Bewegte Zeiten, solide Bilanz

Sparkasse Wasserburg blickt auf ein überdurchschnittlich gutes Jahr zurück

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Bereits seit 18 Jahren ist er mit dabei, wenn es um die Präsentation der Bilanz der Sparkasse Wasserburg geht. Doch heuer war es für Peter Schwertberger dennoch etwas Neues. Erstmals legte er nicht nur als Vorstand, sondern als dessen Vorsitzender das umfangreiche Zahlenmaterial zum vergangenen Geschäftsjahr 2017 auf den Tisch. Sein erstes Resümee als neuer Sparkassen-Chef: „Unser positives Umfeld und die langjährige Bindung der Kunden an unser Haus sind und bleiben der Schlüssel zum Erfolg.“ Schwertberger zur Seite standen Vorstand Mischa Schubert (rechts) und Marketing-Chef Robert Minigshofer. 

Die wichtigsten Zahlen zeigte Schwertberger gleich zu Beginn des Jahres-Pressegesprächs auf. Und die sind allesamt positiv: Gut acht Prozent Steigerung bei der Bilanzsumme (von 1,05 Milliarden Euro in 2016 auf 1,15 Milliarden in 2017), sogar neun Prozent bei den Gesamteinlagen (von 810 auf 884 Millionen) und ebenfalls gute acht Prozent bei den Gesamtausleihungen (von 652 auf 705 Millionen Euro) waren zu verbuchen.

Das größte Pfund, mit dem die Sparkasse wuchern kann: Das Eigenkapital von 147 Millionen Euro, was einer Quote von 22 Prozent entspricht. Gefordert sind bei den Banken lediglich acht Prozent.

Schwertberger: „Das ist eine hervorragende Ausgangsposition für Zeiten, die sicher nicht einfacher werden. Und diese gute Ausgangslage brauchen wir auch, um unsere Selbstständigkeit nachhaltig zu sichern.“ Schwertberger versprach: „Das Geld unserer Kunden ist bei uns absolut sicher. Wir machen nur Geschäfte, die wir auch beurteilen können.“

Erfreuliche Zahlen konnte Vorstand Mischa Schubert zum Kreditgeschäft präsentieren. Auch, wenn beim Wohnungsbau das Geschäft um sieben Millionen von 74 auf 67 Millionen Euro zurückging, konnte das Gesamtdarlehensgeschäft von 137 auf 150 Millionen ausgeweitet werden. Schubert: „Auch in diesem Bereich sind wir stark aufgestellt. Wir profitieren von einem starken gewerblichen Geschäft.“

Von einer „historischen Weiterentwicklung“ sprach Schubert im Zusammenhang mit dem Wertpapier-Geschäft. „Wir sind die wertpapierstärkste Sparkasse in ganz Bayern“, konnte er stolz verkünden. Auch 2017 habe man starken Zuwachs verzeichnen können, so der Vorstand. Was sich übrigens auch für das Bausparen und die Versicherungen der Sparkasse sagen lässt. „Wenn auch die Lebensversicherungen etwas in Verruf geraten sind, so schaut es doch beim Versicherungsgeschäft insgesamt recht positiv aus“, ergänzte Schwertberger.

Weiterhin schwierig gestalte sich das Immobiliengeschäft. Der Vorstandsvorsitzende: „Früher ging es ums Können im Verkauf, heute geht’s ums Können im Ankauf. Der Markt ist wie leergefegt.“ Die Sparkasse fühle sich beiden Seiten verpflichtet: „Wir müssen und werden uns auch weiterhin um das Wohl der Käufer und um das der Verkäufer kümmern.“ In Wasserburg herrsche nach wie vor eine riesige Nachfrage nach Immobilien, was die Preise in die Höhe treibt. Schwertberger fürchtet gar eine „Preis-Explosion“, sollte die Stadt irgendwann ans Münchner S-Bahn-Netz angeschlossen werden.

 

Ausbildung wird großgeschrieben

Zehn neue Auszubildende will die Sparkasse heuer einstellen. Drei mehr, als noch im vergangenen Jahr. „Ein Signal an die Region, dass wir von unserem Nachwuchs überzeugt sind“, so Schwertberger. „Unsere Mitarbeiter sind unser Kapital.“ 224 davon arbeiten in den insgesamt 21 Geschäftsstellen in Stadt und Altlandkreis Wasserburg – als Firmenkundenberater, Vermögensberater, im Immobiliencenter oder im Versicherungsbüro.

 

Für den gesamten Online-Bereich ist bei der Sparkasse Wasserburg seit Jahren Robert Minigshofer zuständig. Er zeigte beim Bilanz-Pressegespräch auf, dass immer mehr Kunden das Online-Banking nutzen. „Mittlerweile sind es bereits 48 Prozent.“ Minigshofer ging dabei auch auf die neue Internet-Präsenz der Sparkasse ein, auf den steigenden Zuspruch beim „paydirect“ und auf die einfache Bezahlung von Handy zu Handy. „Ein Quantensprung beim Onlinebanking“, wie Peter Schwertberger zusammenfasste.

 

 

250.000 Euro für das Gemeinwohl

Wie sehr die Sparkasse Wasserburg mit Land und Leuten verbunden ist, zeigt sich beim vielfältigen Sponsoring. Rund eine Viertelmillion Euro flossen an Vereine und Institutionen in Stadt und Altlandkreis. Schwertberger nannte da zu allererst die Kultur- und Sozialstiftung der Sparkasse, die auch demnächst wieder stattliche Beträge an die heimischen Ehrenamtlichen ausschütten werden. „Doch die Sparkasse hilft nicht nur finanziell, sondern auch personell. Viele von unseren Mitarbeitern sind ehrenamtlich engagiert. Wir fordern das nicht, aber wir fördern das und dieses Engagement freut uns wirklich.“ Das Ehrenamt bei der Sparkasse habe ein Gesicht: „Ich weiß nicht, in wie vielen Vereinen sich Wolfgang Helmdach seit Jahrzehnten engagiert“, lobte er den Personalchef der Sparkasse, der dieser Tage in den Ruhestand verabschiedet worden war.

Und wie geht es mit der Sparkasse weiter? Auf jeden Fall positiv, wie die beiden Vorstände versicherten. „Wir haben bei uns nahezu Vollbeschäftigung, den Unternehmen geht es gut. Das sind wichtige Rahmenbedingungen für uns, die uns zuversichtlich stimmen. Wir werden auch 2018 sehr gut unterwegs sein“, versicherte Peter Schwertberger. HC

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