Kuh“, so Huber, der zusammen mit drei weiteren Wassersportlern auf dem Inn unterwegs gewesen war.

Erst nach 45 Minuten wurde dann von Rosenheim aus schließlich die Soyener Wehr zur Hilfe gerufen. Diesmal auf der richtigen Innseite – das Tier war beim kleinen Weiler Urfahrn im Wasser.

Doch als die Soyener Floriansjünger endlich eintrafen, war die Kuh bereits vom Eis, beziehungsweise aus dem Inn.

Der Bauer hatte sie an Land befördert. „Für mich ein bisschen unverständlich, dass da zunächst Babensham alarmiert wurde“, sagt Kajak-Fahrer Huber. „Ich hatte der Einsatzzentrale sogar die GPS-Daten der Fundstelle mitgeteilt.“

Der Kuh war’s wohl egal – sie überlebte ihr Bad im Inn unbeschadet. Den Babenshamer Floriansjüngern hätte man aber sicher einen unnützen Einsatz bei brütender Hitze im hohen Schilf am Innufer ersparen können …

Foto: privat

 

Unsere exklusive Erstmeldung von gestern:

Badende Kuh hält Feuerwehr auf Trab

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Ein Gedanke zu „Da ist die mutige Schwimmerin!

  1. Der Inn hat an der Badestelle der Kuh in Urfahrn zurzeit kaum Strömung, die Wassertemperatur beträgt mehr als 17 Grad. Ihr Leben war also wohl nie gefährdet, ein Feuerwehreinsatz dagegen eher nicht erforderlich.
    Die badende Kuh wird sich im kühlen Inn vermutlich einfach nur wohler gefühlt haben als auf der heißen Weide. Diese Szenario könnte sich in zukünftigen heißen Sommern möglicherweise auch wiederholen. Vielleicht wäre es eine Idee, dass sich die Leitstelle in heißen Sommern zunächst mit den örtlichen Landwirten abstimmt, bevor sie freiwillige Feuerwehren für eine Tierrettung losschickt.
    Kühe sind generell auch ganz ordentliche Schwimmer.

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