Cuvilliéstheater war eine Reise wert

Wasserburger Lehrer bei einer besonderen Führung in München

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Die Vorstandschaft des BLLV Wasserburg hatte aktive und pensionierte Lehrkräfte kürzlich zu einer besonderen Führung nach München ins Cuvilliéstheater eingeladen. Im versteckt liegenden Comité-Innenhof der Residenz erwartete die Teilnehmer die Musikwissenschaftlerin Marlies Lüpcke. Mit einem kurzen Wlan-Opernausschnitt versetzte sie die Wasserburger in das geschichtsträchtige Flair des Rokokotheaters.

Im prächtig ausgeschmückten Theatersaal erklärte sie die feudale Bedeutung des Opernhauses zur Zeit der Kurfürstendynastie von Max Emanuel. Üppige, prunkvolle Verzierungen an den vier Rängen und in den Logen ließen die herausragende Stellung der Wittelsbacher erahnen. Götterfiguren-, Erdteil-, Jahreszeiten- und Löwen-Symbole aus mit Gold überzogenem Holz zeugten vom Reichtum und Geltungsstreben der Fürsten.

Die Wasserburger Lehrer erfuhren die Geschichte des Baumeisters Francois Cuvilliés, der, begünstigt von Max Emanuel, vom Hofzwerg zum Zeichner und schließlich zum Hofarchitekten aufstieg und dieses einmalige Opernhaus schuf.

Für Hochzeiten und Ballettaufführungen konnte der Saalboden auf Bühnenniveau angehoben werden. Es gab jedes Jahr zum Karneval eine neue, möglichst illusionsreiche Oper, für die hervorragende Sänger aus aller Herren Länder engagiert wurden. Selbst Mozart schrieb dafür 1780 in München die bekannte Barockoper „Idomeneo“. Heute wird das Kleinod nur noch für Sonderveranstaltungen, Schauspiele und Konzerte genutzt.

Beeindruckt verließen die 24 Teilnehmer das sehenswerte Rokokotheater und genossen anschließend noch die frühlingshafte Stadtatmosphäre Münchens.

Marion Neugebauer

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