Benefiz-Lauf fürs Projekt Pakistan

Wasserburger Sportpark Fit&Fun hilft - Ein Porträt

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Seit eineinhalb Jahren leben etwa 40 Pakistani im Alter von 19 bis 42 Jahren im Modul in der Krankenhausstraße in Wasserburg (wir berichteten). Man sieht sie gelegentlich in der Stadt, unterwegs zum Sprachkurs, oder beim „Hotspot“ im Touristenbüro, über die Handys gebeugt, Knopf im Ohr und redend mit Zuhause vielleicht oder mit Freunden und Angehörigen, irgendwo … Helfen will nun das Fit&Fun in Wasserburg – am Sonntag, 30. April, findet ein großer Benefiz-Lauf statt. Ein Porträt des Asyl-Projekts Pakistan …

Am Anfang wurden die Männer von einer großen Gruppe Helfer betreut, die bei der Einrichtung der beiden Gemeinschaftsküchen auf den Stockwerken halfen, beim Entziffern der Briefe vom Amt in der für die Neuankömmlinge noch unverständlichen Sprache, bei Behördengängen und – neben den Kursen der VHS – beim Deutschlernen.

Nach einigen Monaten fanden einige der jungen Männer Arbeit in Münchner Hotelküchen und als Reinigungskräfte in Hotels – froh, selbst für ihr Auskommen sorgen, Steuern zahlen zu können und nicht vom Deutschen Staat ‚ausgehalten‘ zu werden. Andere besuchten die Berufsschule, wieder andere konnten die ersten Zertifikate über den erfolgreichen Besuch der Sprachkurse bei der VHS entgegen nehmen.

Andere fielen in dem verordneten Warten auf den Asylbescheid in eine Lethargie, von Psychologen die „Depression der zweiten Phase“ genannt, andere suchten den Ausgleich und das Vergnügen bei Cricket-Turnieren mit Asylbewerbern aus Raubling und wieder andere entdeckten den Alkohol. Es kam zu heftigen Konflikten untereinander und mit den Helfern, die immer weniger wurden, enttäuscht vom langwierigen „Hin und Her“ und „Vor und Zurück“ bei dem Versuch der Integration.

Inzwischen ist noch eine Hand voll Helfer übrig – mit gutem Kontakt zu den Pakistani.
Diese bemühen sich mit aller Kraft, sich zu integrieren: Deutsch zu lernen, eigenes Geld zu verdienen, um die Anerkennung ihrer Arbeitgeber zu kämpfen, einen Ausbildungsplatz zu finden und Kontakte zu Einheimischen aufzubauen. Mittlerweile hat sich eine gute Gemeinschaft im Modul entwickelt. Sie möchten sich ein neues Leben in Deutschland aufbauen.
Sie haben Angst, fast schon Panik – vor einer Rückkehr, weil sich in Pakistan die Terroranschläge und Drohnenangriffe sowie tägliche Gewalt und Korruption häufen.
Asylbewerber in Arbeit zahlen Steuern und Sozialabgaben, kommen selbst für ihren Lebensunterhalt auf und entlasten dadurch den Staat und den Steuerzahler.

Die Asylhelferinnen stecken viel Zeit in diese Menschen, die allen mittlerweile sehr ans Herz gewachsen sind!

Das Fit&Fun in Wasserburg will helfen – mit seinem Benefiz-Lauf!

Am Sonntag, 30. April, haben Läufer und Walker und all diejenigen, die es noch werden möchten, die Möglichkeit, gemeinsam in den Frühling zu laufen. Der Sportpark Fit&Fun lädt zum 3. Fit&Fun Benefiz-Lauf ein. Er steht heuer wieder unter dem Motto „Laufen mit Freunden“. Schirmherrin ist Gertraud Rottenwaller vom Patenprojekt Asyl, die die rund 40 pakistanischen Flüchtlinge am Krankenhaus betreut.

Gestartet wird, bei einfachen Streckenprofilen mit Fünf- und Zehn-Kilometer-Runden, zwischen 9 und 11 Uhr (kein Massenstart).

Die Startgebühr beträgt acht Euro und der gesamte Erlös des Laufes kommt dem Patenprojekt zugute. Der Start für den Kinderlauf (1 km für Kinder von 4 – 10 Jahren) ist um 10 Uhr.

Die Spenden, die das Projekt über den Fit & Fun Lauf erhält, werden für die Deutschkurse an der VHS, die die Asylbewerber mittlerweile selber bezahlen müssen, verwendet. Sollte darüber hinaus noch etwas Geld übrig bleiben, wird dieses für ihren geliebten Volkssport Cricket investiert.

gr

 

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7 Gedanken zu „Benefiz-Lauf fürs Projekt Pakistan

  1. Nur noch 5 Asylhelfer?
    Wieso?
    Demnach hatten die Skeptiker doch Recht.

    Nach 1 1/2 Jahren noch immer nicht in Lohn und Brot?
    Nach 1 1/2 Jahren immer noch Leben auf Steuerzahlers Kosten?

    Wurden nicht immer gesagt, es kommen Fachkräfte?
    Fachkräfte die Deutschland dringend braucht?

    Finde den Fehler.

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    1. Host Angst um dein Hab und Gut, Andi! Frage: Bist aus Bomsham, do kennt ma des Phänomen.

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    2. Der Fehler steckt im „n“ von „wurden“, statt „kommen“ wäre ein Konjunktiv eleganter!

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  2. „Nur noch 5 Asylhelfer?” Ersten Fehler von Andi gefunden: „eine Hand voll” bedeutet nicht exakt 5, sonst könnte man ja gleich „fünf” sagen.
    „Demnach hatten die Skeptiker doch Recht.” Welche Skeptiker?
    „Nach 1 1/2 Jahren noch immer nicht in Lohn und Brot?” Ja, vielen Flüchtlingen wird keine Arbeitsgenehmigung erteilt, damit Ressentiments angeheizt werden.
    „Nach 1 1/2 Jahren immer noch Leben auf Steuerzahlers Kosten?” Siehe vorherige Antwort.
    „Wurden nicht immer gesagt, es kommen Fachkräfte?” Nein. Zweiten Fehler von Andi gefunden,
    2Fachkräfte die Deutschland dringend braucht?” Auch das wurde nicht immer gesagt. Dritten Fehler von Andi gefunden.
    „Finde den Fehler.” Hier ist der Singular falsch, denn drei Fehler erfordern den Plural. Also waren es insgesamt mindestens vier Fehler, die Sie in ihrem Text mehr schlecht als recht versteckt haben. Krieg ich eine Belohnung?

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    1. Ja Herr Huber,
      Sie dürfen sich ein Blümchen ins Heft malen.

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      1. Und Sie sich ein Hakenkreuz!

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      2. Danke, aber eigentlich erhoffte ich eine Belohnung vom Rätselsteller andi. Das nächste Rätsel bitte etwas schwerer machen!

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