Begegnungen im Museum

Wasserburg: Neue Sonderausstellung und neues Projekt Kulturwerkraum

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Spannende Begegnungen warten im Museum Wasserburg: In seiner neuen Sonderausstellung von Mitte Oktober bis Januar 2019 präsentiert das Museum den Maler Ludwig Weninger (1904 – 1945), dessen vergessener Nachlass im Jahr 1994 auf einem Dachboden in Wasserburg entdeckt worden war. Zudem lädt das Museum Wasserburg am Freitag, 19. Oktober, zu einem ganz speziellen Nachmittag mit interkulturellem Austausch ein. Das Thema des neuen Projekts Kulturwerkraum lautet: Bunte Welt der Muster …

Das Projekt Kulturwerkraum richtet sich an Menschen unterschiedlicher Herkunft und Sprache sowie alle Altersgruppen. Eindrucksvolle Exponate der Museen inspirieren zu eigenen Gestaltungen. Das gemeinsame Erleben und der Austausch stehen bei diesen Programmen im Mittelpunkt.

Erfolgreiche Integration ist keine leichte Aufgabe. Deswegen lädt das Museum
Wasserburg zu einem ganz speziellen Nachmittag mit interkulturellem Austausch
im Museum ein: den KulturWerkRaum.

Das Projekt KulturWerkRaum richtet sich an alle Menschen in Wasserburg und Umgebung – mit und ohne Migrationshintergrund.

Weder „die Einheimischen“, noch „die Migranten“ sind einheitliche Gruppen, jeder bringt eigene Geschichten, eigene Erfahrungen und eigene Anschauungen mit ins Museum. Der KulturWerkRaum möchte mit Hilfe einiger spannender und interessanter Museumsobjekte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem Dialog anregen. Das gegenseitige Kennenlernen und Verstehen steht hierbei im Vordergrund.

Der interkulturelle Workshop knüpft dabei nicht nur Kontakte zwischen Einheimischen und Migranten, sondern auch zwischen Migrantinnen und Migranten untereinander. Ziel ist es, offen und auf Augenhöhe auf Zugewanderte zuzugehen, sich für sie und ihre Lebensgeschichte und Kultur zu interessieren und ihnen gleichzeitig möglichst viele Zugangsmöglichkeiten zur hiesigen Gesellschaft zu eröffnen.

Integration ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, weswegen das Museumspädagogische Zentrum München und die Stiftung Wertebündnis Bayern dieses spezielle Format aufgesetzt hat und in Zusammenarbeit mit den Einrichtungen vor Ort durchführt.

Es wartet eine spannende Zeit mit vielen Begegnungen im Museum Wasserburg.

Für Familien mit Kindern ab sieben Jahren, Jugendliche, junge Erwachsene, Erwachsene, Senioren.

Anmeldung unter heimatmuseum@stadt.wasserburg.de oder 08071/925290

Mo – Do 9 bis 16 Uhr, Fr 9 bis 12 Uhr

Teilnahme und Eintritt sind kostenfrei!

Offene Termine

Freitag 19. Oktober 14:30 Uhr

Freitag 16. November 14:30 Uhr

Freitag 14. Dezember 14:30 Uhr

Auch Termine nach Vereinbarung möglich!

Schulklassen sind ebenfalls herzlich willkommen!

Information unter www.museum.wasserburg.de

Die Sonderausstellung mit Werken des Malers Ludwig Weninger, der nur 41 Jahre alt wurde:

Expressionismus, Kubismus, Neue Sachlichkeit – viele Stile prägten die Kunst des Malers. Einen Querschnitt seines Schaffens zeigt das Museum in der Sonderausstellung, die am Mittwoch, 17. Oktober, beginnt und bis zum 6. Januar zu sehen sein wird.

Nach einer längeren Pause greift das Museum Wasserburg die Reihe „Wasserburger Maler der Vergangenheit“ wieder auf:

Ein Selbstbildnis ...

Ludwig Weninger, 1904 in Gunzenhausen geboren, war ein deutscher Maler der Neuen Sachlichkeit.

Er zog erst als junger Mann in den 1930er Jahren nach Wasserburg, ließ sich aber sofort von der Schönheit der Stadt und der Umgebung in den Bann ziehen. Der Kunstmaler fertigte zahlreiche Skizzen der Stadt, der Landschaft und der Umgebung an, die er anschließend in Öl umsetzte. Seine Werke, zu denen auch ausdrucksstarke Porträts, faszinierende Stillleben und anmutige Akte gehören, zeigen expressionistischen Ausdruckswillen mit neusachlicher Formenvereinfachung.

Der große Ruhm blieb Ludwig Weninger allerdings verwehrt, da seine Kunst in der NS-Zeit verboten war und er den Krieg nicht überlebt hat.

Das Museum Wasserburg zeigt in der Sonderausstellung eine Auswahl seiner Werke, die bis zu einem zufälligen Dachbodenfund als zerstört galten.

Im Rahmen der Ausstellung werden Führungen zum Leben und Werk des Ludwig Weninger angeboten.

Ausstellungsführungen:

Ludwig Weninger – (k)ein vergessener Maler in Wasserburg?

Neue Sachlichkeit, Expressionismus und Kubismus, diese Stile prägten die Kunst des Ludwig Weninger. Anhand zahlreicher Porträts, Aktskizzen, Bleistiftstudien und Wasserburger Stadtansichten kann die künstlerische Entwicklung des Künstlers nachvollzogen werden. Im Rahmen der abwechslungsreichen Führung werden diese Sachverhalte thematisiert und die unterschiedlichen Bilder vorgestellt.

Führungen am 21. Oktober und am 9. Dezember um 14.30 Uhr.

Ludwig Weninger aus Sicht seines „Pressesprechers“:

Seit Jochen Müller ein Bild des begabten Künstlers Ludwig Weninger erstanden hat, lässt ihn dessen Geschichte nicht mehr los. Seit vielen Jahren befasst sich der Journalist intensiv mit dem Künstler, besucht Archive, wertet persönliche Briefe aus und fährt auf dessen Spuren durch ganz Europa. In einer spannenden Führung wird der aktuelle Forschungsstand vorgestellt und die ausgestellten Werke in diesem Kontext eingeordnet.

Führungen am 18. November und am 6. Januar um 14.30 Uhr.

 

 

 

 

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