„Bitte mehr Lehrer statt mehr Tablets“

Der Spitzenkandidat der ÖDP, Thomas Prudlo, referierte in Wasserburg

image_pdfimage_print

Auf Einladung von Landtagsdirektkandidat Ludwig Maier kam der oberbayerische Spitzenkandidat der ÖDP – Thomas Prudlo (unser Foto) – jetzt als Referent in die Paulaner-Stuben nach Wasserburg. Der Münchner Solarunternehmer und Gründer der Firma Green City Energy stellte die Arbeit der ÖDP vor. „Wir fordern ethischen Handel statt plündernden Freihandel. Das Recht auf Böden und Wasser ist für die ÖDP nicht verhandelbar. Wir haben nur eine Erde, daher verbietet sich der gefährliche Wachstumsirrglaube einer neoliberalen Politik“, sagte er.

„Die ÖDP steht für eine Gemeinwohlökonomie ohne Wachstumsdogma. Frieden, Klimaschutz und Demokratie sind unsere Schwerpunkte verbunden mit dem Respekt vor allem Leben. Konzernspenden an Parteien und jede andere Form der politischen Korruption lehnen wir ab“, sagte der ÖDP-Spitzenkandidat.

Auf nationaler und internationaler Ebene stelle sich die ÖDP vor allem gegen den Freihandels-Wahnsinn, der lediglich wenige Konzerne begünstige und funktionierende Landwirtschaften in aller Welt schwer beschädigte. Wachstum müsse durch Wohlstand ersetzt werden, wobei auch weniger mehr sein könne. „Besonders wegen des rasanten Klimawandels müssen wir schnellstmöglich aus den fossilen Energien aussteigen“, so Prudlo. „Nur aufgrund eines Bürgerbegehrens, initiiert von der Münchner ÖDP, haben sich die Stadtwerke München aus der Steinkohleverbrennung verabschiedet.“

Aber auch auf bayerischer Ebene gäbe es deutliche Unterschiede zu allen anderen Parteien. Kritik äußerte Prudlo vor allem am Vorhaben der CSU, für fünf Milliarden Euro Tablets „ in die Schulen zu werfen“.

„Wir brauchen endlich mehr Lehrer und kleinere Klassen statt mehr Tablets“, fordert er. Für Letzteres gäbe es weder ein Konzept noch ausgebildete Lehrer, und zudem seien die Erfahrungen aus Finnland erschütternd. Das einstige Spitzenland der PiSA-Studien sei nach Einführung der digitalen Medien in den Schulen im Pisa-Ranking abgestürzt.

„Die ÖDP will bei dieser Wahl sechs Prozent erreichen und hat im Landtag drei zentrale Ziele: Die Gemeinwohlökonomie, das Recht auf eine analoge Kindheit und eine lobby-unabhängige Politik, die keine Firmenspenden annimmt. Das nämlich haben CSU und Grüne schon mal gemeinsam: Sie nehmen hohe Spendensummen von der Rüstungsindustrie und den Automobilkonzernen“, kritisierte Prudlo. „Wer also eine lobbyfreie Partei will, der kommt um die ÖDP nicht herum“, betonte er zum Schluss.

Und Landtagsdirektkandidat Ludwig Maier fügte hinzu: „Wir erwarten im Kreis Rosenheim ein tolles Ergebnis. Auch die Resonanz auf unser aktuelles Volksbegehren zum Artenschutz ist prima.“

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren