Bitterer Einsatz an Heiligabend

Feuerwehren Babensham und Penzing rücken um 19.45 Uhr zur Asylunterkunft aus

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„Das war wirklich eine ganz ungute Zeit. Da ist die Stimmung natürlich nicht besonders toll“, sagt Kreisbrandinspektor Georg Wimmer. Er und seine Feuerwehrkollegen aus Babensham und Penzing mussten an Heiligabend zur Asylunterkunft in Neudeck ausrücken. Um 19.45 Uhr! Dort hatten Bewohner offenbar „kräftig gefeiert“ und in ihrer Feierlaune ein Mikrowellen-Gerät falsch bedient. Der Rauchmelder schlug an, Polizei und Feuerwehr rückten aus und trafen auf …

… bestens gelaunte Bewohner, aber zum Glück auf keinen Brand.

„Wir wussten schnell, dass eigentlich kein Einsatz notwendig werden würde und versuchten noch, die Babenshamer und Penzinger Wehren abzubestellen. Die waren aber so schnell, dass uns das nicht mehr gelang“, so Wimmer.

Im Umfeld des Einsatzes war zu erfahren, dass sich Einsatzkräfte von den ausgelassen feiernden Bewohnern der Unterkunft provoziert gefühlt hatten. „Wir wurden regelrecht verarscht“, schrieb ein Feuerwehrmann, der nicht genannt werden wollte, der Wasserburger Stimme.

Die Polizei meldete, dass kein Sach- oder Personenschaden entstand.

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25 Gedanken zu „Bitterer Einsatz an Heiligabend

  1. Bevor die Fr. Sommers, „Anwohner“ und Co. jetzt wieder durchdrehen, möchte ich etwas anmerken.

    Erstmal dank an die Feuerwehren und vollstes Verständnis, dass man da sauer ist und sich eventuell auch provoziert fühlt.

    Aber wenn der Rauchmelder automatisch an die Feuerwehren meldet, sind die Bewohner – soweit ich weiß – gar nicht in der Lage, diesen auszustellen bzw. der Alarm kann nur von der Feuerwehr ausgestellt werden.

    Natürlich hätten die Bewohner die BMZ anrufen sollen und melden, dass es sich um einen Fehlalarm handelt, jedoch weiß ich auch nicht, ob nicht trotzdem Feuerwehren zur Überprüfung hätten anrücken müssen.

    Leider hat scheinbar hier das Fingerspitzen-Gefühl der Bewohner gefehlt, um was für einen Tag es sich hier handelt, daran mag das fehlende Wissen über die Kultur Schuld sein – jedoch ist es nunmal die Pflicht der Bewohner, sie hierüber zu informieren und ggf. Rücksicht und Verständnis für Feuerwehrler zu zeigen.
    Dem Vorwurf, das man „verarscht“ wurde, kann ich nicht nachvollziehen, da dies ja impliziert, dass der Alarm absichtlich und nicht wie vermutlich hier fahrlässig ausgelöst wurde.

    Aber in seinem Zorn sagt man so was vielleicht auch mal dahin, hätte mir auch passieren können.

    Ich hoffe, die zuständige Behörde für die Einrichtung führt Kurse zur Brandvermeidung durch.

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    1. Ich denke mal, dass man den Vorwurf, sich verarscht gefühlt zu haben, natürlich nicht nachvollziehen kann, wenn man nicht dabei war.

      Hier einfach Vermutungen in den Raum zu stellen und dann auch noch Urteile abzugeben, ohne es selbst erlebt zu haben, ist respektlos.

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      1. Da haben Sie recht, ich habe das „verarscht“ falsch verstanden und entschuldige mich für diese Aussage.

