Bauvorhaben schreiten zügig voran

Wasserburger Stadtrat winkt Satzungs- und Auslegungsbeschlüsse durch

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Allesamt waren sie eingehend vorberaten und sind in ihren Grundzügen bereits auf den Weg gebracht: Zu sechs größeren Bebauungsplänen winkte der Wasserburger Stadtrat bei seiner gestrigen Sitzung ohne größere Diskussion so genannte Billigungs-, Auslegungs- oder Satzungsbeschlüsse durch. Formalien, für deren arbeitsintensive Vorbereitung das Bauamt Überstunden schieben musste, der Stadtrat wegen der soliden Vorbereitung dann nur 30 Minuten brauchte. Es ging um die Bebauungspläne „Am Herder“, in Gabersee, in der Burgau, in Staudham (Grafik) und am Osterholzweg.

So gab es bei der Abstimmung zum Bebauungsplan „Am Herder“, dort sollen zu zwei Hochhäusern ein paar zusätzliche Parkplätze sowie Mülltonnen- und Fahrradhäuschen entstehen, ebenso keine Gegenstimmen, wie für zwei Bauvorhaben in der nördlichen Burgau. Für beide Vorhaben wurde damit die öffentliche Auslegung auf den Weg gebracht.

In der nördlichen Burgau plant die Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises mehrere Wohngebäude. Deshalb war zur gestrigen Sitzung deren neuer Geschäftsführer, Karl Seidl, gekommen. Er legte unter anderem kurz den Zeitplan für die Maßnahme am Ringelnatzweg vor. Man werde, so Seidl, im September mit den Aushubarbeiten beginnen. „Wir hoffen, dass wir dann im kommenden Jahr fertig sind.“

Am Ringelnatzweg plant der Landkreis unter anderem sozialen Wohnungsbau. „Es soll auf jeden Fall Wohnraum im bezahlbaren Rahmen entstehen.“ Man habe bereits Anfragen vom Krankenhauspersonal und von Bediensteten des Landkreises.

Norbert Bourtesch (Bürgerforum) wollte von Seidl wissen, ob man vom Krankenhaus her eine Baustraße über offenes Gelände anlegen könne, um die Anwohner der nördlichen Burgau während der Baumaßnahme so wenig wie möglich durch Lkw-Verkehr zu belasten. Dazu Seidl: „Wir klären das. Dazu müssen natürlich die betroffenen Grundstückseigentümer zustimmen. Und es muss finanziell vertretbar sein.“

Eine kürzere Diskussion entspann sich auch zum Bebauungsplan „Staudham„. Dort plant die Edlinger Firma Schechtl ein neues Produktionsgebäude (wir berichteten). Dazu waren im Planverfahren mehrere Stellungnahmen eingegangen, unter anderem vom Bund Naturschutz, der den Lebensraum des Kiebitz auf dem angrenzenden Areal intensiver geschützt sehen will.

Der Bund Naturschutz kritisiert vor allem, dass es im Gegenzug für den Gewerbebau zu wenig Ausgleichsflächen gebe. Man sei in dieser Sache in engem Kontakt mit der unteren Naturschutzbehörde, so Bürgemeister Michael Kölbl. Falls dies nötig sei, müsse man eben außerhalb des betroffenen Areals weiter Ausgleichsflächen schaffen. Man werde von der Verwaltung her dafür sorgen, dass alle naturschutzrechtlichen Vorgaben erfüllt werden.

Christian Stadler (Grüne) kritisierte die seiner Meinung nach zu „schwammige Formulierung“ bei den Werbeanlagen an dem neuen Firmengebäude. „Natürlich ist das eine Maschinenbaufirma und keine Disco. Ich glaube auch, dass da eh nix Großes geplant ist. Dennoch würde ich das schon schriftlich festhalten, dass östlich zum Kiebitz-Areal hin keine beleuchtete Werbung angebracht werden darf.“

Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann versicherte, man werde sich nochmals eingehend mit der „Werbegeschichte“ beschäftigen und nach Möglichkeit solche Anlagen nach Osten hin ausschließen.

Ein besonderes Lob gab’s während der Sitzung für Helmut Schmid vom Bauamt, der sich das vergangene Wochenende um die Ohren geschlagen hatte, damit alle sechs Bebauungspläne weiter zügig auf den Weg gebracht werden können.  Bürgermeister: „Mit dem, was da geleistet wird, braucht sich unsere Verwaltung nicht verstecken.“

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4 Gedanken zu „Bauvorhaben schreiten zügig voran

  1. Immer dieser Bund Naturschutz…Langsam wird’s lächerlich!

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  2. Der Flächenverbrauch in Bayern beträgt derzeit 13,1 Hektar täglich. Das entspricht ca 18 Fußballfeldern jeden Tag. (Quelle:bayr. STUMV) und du findest die mahnende Stimme des BUND ist lächerlich?!

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      1. Ist keine Überraschung. Viele Leute wissen den Wert der Heimat nicht zu schätzen. Interessanterweise besonders viele selbsternannte „Heimatschützer“.

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