Bewegungs-Profil auslesbar?

Chaos Computer Club warnt - Serie von Sicherheitsproblemen bei der Luca-App zur Kontaktnachverfolgung

Die europäische Hackervereinigung Chaos Computer Club (CCC) warnt und fordert, ab sofort keine Steuermittel mehr für die Luca-App zur Corona-Kontaktnachverfolgung auszugeben. Wie der Bayerische Rundfunk aktuell berichtet, verwies die Vereinigung auf eine nicht abreißende Serie von Sicherheitsproblemen bei dem Luca-System. Luca ist eine Mobile App zur Datenbereitstellung für eine Kontaktpersonen-Nachverfolgung und für die Risikokontakt-Benachrichtigung im Rahmen einer Pandemie. Zuvor hatten Datenschutz-Aktivisten auf Schwachstellen bei den Luca-Schlüsselanhängern verwiesen, die für Menschen ohne Smartphone gedacht seien …

Zahlreiche Bundesländer setzen eigentlich auf die Luca-App – so auch seit wenigen Tagen nun Bayern. Das Luca-System soll eine direkte Anbindung an die von den Gesundheitsämtern genutzte Software SORMAS bieten. Persönliche Daten der Nutzer  seien für Gastgeber wie Restaurantbetreiber oder Veranstalter nicht einsehbar, hieß es von den Erfindern.

Die Nutzer hätten vor einem Restaurantbesuch oder vor Veranstaltungen schnell und einfach per Luca-App einchecken sollen. Ein QR–Code-Scan reiche dafür aus. Beim Verlassen des Restaurants oder der Veranstaltung müsste man dann nur wieder auschecken …

Quelle BR

 

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10 Kommentare zu “Bewegungs-Profil auslesbar?

  1. Ja, soviel zum Thema Datenschutz – außerdem geht es niemanden etwas an, was ich wo, wann, mit wem und wie lange tu.

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  2. Markus der Erste

    Traue keiner App!!

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  3. Mein Gott, wenigstens können wir anonym und datengeschützt sterben.

    Wenn es momentan halt nur mit Kontaktnachverfolgung möglich ist, etwas zu öffnen, dann von mir aus.

    Vor was habt ihr denn eigentlich alle Angst?
    Irgenwann wird es auch wieder ohne gehen, wenn das in der Pandemie aber der einzige Weg ist, dann her damit.

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    1. meiomei, wo er recht hat der Aso, da hat er recht!

      wenn wir heute zum lidl, Edeka, Aldi, Hagebau, usw.usw. gehen, fragt uns unser Handy 2 Minuten später, wie der Einkauf dort war und ob wir das richtige gefunden haben!!!??
      Alasooo, da ist auch jeder Schritt, auslesebar und wir kümmern uns nen Dreck darum, was da mit Unseren Daten passiert

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  4. Jeder der sein Smartphone normal benutzt ist sowieso schon Gläsern!
    Macht Euch mal nicht ins Hemd….. vor was habt Ihr den Angst?
    Hauptsache mit der App können viele, schnell wieder öffnen!

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  5. Alle von tuten und blasen keine Ahnung, aber über Sachen schimpfen die man nicht versteht..

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    1. Aber der Informatiker, der sich in der IT so gut auskennt, wie Arzthelferin in der Medizin.

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  6. Bitte informiert euch auch auf den Seiten des CCC. Da sind die Vorwürfe ausführlich beschrieben. Unter anderem wird dort kritisiert, dass die Luca-App auch für Dienste vorbereitet ist, die bezahlt werden müssen. Es wird mit Steuergeld eine parallel-Struktur zu Corona-Warn-App aufgebaut, die dem Betreiber später die Möglichkeit bietet Geld zu verdienen. Und das obwohl die Corona-Warn-App künftig ähnliche Funktionen haben soll als die jetzige Luca-App.

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  7. Genau das ist der Grund, warum wir in diesem Land im Allgemeinen mit der Digitalisierung nicht weiterkommen und im Speziellen bei Corona immer wieder steckenbleiben.

    Weil die lieben IT-Bedenkenträger alles zerreden, was in diese Richtung getan wird. Ich habe große Unternehmen damals bei der Einführung der EU-Datenschutzgrundverordnung beraten, wenn ich lese, wie immer so getan wird, als sei Datenschutz unverhandelbar, da stellt es mir die Nackenhaare auf (…)

    Auch beim Datenschutz gibt es wie bei jedem anderen Gesetz auch Interessensabwägungen (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO).
    Und im Falle einer weltweiten Pandemie kommt man ziemlich schnell zu dem Schluss, dass uneingeschränkter Datenschutz in Krisenzeiten vielleicht einfach mal nicht durchsetzbar ist, wenn dafür Menschen sterben und die Wirtschaft den Bach runter geht.

    Aber das ist leider immer so, die wahren Bremser sind die in der Parallelwelt lebenden Nerds, weil immer alles zu 110% funktionieren muss, sonst machen wir das lieber nicht…einfach mal machen, nicht immer Bedenken äußern, lieber CCC und Konsorten!

    Oder macht doch alternativ selber einmal etwas Produktives, statt nur rumzunerden und andere Apps schlechtzumachen, wie wäre es damit!?

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    1. Wenn ich mich nicht täusche, dann war der CCC auch bei der Entwicklung der Corona-Warn-App mit eingebunden. Also so unnütz/untätig wie Sie meinen ist der CCC auch wieder nicht. Die App ist ja – was den Datenschutz angeht – gut. Dass die Optik nicht sexy und die Verbreitung eher mau ist, dafür kann der Club ja erstmal nichts.

      Einer der Kritikpunkte ist ja, dass der Betreiber die Check-In Daten auslesen, in diese eingreifen und auch löschen kann.
      Des weiteren funktioniert angeblich die Validierung des Nutzeraccounts nicht zuverlässig, so dass Fake-Profile einfach anzulegen sind.

      Es ist schon nicht verkehrt, wenn es da eine außer-staatliche Organisation gibt, die zur rechten Zeit den Finger in die Wunde legt.

      Ich bin der Meinung, dass wenn man etwas macht, es auch gleich richtig machen kann. Klar haben Sie recht, dass man oft zu sorglos mit seinen Daten umgeht. Aber deshalb muss man nicht alles gutheißen, was gemacht wird.

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