Corona-Alarmstufe rot

Auch der Landkreis überschreitet heute Morgen den kritischen Frühwarnwert mit 54

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Noch nie war die Zahl an offiziell registrierten Corona-Neuinfektionen innerhalb von nur 24 Stunden so hoch in ganz Deutschland wie am heutigen Donnerstag – und auch der Landkreis leuchtet nun leider heute in der Alarmstufe rot. So zeigt es die Grafik des Robert-Koch-Institutes am Morgen. Der höchste kritische Frühwarnwert – die 50 – wird überschritten: Für den Landkreis wird die 54 gemeldet, für die Stadt Rosenheim die 64,5, für den Landkreis Mühldorf sogar die 73,4 und auch der Landkreis Ebersberg liegt mit 49,4 heute nur knapp an dieser Marke (gestern bei 55). Heißt für alle: Maske auf, Abstand halten, Hände gut waschen und die Räume gut lüften …

Der Krisenstab im Landratsamt Ebersberg zum Beispiel hat gestern eigens ein Team aus Mitarbeitern des Landratsamtes initiiert, das in den nächsten Wochen die Gaststätten im dortigen Landkreis besuchen wird, um in Beratungsgesprächen vor Ort über die geltenden Regeln zu informieren.

Man wolle so in einen Dialog mit den Gastwirten treten, um gemeinsam Verbesserungsmöglichkeiten für die jeweils individuelle Situation zu finden.

Das haben Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder am gestrigen Mittwochabend in Berlin beschlossen:

Sperrstunde um 23 Uhr bei Inzidenzwert von 50
In Städten und Regionen mit stark steigenden Corona-Zahlen gibt es generell eine Sperrstunde um 23 Uhr in der Gastronomie – ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche.

Private Feiern werden generell auf maximal zehn Teilnehmer und zwei Hausstände begrenzt, wenn der Grenzwert überschritten wird.

Maskenpflicht wird ausgeweitet
Desweiteren wird die Maskenpflicht ausgeweitet. Bereits ab dem Warnwert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche soll sie auch überall da gelten, wo Menschen dichter beziehungsweise länger zusammenkommen.

In Corona-Hotspots mit Inzidenzwerten von mehr als 50 sollen sich nur noch maximal zehn Personen im öffentlichen Raum treffen.

Zehn Tage lang über 50? Dann werden Maßnahmen noch mal verschärft …

Sollten die neuen Maßnahmen den Anstieg dann noch immer nicht zum Stillstand bringen, sollen sich zum Beispiel nur noch bis zu fünf Personen oder die Angehörigen zweier Hausstände im öffentlichen Raum treffen.

Grafik RKI

 

 

 

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4 Kommentare zu “Corona-Alarmstufe rot

  1. Woher beziehen Sie Ihre Zahlen? Laut Landratsamt Mühldorf liegt dieser bei 32,8 – nicht bei 73,4.

    Anm. d. Red.:
    Die Zahlen und dazu die Grafik mit den roten Feldern sind von heute Morgen – Donnerstag, 15. Oktober – vom Robert-Koch-Institut veröffentlicht.

    Auch der Bayerische Rundfunk hat den Landkreis Mühldorf als neuen Hotspot bereits gestern Abend gemeldet.
    Zurückzuführen sei der Anstieg laut einer Sprecherin des Landratsamts auf einen Corona-Hotspot am Putenschlachthof Ampfing. Dort seien 39 Mitarbeiter positiv auf Corona getestet worden.
    Heute will der Landrat darüber informieren, welche Maßnahmen zum Schutz der Menschen ergriffen werden.

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  2. Ja toll und nur weil 40 Mitarbeiter infiziert sind, muss der ganze Landkreis leiden?
    Die Verhältnismässigkeit fehlt brutal …

    Kommentar v.d.Red. gekürzt.

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  3. Es ist wieder an der Zeit, Klopapier und Hefe zu hamstern….Also, auf gehts…

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  4. Wie sieht es denn mit der Bettenbelegung im Lkr. aus? Wie viele liegen denn auf der Intensiv? Das wäre doch mal interessant…

    Anm.d.Red.:
    Wir erwarten heute wieder – wie jeden Freitag seit Wochen – den offiziellen Wochenbericht des Landratsamtes mit der Situation in den Kliniken …

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