Beim Radlfahren holpert es noch

Bauausschuss der Stadt befasst sich mit Radwegenetz und Antrag der Grünen

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Mit einem Antrag der Grünen hatte sich der Bauausschuss der Stadt bei seiner jüngsten Sitzung zu befassen. Es ging um den Ausbau und die Optimierung des Radwegenetzes in und um Wasserburg herum. Die Grünen hätten gerne ein Planungsbüro damit beauftragt. „Wir haben im Kreistag gesehen, was so ein Planer mit seiner Außenansicht alles an Ideen und Lösungen in Sachen Radwege einbringen kann. Wir waren beeindruckt”, sagte Stadt- und Kreisrat Christian Stadler. Seine Stadtratskollegen konnte er allerdings davon nicht überzeugen. Der Bauausschuss lehnte mehrheitlich einen Auftrag an ein Planungsbüro ab. Mit einer Ausnahme.

Stadler monierte bei der Sitzung, dass sich seit zwölf Jahren in Sachen Radwegenetz in Wasserburg nichts Konkretes bewegt habe.  „Unsere Verbesserungsvorschläge landen allesamt regelmäßig in der Schublade. Radwege haben in Wasserburg null Priorität.”

Das sah Bürgermeister Michael Kölbl allerdings anders. Es gebe zwar tatsächlich Verbesserungsbedarf, „aber wir sind dran. Bei den Planungen zum Radwegenetz im Landkreis haben wir uns stark eingebracht.” Die Stadtverwaltung habe zahlreiche Vorschläge erarbeitet, wie man Lücken bei den Radlwegen schließen könne.

Zu den Problemstellen innerhalb des Stadtgebietes nahm anschließend Andreas Hiebl von der Verwaltung Stellung. „Natürlich sollten wir für die Engstellen am Brucktor und die radwegefreien Teile der Salzburger Straße bis hinauf zum Edeka-Markt Singer Lösungen finden. Allerdings ist in diesem Bereich das Staatliche Bauamt zuständig, da es sich um eine Staatsstraße handelt.” Weitere Problemstellen machte Hiebl für Reitmehring aus. „Dort hängt die Lösung der meisten Schwachstellen aber vom geplanten Ausbau der B304 und von der Auflösung des beschrankten Bahnübergangs ab.”  Ein Großprojekt, dessen Realisierung in den Sternen steht (wir berichteten).

Der Bürgermeister abschließend: „Das Konzept, an dem der Landkreis arbeitet, liefert uns jede Menge Motivation, auch innerhalb des Stadtgebiets aktiv zu werden. Allerdings brauchen wir da kein externes Planungsbüro, das uns nur wieder Geld kostet. Das schaffen wir auch  mit unserer Verwaltung.” Mit einer Ausnahme: „Für den Bereich Brucktor und Salzburger Straße sollten wir doch von einem Experten Lösungen erarbeiten lassen.”

Herrmann Budenhofer (Freie Wähler Reitmehring) schlug noch etwas anderes vor: „Wir sollten die Bürger ins Boot. Sie könnten uns Problemstellen melden.” Man werde auf dem Internetportal der Stadt dazu einen entsprechenden Aufruf mit einem Kontaktformular veröffentlichen, versprach Hiebl.

 

Der Bauausschuss lehnte den Antrag der Grünen ab, gab dann aber grünes Licht für weitere Planungen zum Radwegenetz, mit denen die Verwaltung beauftragt wurde. Für den Bereich zwischen Brucktor und Edeka-Singer soll ein externer Experte Lösungen erarbeiten.

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Ein Kommentar zu “Beim Radlfahren holpert es noch

  1. Die Idee, eine Brücke (nur für Radfahrer und Fußgänger) vom Burgerfeld über die Kapuzinerinsel zum alten Bahnhofstunnel zu bauen, finde ich genial und zukunftsweisend! Das löst auf einen Schlag die Fahrradprobleme entlang Penny-Einfahrt, Sparkasse/Bushaltestelle, Fahrbahnüberquerung und danach eine Ladung Abgase im Stau bis zum Brucktor.

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