        @Naja
        Wen genau habe ich jetzt hier in eine Ecke gestellt? Viele der früheren Äußerungen von Fr. Sommer oder Anwohner waren nunmal sehr undifferenziert, da braucht man dann auch nicht beleidigt sein „in eine Ecke gestellt“ zu werden.
        Im übrigen ist dieses „Rumgeheule“, dass man angeblich nichts sagen darf, so unglaublich nervig, warum muss man sich denn immer gleich in die Opferrolle flüchten?
        Wenn Sie meinen Beitrag genau gelesen habe, habe ich doch deutliche Kritik am Verhalten einiger Bewohner geübt.

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    2. @Antifaschist
      Wenn selbst der Nikolaus in Asylheime bestellt wird (…. 🙄) darf man davon ausgehen, dass man den Bewohnern auch den Sinn von Weihnachten erläutert hat.
      Mittlerweile ist es wirklich schon so, dass man keinerlei Kritik mehr üben kann, ohne gleich in die Ecke geschoben zu werden. DAS finde ich schlimm! Und da scheint IHNEN jegliches Verständnis und Gefühl zu fehlen… Das, was Sie selbst den „Anwohnern & Co“ im ersten Satz ankreiden!

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      1. Dir ist schon klar, dass in solchen Unterkünften viele Christen leben?

        Ich verstehe, dass die Feuerwehr sauer war, aber wären sie genauso sauer, wenn woanders Essen angebrannt wäre und sie ausrücken hätten müssen?

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    3. Egal, ob Weihnachten oder nicht, aber wenn man bedenkt, wie oft die Feuerwehr in den letzten Wochen/Monaten immer und immer wieder wegen diesem einen Grund anrücken musste, und zwar, weil nicht wie vorgesehen in den Kochräumen gekocht wurde, sondern in sämtlichen anderen Zimmern, kann man sich langsam schon wirklich verarscht vorkommen.

      Mittlerweile müsste selbst der letzte Bewohner es begriffen haben, dass dies einen Feuerwehreinsatz nach sich zieht. Jeder andere Bürger müsste den Einsatz bezahlen und würde es kein zweites Mal darauf ankommen lassen. Aber den Bewohnern kann es ja egal sein, ist ja nicht ihr Geld …

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  2. Hallo, wenigstens während des Fw Einsatzes haetten die Asylbw. Bedauern zeigen und vielleicht das Feiern derweil einstellen können….sonst kommt halt schnell der Verdacht des „Verarschens“ auf…. Das hat nix mit Asylanten oder sonstwas zu tun, das erfordert einfach der Anstand allgemein

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    1. Ich denke, so wie sich der Artikel liest, war das eben das Hauptproblem. Nicht, daß einmal was passiert ist, was vermeidbar gewesen wäre, sondern dass man als Einsatzkraft deswegen noch derbleckt wird…von Menschen die hier tatsächlich GAST sind. Glaubensrichtung wirklich SEKUNDÄR.
      @Karin Feuerwehrleute haben leider oft Grund den Kopf zu schütteln weil sie dumm angemacht werden. in diesem konkreten Fall passierte dies in jenem Asylantenheim! Kein Grund irgendjemand deswegen zu verteidigen. Unfallgaffer an der Autobahn muss man sich auch nicht nett reden.

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  3. Vielleicht findet sich ja ein Freiwilliger, der Silvester mit den Bewohnern feiern will und die Brandmeldung manuell übernimmt. Dann braucht nicht gleich die ganze Mannschaft anrücken.
    Es gibt doch so viele Ehrenamtliche. Da können doch nicht nur Redekünstler dabei sein. Einen, der dann wirklich anpackt, wird man da schon finden oder?
    @Antifaschist: Wie wärs mit Ihnen? Dann können Sie sich gleich ein Bild von den Manieren und der Integrationsbereitschaft machen und ggf. gleich einwirken. Dann hätten alle was davon.

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  4. Allein die Tatsache, dass der Feuerwehrler anonym bleiben möchte, erweckt in mir den Eindruck, dass sehr wohl Angst besteht, öffentlich seine Meinung zu sagen. Auch ich erlebe fast täglich, dass es mit dem guten Benehmen unserer Gäste nicht zum Besten steht – leider.

