Blitzmarathon 2018: Erste Bilanz!

Polizei: Österreicher mit seinem Auto bei erlaubten 70 km/h mit 133 km/h unterwegs

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Die bayernweite Verkehrsunfallstatistik zeigt ganz klar, dass zu schnelles Fahren die Hauptursache für schwere Verkehrsunfälle ist: 2017 starben in Bayern insgesamt 226 Menschen bei Unfällen wegen zu schnellen Fahrens. Im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim wurde im vergangenen Jahr beinahe jeder zweite tödliche Verkehrsunfall von Rasern verursacht. Genau deshalb fand von gestern auf heute der sechste „24-Stunden-Blitzmarathon“ in Bayern statt. Eine erste Bilanz der Polizei …

Im südlichen Oberbayern wurden bei der Aktion an weit über 100 Messstellen fast 17.000 Fahrzeuge kontrolliert. Beinahe 600 Geschwindigkeits-Überschreitungen mussten dabei geahndet werden.

„Es geht uns beim Blitzmarathon nicht darum, möglichst viele Verwarnungen, Bußgeldbescheide oder Fahrverbote auszusprechen. Deshalb werden ja bereits im Vorfeld alle Messstellen veröffentlicht. Wir wollen dem Autofahrer ins Bewusstsein rufen, welch dramatische Folgen die Raserei immer wieder hat. Jeder soll deshalb den Fuß vom Gaspedal nehmen, am besten dauerhaft“ erläutert Polizeioberrat Martin Irrgang, der Leiter für verkehrspolizeiliche Aufgaben im Polizeipräsidium (unser Foto oben). 

Obwohl auch 2018 wieder alle Messstellen frühzeitig im Internet veröffentlicht worden waren (wir berichteten), gab es wieder viele Fahrzeuglenker, die zu schnell unterwegs waren.

An 138 verschiedenen Messstellen im südlichen Oberbayern mussten während des „24-Stunden-Blitzmarathons“ von den 16.764 gemessenen Fahrzeugen 596 Verkehrsteilnehmer wegen Überschreitung der zulässigen Geschwindigkeit beanstandet werden. Zusätzlich wurden noch 41 weitere Verstöße festgestellt, die ebenfalls geahndet wurden.

Der unrühmliche „Spitzenreiter“ wurde auf der B2 bei Garmisch-Partenkirchen gemessen: Statt der erlaubten 70 km/h blitzte es bei 133 km/h. Den Autofahrer, einen 38-jährigen Österreicher, erwarten nun eine Geldbuße in Höhe von 440 Euro, zwei Punkte in der Verkehrssünderdatei und ein zweimonatiges Fahrverbot.

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2 Gedanken zu „Blitzmarathon 2018: Erste Bilanz!

  1. Schreinerbiker

    Hat Österreich auch eine Verkehrssünderdatei?

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  2. Das interessiert mich nun schon: Tauchen nun auch Österreicher im (offizieller Terminus) „Fahreignungsregister“ auf?

    Und zugegeben zweifle ich an der Zahl 50%, wonach jeder zweite Unfall aus überhöhter Geschwindigkeit resultiert, es sei denn, man unterstellt, dass vor dem Unfall nicht loszufahren sicherer gewesen wäre und/oder man inkludiert, dass Ablenkung durch Telefone, Kurzmitteilungen etc. ja nur im FzgStillstand hätte erfolgen dürfen.

    Ich sehe nämlich genau da einen Hauptpunkt der zahlreichen als „aus ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr gefahren“ benannten Unfälle.

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