Beim Verein: Wie ist das mit der Steuer?

Wasserburger Steuerexperte Martin Reiss gibt wichtige Tipps - Teil 10

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In Bayern gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher eingetragener Vereine. Angefangen bei Sportvereinen, Brauchtums- und Kunstvereinen bis hin zu freiwilligen Feuerwehren. „Doch egal, welchen Zweck ein Verein verfolgt, aus steuerrechtlicher Sicht unterscheidet man zunächst einmal zwischen gemeinnützigen und nicht gemeinnützigen Vereinen“, sagt Martin Reiss von der gleichnamigen Kanzlei in Wasserburg. Hier sein nächster Steuertipp:

Der Experte: „Gemeinnützige Vereine kommen in den Genuss zahlreicher Vorteile. Zum einen profitieren sie von einer teilweisen Befreiung von der Körperschaft- und Gewerbesteuer. Hinzu kommt eine weitgehende Befreiung von der Erbschaft- und Schenkungsteuer sowie Begünstigungen bei der Umsatzsteuer.“

Reiss weiter: „Um vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt zu werden gilt es bestimmte Kriterien zu erfüllen und einige Vorschriften zu beachten. Gemeinnützige Vereine müssen das Ziel verfolgen das Gemeinwohl zu fördern. Dieses Ziel muss klar definiert sein und in der Vereinssatzung festgehalten werden. Bei der Erstellung der Satzung ist höchste Vorsicht geboten, denn fehlende oder falsche Formulierungen können bereits ein Grund dafür sein als nicht gemeinnützig eingestuft zu werden.“

Der Steierfachmann: „Wenn die Gemeinnützigkeit einmal vom Finanzamt bescheinigt wurde bedeutet dies jedoch nicht, dass diese nun für immer bestehen bleibt. Es muss laufen darauf geachtet werden, dass Satzungsänderungen korrekt vorgenommen werden. Außerdem ist genauestens auf eine korrekte Geschäftsführung und Mittelverwendung zu achten, um die Gemeinnützigkeit nicht zu gefährden.“

„Es ist ratsam sich von Anfang an einen Steuerberater zu wenden um sich beraten und unterstützen zu lassen. Gerne helfen wir bei der Erstellung Ihrer Satzung sowie bei allen anfallenden Erklärungen und Meldungen.“

Reiss: „Eine weitere Besonderheit in der Vereinsbesteuerung betrifft die vielen ehrenamtlichen Helfer, die sich tagtäglich engagiert am Vereinsleben beteiligen. Für die freiwillige Mitarbeit im Verein dürfen Helfer steuer- und sozialversicherungsfrei eine Ehrenamtspauschale in Höhe von bis zu 720 Euro oder eine Übungsleiterpauschale von bis zu 2.400 Euro erhalten. Die Ehrenamtspauschale steht beispielsweise Mitarbeitern in Altenheimen oder Behindertenwerkstätten zu. Die Übungsleiterpauschale kann man geltend machen, wenn man sich als Ausbilder, Trainer oder Übungsleiter engagiert.“

Der Experte: „Voraussetzung hierfür ist, dass die Tätigkeit nebenberuflich und ehrenamtlich ausgeübt wird. Hauptberuf muss jedoch keine bezahlte Arbeit sein. Auch Hausfrauen, Studenten oder Arbeitslose können von den Pauschalen profitieren. Zusätzlich Steuern sparen kann, wer im Rahmen seiner ehrenamtlichen Tätigkeit Fahrtkosten oder andere Aufwendungen selbst trägt. Diese Aufwendungen können, soweit sie die steuerfreien Einnahmen übersteigen, in der Einkommensteuererklärung als Werbungskosten angesetzt werden. Gerne unterstützen wir Sie auch dahingehend. Melden Sie sich einfach bei uns um einen Termin zu vereinbaren.“

 

Direkt-Kontakt:

Steuerberaterkanzlei Reiss

Neustraße 4-6
83512 Wasserburg am Inn

​Telefon/Telefax
08071/93100
08071-93101

​E-Mail: Kanzlei@Reiss-Steuerberater.de

 

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