„Corona ausblenden – das ist nicht cool”

Alarmstufe auch im Nachbar-Landkreis Ebersberg - Man befürchtet ein Binnen-Infektionsgeschehen

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Die Corona-Neuinfektionen dehnen sich auch im Nachbar-Landkreis Ebersberg aktuell weiter aus: Am gestrigen Sonntag wurde der Wert von 40,8 erreicht. Bei den neuen Fällen handele es sich zum überwiegenden Teil um Reiserückkehrer, meldet dazu das Landratsamt Ebersberg. Dazu würden mehrere private Partys auch außerhalb des Landkreises kommen, die offenbar eine Person besucht habe, die sich vermutlich auf einer Reise in Kroatien infiziert habe, so die Behörde …

Bei 52 Menschen aus dem Landkreis ist eine Infizierung mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 nachgewiesen. Bisher sind im Landkreis insgesamt 611 Infektionen aufgetreten. Fünf Personen sind im Landkreis Ebersberg bislang in Verbindung mit Corona verstorben.

159 Landkreisbewohner sind derzeit als sogenannte KP1 (Kontaktpersonen) unter Quarantäne und dürfen ihre Wohnungen nicht verlassen.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter gestiegen und hat den Frühwarnwert von 35 (nach dem bayerischen Frühwarnsystem) überschritten. Der Wert liegt jetzt bei 40,8. Er zeigt, wie viele Menschen sich bezogen auf 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen neu mit dem Corona-Virus infiziert haben.

Das Gesundheitsamt Ebersberg arbeitete auch am Wochenende mit Hochdruck daran, die Infektionsketten der aktuellen Fälle nachzuvollziehen.

Am gestrigen Sonntag ist eine Abordnung des Krisenstabs zusammengekommen um zielführende Maßnahmen auszuarbeiten. Der Fokus liegt auf stärkeren Kontaktbeschränkungen in verschiedenen Bereichen insbesondere auch bei Veranstaltungen und Versammlungen. Die Leitung des Krisenstabs steht dazu im Austausch mit den übergeordneten Behörden. Nächstes Treffen des Corona-Krisenstabs ist am heutigen Montagmorgen.

„Jetzt geht es darum, möglichst zu verhindern, dass sich über die Infektionen, die sich Reisende andernorts geholt haben, ein Binnen-Infektionsgeschehen in unserem Landkreis entwickelt. Dazu kann und muss jeder von uns beitragen. Je mehr Menschen diese Eigenverantwortung konsequent übernehmen, desto besser sind alle vor einer Infektion mit SARS-CoV-2 geschützt.

Abstandhalten, Maskentragen und regelmäßiges und konsequentes Händewaschen sind für viele Gott sei Dank inzwischen selbstverständlich.

Private Feiern und Partys haben sich immer wieder als Übertragungsorte herauskristallisiert. Deshalb die Bitte: Jeder, der in der aktuellen Situation dazu einlädt oder daran teilnimmt, sollte auch in Feierlaune nicht darauf verzichten, verantwortungsvoll zu handeln. Corona einfach ausblenden – das ist nicht cool“,

so der stellvertretende Landrat Walter Brilmayer.

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