„Biennale Bavaria” verschoben

Neues Festival-Highlight für die Region kann nicht im April starten

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Fünf Tage Programm mit Eröffnungsgala, rotem Teppich, Internationalem Heimatfilmpreis, hochkarätiger Jury, 40 auf Festivals prämierten Filmen, 20 zusätzlichen Kulturveranstaltungen in sechs Städten aus vier Landkreisen, Ministern aus ganz Europa, Diskussionen mit Schauspielern, Regisseuren und Kulturschaffenden – dies sind nur einige Programmpunkte, die bei der „Biennale Bavaria International” geplant waren. Das außergewöhnliche Festival sollte im April zwischen  Burghausen und Haag sowie zwischen Altötting und Wasserburg starten. Corona zwang nun den Verein, das Festival zu verschieben.

Sechs Kommunen aus vier Landkreisen haben sich mit dem Verein „Internationales Festival des Neuen Heimatfilms“ zusammengeschlossen, um mit einer neuartigen Struktur mehr als nur ein Filmfestival zu veranstalten. An fünf Tagen bieten Altötting, Burghausen, Haag, Mühldorf, Trostberg und Wasserburg eine gemeinsame große Veranstaltungsplattform für dieses neue Kultur-Highlight der Region Inn-Salzach.

Eine Kunst-Ausstellung der Münchener Secession steht dabei auf dem Programm, ebenso wie Diskussionen mit Persönlichkeiten wie Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn und Bayerns Europaministerin Melanie Huml, Kabarettisten wie Hannes Ringlstetter und Michael Altinger oder Vertreter verschiedenster Glaubensgemeinschaften wie etwa Bischof Stefan Oster SDB und Gönül Yerli, Vize-Direktorin der Islamischen Gemeinde Penzberg. Das Thema? Der internationale Neue Heimatfilm und alles rund um „Heimat“.

Dieses Thema stand bereits fest, als im Jahr 2016 die Idee für ein orts- und medienübergreifendes Festival geboren wurde (wir berichteten), und ist in dieser Zeit von „kauft lokal und unterstützt die heimische Kultur“ aktueller denn je.

Im September 2020 fand unter dem Titel „Neuer Heimatfilm unterwegs“ bereits erfolgreich ein Vorspiel als dreitägige Veranstaltung mit internationalen Filmen und Diskussionsgästen wie Christian Springer und Pfarrer Rainer Maria Schießler (Foto) statt.

Schießler war damals so angetan von der integrativen Festivalidee, dass er spontan anbot, mit der Münchener Theatergruppe und dem „Jedermann“ dabei zu sein, der auf Grund der weiblichen Hauptrolle eigentlich „Jedefrau“ heißen müsste. Außerdem ist er Jury-Mitglied, denn das Festival vergibt gleich zu seiner ersten Ausgabe den „Internationalen Heimatfilmpreis“ in vier Kategorien.

Die internationale Komponente ist den Veranstaltern wichtig, denn es geht ihnen darum, unterschiedliche Heimatbilder und -gefühle zu zeigen, zu besprechen und so für Verständnis und Zusammenhalt bei allen Unterschieden zu werben. So führen Filme in verschiedensten Geschichten vor, wie sehr sich Menschen aus Europa, Asien und Afrika in ihren Wünschen und Bedürfnissen ähneln – „Heimat“ ist universell, und doch für jeden etwas anderes. Es wird die Aufgabe von Jury-Mitgliedern wie unter anderem dem Regisseur Christian Klandt, zuletzt Gewinner des Bayerischen Fernsehpreises, der Schauspielerin Johanna Bittenbinder sowie Regisseurin und BR-Redakteurin Fatima Abdollahyan sein, aus einer großen Bandbreite die Gewinner zu küren, wenn auch leider nun nicht im April.

Die Biennale Bavaria International wird nur verschoben – zu stoppen ist dieses hochklassige Festival für Kino- und Heimatfans nicht mehr. Der neue Termin entscheidet sich in den kommenden Wochen. Weitere Informationen auf www.biennale-bavaria.de.

 

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