„Beschämende Vorfälle”

Vorsitzender des FC Bayern-Fanclubs „Roter Turm" Wasserburg nimmt Stellung

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Zum gestrigen Skandal-Spiel des FC Bayern München in Hoffenheim, bei dem die Partie wegen Hass-Transparenten in der Fan-Kurve des FC Bayern kurz vor dem Abbruch stand, nahm gestern Thomas Maier, Vorsitzender des FC Bayern-Fan-Clubs „Roter Turm” Wasserburg, Stellung: „Wir haben die Partie natürlich wie immer zusammen live verfolgt und sind ehrlich gesagt bestürzt. Wir distanzieren uns von den Vorkommnissen in Hoffenheim aufs Schärfste.”

Maier weiter: „Das Ausrollen der Hass-Banner in Hoffenheim ist beschämend. Hass und Feindseligkeit in jeder Hinsicht haben keinen Platz im Fußball und beschädigen nicht nur unseren geliebten FC Bayern, sondern den gesamten deutschen Fußball. Diese Personen, die sich im Deckmantel des Fans ins Stadion begeben, beschmutzen alles, für das wir als Fußballfans einstehen.”

Der Deutsche Fußball stehe seit Jahren für Toleranz und Integration. „Wir hoffen, dass nun alle möglichen Schritte ergriffen werden, diese Personen zur Rechenschaft zu ziehen. Jeder, der ein solches oder ähnliches Gedankengut pflegt, sollte nie wieder ein Deutsches Stadion besuchen dürfen.”

Die Spieler beider Mannschaften sowie deren Vereinsführung hätten durch den Streik am Ende des Spiels gezeigt, dass ein solches Verhalten unter keinen Umständen tolerierbar sei und auch nicht akzeptiert werde. „Einem solchem Streik wird sich auch der FC Bayern-Fanclub Wasserburg unterziehen, sollten sich solche Vorfälle in den Reihen der eigenen Bayern Fans wiederholen.”

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5 Kommentare zu “„Beschämende Vorfälle”

  1. Der Aktion der beiden Mannschaften knapp eine Viertelstunde vor Spielende kann man mit Vorbehalten zustimmen. Richtig und ein klares Zeichen wäre aber ein sofortiger Spielabbruch gewesen. Dem hätte der FC Bayern wahrscheinlich nur bei einem Spiel-Rückstand zu diesem Zeitpunkt zugestimmt. Das “Gekicke” zum Schluss war sicher nicht der Weisheit letzter Schluss.
    Helmut Maier

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  2. Warum gehen da die Ordner oder die Polizei nicht in den Block und holen die Chaoten sofort raus mitsamt dem Plakat?

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  3. Grundsätzlich finde ich die Aktionen der Spieler vollkommen in Ordnung und richtig.

    Für mich bleibt jedoch die Frage offen, warum erst JETZT so energisch reagiert wurde.

    Vor Wochen als Affenrufe über deutsche Plätze gingen und dies als klar rassistischer Vorfall gewertet wurde, gab es nicht im Ansatz solche Aufschreie,
    jetzt geht es um das Machwerk eines Milliadärs – da geht das sofort in eine ganz andere Richtung,

    Also Affenlaute, Beschimpfungen gegen Schwule und Frauen etc ist scheinbar ned so schlimm, aber einen Milliadäre dann einen “Hurensohn” zu nennen, das geht gar ned.
    Ich finde Beides geht gar ned, aber es herrscht da schon ein Ungleichgewicht.
    Das find ich echt schade!

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  4. Sehr geehrter Herr “Besucher”,

    klar ist beides, sowohl Rassismus als auch die Hetze auf einen Milliardär, aufs Außerste zu verurteilen.

    Doch mir drängen sich da ein paar Fragen auf:
    Haben Sie nicht die Vorkommnisse in Münster mitbekommen? Als ein ganzes Stadion gegen Nazis aufgestanden ist?
    Haben Sie es nicht mitbekommen, als in der Bundesliga in Spielen die Schweigeminute gestört wurde und das ganze Stadion dagegen aufstand.
    Haben Sie es nicht mitbekommen, als beim letzten Europacupspiel der Eintracht sich die Fans von RB Salzburg gegen Rassismus mit den Fans der Frankfurt solidarisierten?
    Haben Sie nicht mitbekommen, dass sich was tut im Fußball? Die oben genannten Punkte machen Hoffnung! Hoffnung, dass der Fußball – eines der letzten gemeinsamen Lagerfeuer unserer Gesellschaft – nicht verkommt und von wenigen Rassisten und anderen Radikalen in Beschlag genommen wird!

    Ihr (nicht anonymer) Franz Baierl

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  5. Franz hat recht

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