Bürgermeister: „Es ist unvorstellbar“

Bis zu eineinhalb Meter Schnee - Heimische Feuerwehren im Einsatz in Sachrang

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Es ist eine der größten Hilfsaktionen der Feuerwehren aus dem Altlandkreis Wasserburg in den letzten Jahren: Zehn Wehren aus Stadt und Land sind derzeit im Priental, in der Ortschaft Sachrang im Einsatz, um den Anwohnern dort im Schneechaos unter die Arme zu greifen. „Es ist unvorstellbar“, sagt Eiselfings Bürgermeister Georg Reinthaler, der selbst als Feuerwehrmann mit in den Süden des Landkreises gefahren ist. „Hier liegt bis zu eineinhalb Metern Schnee. Das kann man sich bei uns zuhause gar nicht vorstellen.“ Reinthaler ist zusammen mit dem ersten Kontingent nach Sachrang gefahren.

45 Floriansjünger aus dem Altlandkreis gehören diesem Team an. Mittlerweile ist ein zweites Wasserburger Kontingent angerückt. Ein drittes Team kommt aus Kolbermoor und Bad Aibling.

Aus dem nördlichen Landkreis Rosenheim sind am Freitagnachmittag folgende Feuerwehren im Einsatz oder bei der Anfahrt: Attel-Reitmehring, Pfaffing, Rott, Schlicht, Steppach,  Wasserburg, Aham, Amerang, Bachmehring, Schambach, Schonstett.

„In den meisten Fällen ist ein Fahrzeug der genannten Feuerwehr unterwegs. Der Grundschutz ist somit für die jeweiligen Gebiete im Altlandkreis Wasserburg erhalten und wird im Einsatzfall durch die Nachbarfeuerwehren verstärkt“, meldet die Kreisbrandinspektion.

Die Einsatzkräfte aus dem Raum Wasserburg sind in der Hauptsache damit beschäftigt, die Dächer der Häuser vom Schnee zu befreien. Sollte es wieder schneien – der Wetterbericht verkündet nichts Gutes – oder gar regnen, könnten einige Dächer die Schneelast nicht mehr tragen. Reinthaler: „Vor allem ältere Menschen wissen sich gerade nicht zu helfen. Da tut unser Einsatz schon not.“ Er und seine Kameraden unterstützen derzeit auch die Sachranger Feuerwehr. „Die Männer und Frauen sind seit einer Woche ununterbrochen im Einsatz. Die sind völlig platt. Hier hat es schon längst zu schneien begonnen, als es bei uns im Flachland noch Nieselregen gab.“

Die Feuerwehren aus dem Altlandkreis Wasserburg und aus dem Mangfalltal arbeiten heute bis Sonnuntergang. Dann geht’s vorerst zurück nachhause. 

Wir berichten weiter.

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3 Gedanken zu „Bürgermeister: „Es ist unvorstellbar“

  1. Daumen nach oben und DANKE an die Männer (vielleicht auch Frauen, die nicht abgebildet waren), die sich hier ehrenamtlich reinhauen und in ihrer Freizeit was wegschaufeln!!!

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    1. Auch wenn die Frauen hier nicht explizit beim Schneeräumen erwähnt sind und damit nicht im Vordergrund stehen, so leisten sie bestimmt auch wichtige Dienste bei der Versorgung der Helfer. Auch hier denke ich, ist ein großer Dank auszusprechen!

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  2. G. Pfeffinger

    Eins muss ich jetzt dann doch mal loswerden: Es ist unglaublich toll, dass es so viele Menschen gibt, die anderen helfen. Das geschieht in vielen Bereichen unseres Zusammenlebens, das ist klar.

    Ich möchte aber ganz besonders die Leistung und das Durchhaltevermögen von Feuerwehren, THW, Sanitätern, Polizei und Co. hervorheben. Die letzten Tage und Wochen waren sicherlich nicht leicht. Deswegen ist es keine Selbstverständlichkeit, dass jetzt viele der überwiegend Freiwilligen auch noch in den Nachbarlandkreis fahren, um dort auch noch mitanzupacken.

    Umso größer ist mein Respekt und meine Dankbarkeit: Merci, dass ihr zu jeder Tages- und Nachtzeit ausrückt. Merci, dass ihr oft stundenlang ohne Pause im Einsatz seid. Merci, dass ihr immer für uns alle da seid!

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