Betreff: Corona

Pressemitteilung des Landratsamtes nun auch am heutigen Sonntag zum morgigen Schulstart

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Nun gibt das Landratsamt Rosenheim am heutigen Sonntagvormittag nachfolgende Pressemitteilung heraus zum Schulbeginn in Bezug auf die Corona-Situation – worüber wir von der Wasserburger Stimme ja bereits gestern ausführlich berichtet haben. Neu ist, dass nun explizit auch allen Lehrkräften, die in den Faschingsferien in Italien waren – in der Region Lombardei oder in der Provinz Padua der Region Venetien – geraten werde, in diesen Fällen zuhause zu bleiben. Egal, ob man erkrankt sei oder nicht. Das alles gelte natürlich auch für Kinder in Kindertages-Einrichtungen und deren Betreuerinnen und Betreuer.

Seit gestern ist offiziell bekannt, dass es auch in Oberbayern drei Neuinfizierte gibt, aber die genauen Örtlichkeiten wurden vom Bayerischen Gesundheitsamt bis jetzt nicht bekannt gegeben (Stand Sonntagmittag, 1. März – 11.30 Uhr)!

Auch wurde bislang nichts mehr dazu bekannt gegeben, was aus dem Verdachtsfall einer Pflegekraft aus dem Landkreis Rosenheim geworden ist (Stephanskirchen), die ausgerechnet in einer Intensivstation einer Klinik tätig war. Obwohl es geheißen hatte, man erfahre Näheres bereits gestern – wir berichteten.

Am gestrigen Samstag hatte das Ministerium mitgeteilt, dass drei weitere Patienten positiv getestet worden seien. Es handele sich um Patienten aus Oberbayern.

Details dazu sollen nun erst am heutigen Sonntag erfolgen … Aktuell gebe es nach Angaben des Ministeriums damit insgesamt vier akute Krankheitsfälle im Freistaat Bayern.

Am Donnerstag war bereits ein neuer Fall in Mittelfranken bekannt geworden. Der Mann wird im Universitätsklinikum Erlangen stationär behandelt. Er hatte in Deutschland Kontakt mit einem Italiener, der nach seiner Rückkehr nach Italien positiv getestet worden war, hieß es.

Vor Tagen hatte es schon 14 positiv getestete Covid-19-Patienten in Bayern gegeben. Alle standen im Zusammenhang mit dem Autozulieferer Webasto aus Gauting-Stockdorf. Der letzte dieser Coronavirus-Patienten war vor kurzem auskuriert aus dem Krankenhaus entlassen worden!

In ganz Deutschland gibt es nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) inzwischen aktuell 117 bestätigte Fälle einer Coronavirus-Infektion – Stand Sonntagmittag.

Abgesagt wurde derweil das Jugendparlament der Alpenkonvention in Rosenheim. Das teilten die Organisatoren jetzt mit. Es sollte Mitte März am Karolinen-Gymnasium stattfinden. Das Jugendparlament der Alpenkonventionen ist Parlamentssimulation in Anlehnung an das Europäische Jugendparlament mit dem thematischen Hintergrund der Alpenkonvention. Schüler aus Österreich, Schweiz, Italien, Slowenien, Frankreich, Liechtenstein und Deutschland nehmen eigentlich teil. Das Parlament wird jedes Jahr abwechselnd in einem anderen Land veranstaltet.

Bayerns Staatsministerin Melanie Huml für Gesundheit sagte zuletzt das …

Die Sicherheit der Menschen in Bayern steht für uns an erster Stelle. Um die Corona-Epidemie zu bekämpfen und unsere Bevölkerung bestmöglich zu schützen, haben wir einen Krisenstab eingerichtet. Dabei folgen wir den Empfehlungen führender Experten, Virologen und Ärzten. In der Sicherheitsstrategie stimmen wir uns eng mit dem Bund ab.

Und hier die am heutigen Sonntag verschickte Presseerklärung der Rosenheimer Landkreis-Behörde im Wortlaut …

Neuartiger Corona Virus zwingt zur Vorsicht!

Rückkehrer aus norditalienischen Risikogebieten sollen zu Hause bleiben

Das bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege rät Personen, die sich in den vergangenen 14 Tagen in einem Risikogebiet aufhielten, unnötige Kontakte zu vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben.

Der Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim, Dr. Wolfgang Hierl, schließt sich an und empfiehlt allen Schülerinnen und Schülern aber auch allen Lehrkräften am Montag nicht in die Schule zu gehen, wenn sie sich in den Faschingsferien in der Region Lombardei oder in der Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien aufhielten. Diese Empfehlung gilt selbstverständlich auch für Kinder in Kindertageseinrichtungen und deren Betreuerinnen und Betreuer.