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  5. Hallo Nachdenklicher,

    fast täglich, is des ned s bisserl übertrieben.
    Ich habe die letzten zwei Jahre, kein schlechtes Benehmen unsere neuen Gäste festgestellt, man muss halt offen auf sie zugehen.

    Des mit dem Feuerwehreinsatz kann eigentlich keiner bewerten, der nicht selber dabei gewesen ist, Hauptsach‘, gehetzt wird in Bomsham.

    Wenns bei einer deutschen Unterkunft gewesen wäre, dann hätt keiner seine Meinung dazu abgegeben.

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    1. Nomen est omen

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    2. Ich bin selbst aktives Mitglied einer Babenshamer Feuerwehr und kann bestätigen, dass das Benehmen der Asylbewerber bei fast jedem Einsatz in der Asylunterkunft deutlich zu wünschen übrig lässt.

      2017 machen Einsätze rund um die Asylunterkunft circa 50 Prozent unserer Einsätze aus. Grund für die Einsätze ist oftmals, dass auf den Zimmern gekocht oder geraucht wird. Wenn dann die Feuerwehr eintrifft, sind die Bewohner genervt und tun so, als wäre überhaupt nichts vorgefallen und in den betreffenden Zimmer riecht es verdächtig stark nach Deo.

      Wenn man wie die Bewohner in der betroffenen Unterkunft schon längere Zeit in Deutschland ist, ist es meiner Meinung nach durchaus von ihnen zu erwarten, dass man sich an die Hausordnung hält und Rettungskräften, die zudem alle ehrenamtlich im Einsatz sind, ein bisschen Dankbarkeit entgegen bringt. Besonders an Heiligabend wäre ein bisschen Feingefühl durch die Bewohner angebracht gewesen.

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      1. Lasst euch nicht unterkriegen. Wir sind euch dankbar für euer ehrenamtliches Engagement.
        Lasst euch nicht beirren von ein paar, die das nicht zu schätzen wissen.

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    3. @Ahnungsloser: Da haben Sie Glück gehabt oder tatsächlich wenig Ahnung.
      Ich habe mIch anfangs, als die „Gäste“ kamen, eingesetzt und oft geholfen. Inzwischen überlege ich mir sehr genau, wem ich helfe und wem nicht. „Gäste“, die übergriffig werden, die unverschämt nur fordern, die mich als Frau nicht respektieren, behandle ich nicht mehr wie einen Gast!
      Aber ich habe unter ihnen auch sehr freundliche Menschen kennengelernt, die sich bemühen, sich zu integrieren, die ihrerseits hilfsbereit sind, die nicht alles als Selbstverständlichkeit annehmen, die einfach froh sind, in einem Land zu leben, in dem sie nicht um Leben und Hab und Gut fürchten müssen, sondern in dem es ihnen (sieht man von der Trauer um ihre verlorene Heimat ab) gut geht.

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    4. Wo steht eigentlich, dass dieser Hetzer ein Babenshamer ist? Die Wasserburger Feuerwehr war auch vor Ort.

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      1. Was heißt Hetzer?

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        1. @Nachdenklicher:
          @Ahnungsloser hatte kommentiert: „Hauptsach‘, gehetzt wird in Bomsham.“ und bezog sich auf die Aussage eines Feuerwehrlers, den er in Babensham vermutet hat. Da er aber immer nur vermutet und nie weiß, wollte ich wissen, was ihn dazu treibt, Ehrenamtliche in den Schmutz zu ziehen und sie der Hetze zu beschuldigen?
          Leute wie Ahnungsloser wollen uns immer belehren, dass wir nicht alle über den Kamm scheren dürfen und es nur Einzelfälle sind und fast im gleichen Moment watscht er alle Babenshamer Bürger ab, in dem er ihnen Hetze nachredet.

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          1. Danke, du hast absolut recht.

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  6. @elena und nachdenklicher:
    Ich habe ca. 18 monate in der flüchtlingshilfe gearbeitet.
    Meine Erfahrungen waren zu ca. 90 % positiv.

