Braucht kein Mensch? Doch, schon!

Keine Insekten-Vernichter im Freien aufstellen: Besorgte Anrufe beim BN

image_pdfimage_print

Es schwirrten schon viel, viel mehr umher – auch im Landkreis: Seit Jahren gibt es ein dramatisches Insektensterben, das sich in vielerlei Hinsicht auf Mensch und Natur katastrophal auswirken kann. Beim Bund Naturschutz im Landkreis gingen jetzt Anrufe von besorgten Bürgern ein, die miterleben, wie in der Nachbarschaft Insekten von Insekten-Vernichtern regelrecht gegrillt werden. Der Bund Naturschutz bittet deshalb eindringlich, diese Geräte nicht im Freien, auf Terrassen oder in Gärten aufzustellen.

Ein Sprecher: „Jedem, der Insektenvernichter im Freien aufstellt, sollte klar sein, dass damit der Insektenwelt insgesamt, der bedrohten Artenvielfalt und der Nahrungsgrundlage von Fledermäusen und Vögeln sinnlos Schaden zugefügt wird.

Am wenigsten sind es nämlich die Stechmücken, die durch die Geräte getötet werden. Stechmücken reagieren vor allem auf Kohlendioxid und Wasserdampf in der Atemluft von Säugetieren. In die Fallen gehen viel mehr auch die wunderschönen, nachtaktiven Schwärmer wie Taubenschwänzchen oder Weinschwärmer.“

Übrigens: Der Gebrauch elektrischer Insektenvernichter im Freien ist ohnehin verboten. Das „Anlocken, Fangen und Töten von besonders geschützten Tieren mit künstlichen Lichtquellen oder elektronischen Geräten“ ist nach § 44 Bundesnaturschutzgesetz in Verbindung mit § 4 Bundesartenschutzverordnung nicht gestattet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.