Corona: Zwölf Fälle auf der Burg

Seniorenheim Maria Stern: Alle Patienten in stabilem Zustand – Keine Infektionen im Altenheim St. Konrad

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Am Karfreitag wurde im Seniorenheim auf der Burg der erste Covid-19-Fall festgestellt, mittlerweile haben sich zwölf der 54 Bewohner infiziert, zwei davon wurden ins Krankenhaus gebracht. „Sie sind aber alle in stabiler Verfassung“, wie Geschäftsführer Herbert Leitmannstetter betont. Zur Vorsorge wurden am gestrigen Ostermontag alle 50 Mitarbeiter getestet, die Ergebnisse werden morgen oder am Donnerstag erwartet.

„Drei unserer Angestellten wurden mit Erkältungssymptomen nach Hause geschickt“, so Leitmannstetter weiter, „es handelt sich dabei aber nicht um den Coronavirus.“ Es stehe ausreichend Personal zur Verfügung. „Sollte sich das ändern, können wir auf den Pflegepool zurückgreifen, den der Freistaat eingerichtet hat“, sagt der Geschäftsführer. Dort seien derzeit rund 2.500 Freiwillige gemeldet.

Auch was Schutzausrüstung wie Kleidung, Handschuhe und Mundschutz betrifft, gibt es in Maria Stern keinen Notstand. „Wir haben glücklicherweise  eine Einrichtung in St. Wolfgang, die diese Dinge anfertigt“, berichtet Leitmannstetter. Darüber hinaus hat auch die Führungsgruppe Katastrophenschutz in Rosenheim Schutzaustattung geliefert. „Wir haben rechtzeitig alle notwendigen Maßnahmen ergriffen.“

Dazu zählt auch die Abstandsregelung, die wo immer möglich, eingehalten werde. So werden die Gemeinschaftsräume derzeit nicht genutzt. Außerdem gebe es keine Besprechungen, Gottesdienste, Musiknachmittage oder Mitarbeiterversammlungen, Besuche sind nicht gestattet. „Unsere Senioren zeigen dafür Verständnis“, sagt der Geschäftsführer. Voll des Lobes ist er für die Belegschaft, die „trotz des enormen Drucks sich täglich der Gefahr aussetzen und sehr motiviert sich ihrer Arbeit stellen.“

Täglich ein „Dankeschön zum lieben Gott“ schickt Franz Bachleitner, Einrichtungsleiter des Altenheimes St. Konrad am Stadler Garten. Denn bislang wurden weder unter den Senioren noch unter den Mitarbeitern eine Infektion mit Corona festgestellt. Seit 13. März dürfen nur noch Beschäftigte das Heim betreten oder Handwerker, die nicht vermeidbare Tätigkeiten ausführen müssen. Auch hier ist kein Besuch gestattet.

„Unsere Bewohner haben dafür eine gewisse Einsicht“, sagt Bachleitner, „aber wir haben auch Senioren, die das aufgrund ihrer Verfassung nicht verstehen.“ Um die Stimmung etwas aufzuhellen, führe man Einzelgespräche oder bietet Kontaktmöglichkeiten via Skype an. Zudem werden jeden Tag frische Blumen aufgestellt und die Betreuten extra mit kleinen Köstlichkeiten wie etwa Eiskaffee verwöhnt.

Für das Personal gibt es freie Verpflegung von regionalen Versorgern und Wasserburg-Gutscheine. „Natürlich haben auch die Mitarbeiter Ängste“, betont der Einrichtungsleiter, „aber die Befürchtungen sind etwas geringer geworden, weil wir ja bisher noch keinen Fall hatten.“ Außerdem wurde eine tägliche Gesprächsrunde eingerichtet, in der die Betreuer ihrer Sorgen äußern können.

Ein Mangel an Schutzausrüstung herrscht auch in St. Konrad nicht. „Wir sind im Caritas-Verbund organisiert und unsere Häuser helfen sich gegenseitig aus“, so Bachleitner, der außerdem Material vom Landratsamt Rosenheim besorgt hat. „Denn wir werden uns sicher noch längere Zeit auf diesen Zustand einstellen müssen.“

CF

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Ein Kommentar zu “Corona: Zwölf Fälle auf der Burg

  1. Ich wünsche allen betroffen gute Genesung!
    Viel Kraft und ein großes Dankeschön an die Pflegekräfte!!!

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