    Zu feuerwehrler: können sie die 50% irgendwie belegen oder ist es eine Vermutung?
    P.S. Zu meiner zivi zeit haben wir auch in den zimmerm gegrillt aber die feuerwehr ist nie ausgerückt. => aber is hoid schon 20 jahre her und da war hoid ois no bisserl lockerer.

    Aber mich langweilt die Depatte.

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    1. Ich schätze mal zur Zivizeit gabs noch keine Rauchmelder, die sofort die Feuerwehr auf den Plan gerufen haben.
      Wir könnten jetzt darüber reden, ob es Sinn macht in diesen Wohnungen Rauchmelder zu installieren, die beim Auslösen nicht nur Töne von sich geben, sondern gleich die Feuerwehr holen.

      Ich mein, jedes normale Haus hat mittlerweile Rauchmelder, die den Sinn haben, schlafende Leute zu wecken, wenn ein gefährlicher Rauch im Zimmer ist. Es geht in erster Linie darum, Menschenleben zu retten und nicht darum, einen Blechcontainer zu retten.
      Der nervtötende Ton eines Rauchmelders würde vielleicht sogar dazu führen, dass zur Vermeidung des Tones nicht mehr im Zimmer gekocht wird. Das Antanzen der Feuerwehr ist deutlich erträglicher als ein greller Ton.

      Die 50% des Feuerwehrler waren keine Vermutung. Es war eine Schätzung aus seiner Erfahrung. Oder können Sie ihre 90% belegen?

      Zwei Fragen quälen mich noch:
      – Warum haben Sie nach 18 Monaten aufgehört in der Flüchtlingshilfe zu arbeiten?
      – Warum debattieren Sie über ein Thema, das Sie langweilt? Es hat eher den Eindruck, Sie können das Thema nicht ertragen, weil sie keine Argumente dazu finden.

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  7. Da wird sich keiner finden. Die meisten von den antifaschistischen reden nur.

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    1. Wenn ihr eure Energie in einem Ehrenamt einbringen würdet (Feuerwehr/ Rettungsdienst), wäre jedem geholfen.

      Dann könnt ihr euch selber ein Bild über die Einsätze der Feuerwehr machen.
      Wir rücken immer aus – EGAL, wer das ist – und ja, wir ÄRGERN uns auch, wenn es keine Asylbewerber sind.

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  8. Was gibt es denn da bitte schön zu reden oder zu verteidigen?

    Einen Einsatz der Feuerwehr zum wiederholten Male aus „Unachtsamkeit“ zu generieren ist einfach Mist!
    Noch dazu undankbar und respektlos zu reagieren, ist doppelter Mist!
    Und zwar wurscht, ob das in einer Asylbewerberunterkunft oder im x-beliebigen Wohnheim passiert.
    Da darf man als Feuerwehrler auch narrisch sein und man darf so ein Verhalten auch kritisieren!

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    1. Vollkommen Recht @ Kopfschüttel und @Berta (die Idee mit den lauten Rauchmeldern finde ich super, was immer dann auch mit denen passieren würde wenn es ,ehemals pfeifft 🙄)
      Die Frage ist nun tatsächlich die : Wie kann man daran etwas ändern, bzw.. wie kann man den ( man kann schon fast sagen , Missbrauch der Ehrenamtlichen) abstrafen?
      Viele Meinungen gibt es zu dem Artikel, leider gibt es aber niemanden der von verantwortlicher Seite dazu Stellung nimmt, , schade! Denn genau das hinnehmen solcher Situationen ist es, was die Stimmung immer höher schaukelt! Und, “ was Hans nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“ was keine Konsequenz hat , wird belächelt und der nächste frustige Einsatz ist doch schon vorprogrammiert☹️ Und nicht nur das alleine, was bleibt ist…. „Ich kann tun was ich will, außer ein bisschen Schimpfe hintenrum, passiert mir nichts!“

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