Bauernprotest bei Merkel-Besuch

Landwirte standen Spalier nach Prien hinein - Demos verliefen friedlich

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Bundeskanzlerin Angela Merkel war heute zu Besuch am Chiemsee (wir berichteten). Bayerns Ministerpräsident Söder hatte zu einer Sitzung seines Kabinetts auf Schloss Herrenchiemsee eingeladen. Die heimischen Bauern nutzten den Besuch für mehrere Protestaktionen. So machten sich die Landwirte beispielsweise mit einem Spalier aus Traktoren Luft gegen die aktuelle Agrarpolitik in Deutschland. Nach Polizeiangaben standen am Vormittag rund 300 Bulldogs entlang der Straße von der A8 (Merkel kam aus Salzburg) bis nach Prien. Fotos: Georg Barth

 

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21 Kommentare zu “Bauernprotest bei Merkel-Besuch

  1. Müssen die nichts arbeiten? Da heißt es immer „ohne uns geht es nicht“ und doch stehen alle immer parat wenn es etwas zu meckern gibt.

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    1. Zum Feierabendverkehr oder nachts dann….

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      1. Landwirt aus Leidenschaft

        Wir sind leider Wetter abhängig und können uns es leider nicht immer aussuchen. Auch beträgt unser Arbeitstag nicht acht Stunden und dann gehen wir in den Feierabend, wir sind für unser Tiere 365 Tage und 24 Stunden verantwortlich also auch Sonn und Feiertage.

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    2. Landwirt aus Leidenschaft

      Wir haben ja nur eine Abordnung geschickt und der Rest hat zuhause den Betrieb weitergeführt.

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  2. @ wasserburger….Ich möchte nicht sehen, wie Sie reagieren würden, wenn ihre Existenz auf dem Spiel steht…Sie würden das ja ohne mi und mäh so hinnehmen….

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    1. @Insider, die Bauern klagen schon so lang ich denken kann und das sind schon ein paar Jahre.
      Nach Ihrer Aussage müssten die schon längst alle pleite sein und am Hungertuch nagen.

      Mir kommen inzwischen die Tränen, aber Lachtränen.
      Die Bauern merken nicht mal, wie lächerlich und unglaubwürdig sie sich inzwischen gegenüber der restlichen Gesellschaft machen.

      Vielleicht sollten die Landwirte mal zusammenarbeiten und zwar richtig, statt sich nur selber Konkurrenz zu machen und zu meckern, wie gemein doch die Welt zu ihnen ist.

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  3. … wo waren gestern die ganz große Traktoren, die immer bei mir durch die Siedlung fahren.
    Auf allen Bildern sind nur meist alte und kleinere bis mittelgroße Traktoren zu sehen.
    Auch auf anderen Presseseiten.
    Da kommt schon der Gedanke auf, verstecken die Bauern ihre großen Fahrzeuge oder sind deren Angestellte währenddessen unterwegs?

    Ich finde es unverschämt, in dieser Zeit noch mehr zu fordern, wo andere ihren selbstfinanzierten (nicht subventionierten) Betrieb schließen müssen (siehe Maiers Flock, um den is ewig schod!!!)
    … and by the way, letztes Jahr wudren nur 50% der in Bayern produzierten Milch auch in Deutschland vekauft – der Rest ging ins Ausland …

    Kommentar v.d.Red. gekürzt.

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    1. Landwirt aus Leidenschaft

      Die waren zu hause und haben die Arbeit auf dem Feld erledigt.

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  4. Mei oh mei,die armen Bauern!
    Aber eine neue Halle nach der andern bauen!
    Mir reicht die ewige Jammerei!

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    1. Landwirt aus Leidenschaft

      Liebe Tini dann hoffe ich mal sie kaufen sich nie ein neues Auto, oder leisten sich ein neues Haus geschweige den einen neuen Computer oder Handy. Wir brauchen die Ställe um das Tierwohl zu erfüllen und um unser Arbeit zu erledigen. Leider enstehen dadurch nicht einiges an Schulden die erst einmal ab bezahlt werden müssen.

