Cannabis: Gewerkschaft nimmt Stellung

Vorsitzender: „Wir wollen, dass sich unsere Bevölkerung sicher fühlt"

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Die kürzlich getroffene Aussage vom Vorsitzenden der polizeilichen Berufsvertretung „Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK)” zur Legalisierung von Cannabis in Deutschland wird seitens der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bezirksgruppe Oberbayern Süd, entschieden zurückgewiesen. Auch das Polizeipräsidium Oberbayern Süd bezog hierzu eine klar ablehnende Haltung (wir berichteten).

Die Argumentation, dass durch die Entkriminalisierung dieses Deliktes Polizeibeamte wieder mehr Zeit für andere Aufgaben hätten, ist in Polizeikreisen äußerst umstritten.

Dadurch würden eher zusätzliche Probleme geschaffen, wie zum Beispiel die „Verlockung” zum vermehrten Führen eines Kraftfahrzeugs unter Drogeneinfluss. Auch die teils schweren gesundheitlichen Schäden gerade bei jungen Menschen, die ein regelmäßiger Konsum von Cannabisprodukten hervorrufen kann, wurden bei dieser Forderung völlig außer Acht gelassen.

„Wir wollen, dass sich unsere Bevölkerung sicher fühlt. Legal ,kiffende‘ Jugendliche oder gar Kinder gehören ganz klar nicht in das Bild einer intakten Gesellschaft“, so der Vorsitzende der Bezirksgruppe Oberbayern Süd, Michael Ertl. „Es ist unlogisch, durch eine Legalisierung die Tür für eine gefährliche und leider oft verharmloste Droge zu öffnen.“

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6 Gedanken zu „Cannabis: Gewerkschaft nimmt Stellung

  1. Da rollt der Propaganda Zug wieder an…

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  2. Aber legal „saufende“ Jugendliche oder gar Kinder gehören zum Bild einer intakten Gesellschaft!!!!

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  3. Niemand möchte kiffende Kinder oder Jugendliche. Auch nicht die Befürworter einer Entkriminalisierung.Ganz im Gegenteil. Verantwortungsbewusster Drogenkonsum (und da gehört natürlich auch Alkohol dazu) sollte ausschliesslich Erwachsenen vorbehalten bleiben. Man könnte sich endlich einmal auf Aufklärung und Prävention konzentrieren, anstatt wie (offensichtlich erfolglos) auf Strafverfolgung, welche gerade für junge Menschen oft den Verlust des Führerscheins oder des Ausbildungsplatz bedeutet.Für einen Sachverhalt, der bei Alkohol in Sportvereinen oder der Jugendfeuerwehr gerade mal ein Schulterklopfen provoziert.

    Und eigentlich würde ich erwarten, das unsere Polizei auf dem neusten Stand der Wissenschaft ist. Wenn ich das schon lese, „gefährliche“ Droge. Niemand behauptet, exzessiver Drogenkonsum sei ohne Folgen für die Konsumenten, aber mit Verlaub Herr Ertl, wieviele Tote duch Cannabis haben Sie oder Ihre Kollegen den in den letzten 50 Jahren erlebt? Und im übrigen habe ich mehr Angst vor Besoffenen als vor Kiffern. Und von Massenschlägereien auf Reggeakonzerten habe ich im Gegensatz zu Dorffesten, Faschingsparties und ähnlichen Veranstaltungen, wo es scheinbar zum guten Ton gehört sich besoffen so richtig auf’s Maul zu hauen (was auch regelmässig in Polizeiberichten verharmlost wird), noch nichts gehört.

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    1. @Lusenbauer
      War vieleicht kein Bekiffter dabei.Aber bekifft und im Straßenverkehr?Dann HALLO!!

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      1. „Dann HALLO“ was? Gibt’s genaue Zahlen? Im Verhältnis zu Fahrten mit legalen Drogen bzw. Medikamenten? Von mir aus kann es gerne eine 0 Promillegrenze im Strasssenverkehr geben, für alle Drogen.

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      2. @ Sunny01
        Sie haben wahrscheinlich noch nie einen Joint geraucht, ansonsten würden Sie anders argumentieren.
        In einer bei uns so offenen und toleranten Gesellschaft, wäre es doch denkbar das Cannabis unter gewissen Regeln, ähnlich wie beim Alkohol zu legalisieren.
        Ehrlich gesagt habe ich die Bilder im Kopf, welche sich jeden Sommer vom Parkhaus Richtung Stadt in der Nähe von der Brücke abspielen.
        Jeden Tag ist dort mehrfach entweder die Polizei oder der Krankenwagen vor Ort im Einsatz, um irgendwelche Alkohol Leichen zu versorgen, ins Krankenhaus zu bringen, oder schlimmer..
        Frauen, Schüler und Kinder, die von diesem Klientel belästigt werden.
        Die mit vollgepinkelter Hose schon vormittags im Bushäuschen auf eine Bank liegen, das ist ein herrlicher Anblick, bei dem man sich so richtig wohl und sicher fühlt, denn Alkohol ist ja legal..
        Wenn aber ein paar Meter weiter Leute einen Joint rauchen, friedlich, freundlich und ruhig sind, vielleicht ein bisschen Musik hören , niemanden belästigen, statt dessen lachen und evtl. tanzen, das sind üble Verbrecher, die unbedingt eingesperrt werden müssen, gelle..

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