Corona-Infektionen im Vergleich

Interessante Analyse der Entwicklungsverläufe in Tirol, Südtirol und der Region Rosenheim

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Für eine Analyse des Verlaufs der Fallzahlen an Corona-Erkrankungen hat die Stadt Rosenheim am heutigen Donnerstagnachmittag einen interessanten Vergleich der Entwicklungen in Stadt und Landkreis Rosenheim sowie in Tirol und Südtirol veröffentlicht: Um die Infektionszahlen miteinander in Beziehung setzen zu können, wurden die Fallzahlen jeweils auf 100.000 Einwohner umgerechnet.

In der Zeit von 16. März bis 7. April 2020 (also vorgestern) hat sich demnach in der Stadt Rosenheim die Anzahl der bestätigten Infektionsfälle von fünf auf 346 oder anders gesagt um den Faktor 69,2 erhöht.

In Südtirol stieg die Anzahl der Fälle im gleichen Zeitraum von einem mit 45 Fällen höheren Ausgangsniveau aus auf zuletzt 337 Fälle. Dies entspricht einem Faktor von 7,5.

In Tirol sind die Fallzahlen in dieser Zeit von 41 auf 385, also um den Faktor 9,4 angestiegen.

Der Landkreis Rosenheim weist mit aktuell 501 bestätigten Infizierten pro 100.000 Einwohnern gegenüber 13 am 16. März einen Vervielfältigungsfaktor von 38,5 auf.

Die Stadt Rosenheim weist ausdrücklich darauf hin, dass wegen der methodischen Normierung der Fallzahlen auf jeweils 100.000 Einwohner diese Häufigkeitszahlen nicht mit den vom Rosenheimer Gesundheitsamt publizierten Zahlen an bestätigten Infizierten verglichen werden können.

Die Umrechnung der Infektionszahlen auf jeweils 100.000 Einwohner ist notwendig, um die unterschiedlichen Bevölkerungsgrößen von Stadt und Landkreis Rosenheim sowie Tirol und Südtirol miteinander in Beziehung setzen zu können.

Der Verlauf der Kurven zeigt, dass die Corona-Krise Stadt und Landkreis Rosenheim mit einer Zeitverzögerung von zwei bis drei Wochen gegenüber Tirol und Südtirol erreicht hat. Dabei ist auffällig, dass die Zahl der Infektionen in der Stadt Rosenheim trotz einer hohen Bevölkerungsdichte von 1.701 Einwohnern je Quadratkilometer insgesamt heute etwa auf dem Niveau Südtirols rangieren.

„Daraus lässt sich schließen, dass die Rosenheimerinnen und Rosenheimer die Ausgangsbeschränkungen und die Appelle zum sogenannten ‚Social Distancing‘ in hohem Maße beachten. Dennoch zeigt die Entwicklungsdynamik in Stadt und Landkreis Rosenheim, dass wir beim Versuch, die Ausbreitungsgeschwindigkeit  der Viruserkrankungen zu dämpfen, noch nicht am Ziel sind. Wir appellieren deshalb an die Bürgerinnen und Bürger, die Ausgangsbeschränkungen weiterhin zu respektieren. Nur so kann der bisherige exponentielle Krankheitsverlauf eingedämmt werden“, so der städtische Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz, Hans Meyrl.

Die Daten für Stadt und Landkreis Rosenheim basieren auf den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4/page/page_0/).

Das Land Tirol veröffentlicht seine Infektionsdaten unter (https://www.tirol.gv.at/gesundheit-vorsorge/infekt/coronavirus-covid-19-informationen/#fancybox[224099]), die Südtiroler Landesverwaltung unter (http://www.provinz.bz.it/sicherheit-zivilschutz/zivilschutz/aktuelle-daten-zum-coronavirus.asp).

 

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Ein Kommentar zu “Corona-Infektionen im Vergleich

  1. Ein Einkaufswagen ist einfach nur gut!
    – er hilft beim Transport
    – er verhindert Diebstähle
    – er vermeidet runter gefallene Waren
    – an der Kasse geht es viel schneller
    – für einige ist er einer Körperstütze 🙂
    – es sollte immer eine Einkaufswagen Pflicht geben
    ein so nützliches Teil nicht zu nutzen – ???

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