Wenn zum Aufenthalt in einem Risikogebiet zudem Erkältungs- oder Grippesymptome auftreten wie Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen oder Durchfall müssen sich betroffene Personen beim Staatlichen Gesundheitsamt melden. Dr. Hierl rät hier auch dringend, vor dem Besuch des Hausarztes anzurufen und nicht ohne Voranmeldung in die Praxis zu gehen.

Ebenfalls umgehend das Staatliche Gesundheitsamt kontaktieren müssen Personen, die in den vergangenen 14 Tagen Kontakt mit einem bestätigtem COVID-19 Erkrankten hatten und zwar unabhängig von Krankheitssymptomen.

Diese Empfehlungen gelten nicht für Reisende, welche sich nicht in Risikogebieten aufhielten oder keinen Kontakt mit einem Menschen hatten, bei dem das neuartige Corona Virus nachgewiesen wurde.

Die Liste der Risikogebiete ist auf der Homepage des Robert Koch-Instituts zu finden. Aktuell umfasst sie neben den genannten Regionen in Norditalien, in China die Provinz Hubei (inkl. Stadt Wuhan) und die Städte Wenzhou, Hangzhou, Ningbo, Taizhou in der Provinz Zhejiang, im Iran die Provinz Ghom und in Südkorea die Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang).

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9 Kommentare zu “Betreff: Corona

  1. Ja klar sagen die noch nichts … die müssen ja erstmal überlegen, wie und was sie genau sagen … anstatt einfach mal die Wahrheit ….

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    1. Und Sie wissen die “Wahrheit”? Warum sagen SIE sie uns dann nicht?

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  2. @grsepp – das habe ich nie behauptet, aber wenn man auf ein Ergebnis seit Donnerstag wartet, bei einem Test der nur 3-5 std dauert und es jetzt schon fast 3 Tage sind, ist da doch etwas faul dran …

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  3. Altstadtbewohner

    Das denke ich auch, dass das Landratsamt bewusst etwas zurück hält. Die veräppeln uns doch alle.

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  4. Es ist auch nicht wirklich wichtig genau zu wissen wer erkrankt ist

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  5. Schon mal darüber nachgedacht, dass genau solche empfindlichen Daten zum Schutz der betroffenen Person und zur Vermeidung von Massenpanik nicht herausgegeben werden?!
    Und was dann, wenn bekannt wird, woher genau die Erkrankten stammen? Supermärkte leerkaufen? Sich mit Desinfektionsmittel und Mundschutz eindecken, die jetzt eigentlich dringend in den Kliniken benötigt werden und das nicht nur wegen des Coronavirus. Wollt ihr euch dann wochenlang in euren Häusern verschanzen und jeden anfeinden, der hustet oder Schnupfen hat?
    Ein jeder hat großen Respekt vor diesem neuartigen Virus, aber genau wie bei der jetzt ebenfalls grassierenden Influenza ist mit den Empfehlungen der Standardhygiene schon viel erreicht!
    Ich wünsche den Betroffenen gute Besserung und habe auch großen Respekt vor den Ärzten und Klinikpersonal, die jetzt auch großartiges leisten!!!

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  6. Das sind doch nur Spekulationen und Verschwörungstheorien.

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  7. Dann hätten sie von vornherein keine Angaben darüber veröffentlichen dürfen, erst Stephanskirchner in Verdacht – jetzt Infizierter – aber plötzlich darf man keine Ortsangabe machen wegen Datenschutz und Panikmache? Finde den Fehler! Da könnte man sich schon ein bisschen verarscht vorkommen.

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  8. @nachdenklicher…. zum ersten hilft der mundschutz nichts, nur wenn man selbst infiziert ist als schutz für andere … und neuartig ist der virus nicht, der ist schon jahrelang bekannt … und vor wem soll die person geschützt werden? Sie ist ja isoliert????

    Anmerkung d. Redaktion:

    Achtung: Dieser Virus ist sehr wohl NEU! Jetzt im Februar 2020 wurde das Virus – aufgrund der engen Verwandtschaft mit dem SARS-Virus – als SARS-CoV-2 benannt. Auslösen kann der Erreger eine schwere Lungenerkrankung (genannt Covid-19).
    Der Name ist auf das charakteristische, kranzförmige Aussehen der Coronaviren zurückzuführen (Lateinisch “corona”: Kranz, Krone). Coronaviren sind auch die Verursacher des Schweren Akuten Atemwegssyndroms (SARS) sowie von MERS, was für Middle East Respiratory Syndrome steht.

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