„Bitte Hausnummer beleuchten“

Appell der Johanniter-Unfallhilfe Wasserburg an die Bürger im Altlandkreis

image_pdfimage_print

Die längsten Nächte des Jahres stehen uns noch bevor, gut beleuchtete Hausnummern können dann Leben retten. Darauf macht am heutigen Mittwoch die Johanniter-Unfallhilfe Wasserburg aufmerksam. Bei einem Einsatz des Rettungsdienstes gehe es meist um jede Minute. Fehlende oder nicht beleuchtete Hausnummern können da einen Rettungseinsatz entscheidend verzögern.

Besonders bei schlechtem Wetter oder Dunkelheit könne es passieren, dass die Retter eine Straße mehrfach abfahren müssen, weil sie die Hausnummer nicht gleich wahrnehmen und so das richtige Haus nicht finden können. So geht lebenswichtige Zeit verloren, die im Zweifelsfall Leben kosten kann.

„Als Hausbesitzer sollte man dafür sorgen, dass die eigene Hausnummer gut sichtbar ist“, so Markus Haindl, Dienststellenleiter der Johanniter-Unfall-Hilfe in Wasserburg.

„Die Hausnummer sollte bereits von weitem erkennbar sein. Häufig sind die Ziffern von Bäumen, Büschen oder Kletterpflanzen an Hausfassaden verdeckt oder befinden sich neben einer Eingangstür auf der Rückseite des Gebäudes. Noch schwieriger wird es, wenn Hausnummern oder Hauseingänge nicht von außen beleuchtet sind“, sagt Markus Haindl.

Besonders für die dunkle Jahreszeit und die Nachtstunden empfiehlt es sich, über eine Beleuchtung nachzudenken. Moderne LED-Leuchten verbrauchen heute nur sehr wenig Energie und sind einfach zu montieren.

Mietern in Mehrfamilienhäusern empfiehlt Markus Haindl, bei einem Notruf ihre genaue Adresse durchzugeben: „Nicht nur die Hausnummer und die Angabe der Etage sind wichtig, sondern auch eventuelle Besonderheiten, wie zum Beispiel Innenhöfe, die durchquert und weitere Türen, die geöffnet werden müssen.“

Die Johanniter raten darüber hinaus, in einem Notfall jemanden abzustellen, der die Helfer bei ihrer Ankunft einweisen kann. „Denn schnelle medizinische Hilfe kann im Ernstfall überlebenswichtig sein“, betont Markus Haindl.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. ist mit mehr als 20.000 Beschäftigten, 36.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und rund 1,3 Millionen Fördermitgliedern eine der größten Hilfsorganisationen in Deutschland und zugleich ein großes Unternehmen der Sozialwirtschaft.

Rund 610.000 Mal rückten die Johanniter 2016 zu Rettungsleinsätzen aus. Sie transportierten mehr als 336.000 Mal Patienten sicher an ihr Ziel und ermöglichten rund 80.000 Blut- und Organtransporte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.