Bosnier unter Schleusungsverdacht

Bundespolizei stoppt überbesetzten Pkw auf Inntalautobahn

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Die Bundespolizei ermittelt in Rosenheim gegen einen mutmaßlichen bosnischen Schleuser. Der 49-Jährige wird beschuldigt, fünf Landsleute mit seinem Auto illegal nach Deutschland gebracht zu haben. Er wurde in der Nacht von Dienstag auf den heutigen Mittwoch bei Grenzkontrollen auf der A93 festgenommen.

Schon beim Blick in den Pkw mit italienischen Kennzeichen fiel den Bundespolizisten auf, dass mehr Personen als Sitzplätze im Fahrzeug waren. Bei der weiteren Kontrolle der Insassen stellte sich heraus, dass keiner der sechs bosnischen Staatsangehörigen über die erforderlichen Einreisepapiere verfügte. Ersten Nachforschungen zufolge hat der Fahrer in Genua eine Wohnung, allerdings ist seine ursprüngliche italienische Aufenthaltserlaubnis abgelaufen. Er wurde wegen Einschleusens von Ausländern und versuchter unerlaubter Einreise angezeigt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen musste er das Land wieder verlassen – ohne seine Mitfahrer.

 

Die fünf Begleiter waren in der Vergangenheit in Baden-Württemberg beziehungsweise Nordrhein-Westfalen registriert worden. Ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht wurde ihnen von den zuständigen Stellen jedoch nicht zugesprochen. Offenbar kamen sie ihrer bestehenden Ausreisepflicht nach und verließen die Bundesrepublik. Ihre beabsichtigte Rückkehr zog jeweils eine Strafanzeige wegen illegalen Einreiseversuchs nach sich. Die Bosnier sind von der Bundespolizei an die Ausländerbehörden in den Landkreisen Recklinghausen und Rhein-Neckar-Kreis weitergeleitet worden. Dort wird voraussichtlich schon bald über ihren weiteren Verbleib im Land zu entscheiden sein.

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