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      1. Tierwohl und Bauern, wie passt das zusammen? Schön wäre es, wenn es dem groß der Bauern auch darum ginge. Es gibt wenige Bauern, denen das Tierwohl wirklich am Herzen liegt. Es geht nur darum Auflagen zu erfüllen. Gibt es keine Auflagen, wird in die Ställe reingepresst was reingeht. Mir ist das konsumieren von Fleisch und Milchprodukten schon lange vergangen. Danke an all die Bauern, die verantwortungsvoll und mit Gefühl für Lebewesen ihre Arbeit tun. Ja, die gibt es wirklich.

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        1. Vollste Zustimmung. Für diese Plörre, die uns hier angeboten wird, will ich keinen cent mehr ausgeben. Das was Asien bei Mode, Spielwaren, Plastikprodukten oder Elektronik ist, ist Deutschland in Sachen Milch und Fleisch. Billigschrott zum Dumpingpreis, der selbst asiatische und afrikanische Niedriglöhner in Preis und Qualität unterbietet.

          Deutschland und Europa leistet so viel Qualitätsarbeit. Die Menschen sind bereit für Gutes mehr Geld zu bezahlen und Menschen weltweit kaufen Qualitätsprodukte Made in Germany lieber, als Schrott aus China zu einem Bruchteil des Preises, aber bei Milch scheint man das nicht verstanden zu haben, obwohl man konkurrenzlos ist.

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          1. Landwirt aus Leidenschaft

            Wissen Sie überhaut was wir für einen Standard haben der ist höher als in jedem anderen Europäischen Land. Wir haben die höchsten Auflagen und Hygiene Vorschriften die es gibt. Aber sicher das eingeführte Ware immer besser ist als die eigene.

  5. EinWasserburger

    @ Tini: und warum müssen die Bauern immer erweitern?
    Damit ihr alle euren riesigen Fleisch, Käse und Milchprodukte-Konsum (immer schön frisch im Kühlregal oder der gleichen) bekommt!

    Glaubt Ihr, die bauen das, weil ihnen langweilig ist? Oder dass die Hallen, Ställe oder Fahrsilos leer stehen?!
    Hinterfragt euch doch mal selber!

    Immer mehr Auflagen für die Bauern, aber Hauptsache billiges Fleisch und billige Milchprodukte liegen immer schön parat!

    Wenn mal was nicht im Regal steht, wird nur gemeckert…

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    1. Das hat was von Donald Trump. Erinnert mich irgendwie an die Aussage, dass man Waffengewalt nur durch noch mehr Waffen auf der richtigen Seite bekämpfen kann.

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    2. EinAndrerWasserburger

      Das ist nicht so gemeint, wie es da steht oder? Das wär schon eine atemberaubende Folgerung.

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  6. Glaube nicht, dass die Bauern am Hungertuch nagen, ausserdem kaufen wir nicht billiges Fleisch, sondern sowieso aus der Region!

    Trotzdem jammern die zuviel!

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    1. @Tini, Sie waren offenbar schon lange nicht mehr bei einem der großen discounter, Nicht nur jetzt (fürs Grillen) werden dort große Mengen Fleisch gekauft.
      Auch bei Bauernhöfen haben Sie vermutlich noch nie mitgearbeitet, sonst wüssten Sie, daß dort viel und schwer gearbeitet wird, seltenst in Urlaub gefahren oder geflogen wird und die Allerwenigsten im Reichtum schwimmen.

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  7. Die Tini musste anscheinend noch nie auf einen Bauernhof arbeiten, sonst würde sie nicht so JAMMERN über die Bauern ….

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    1. Tja, Augen auf bei der Berufswahl

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  8. Was haben früher die Bauern und Bäuerinnen leisten müssen. Da gab es keine Melkenlagen, das war noch schwere Arbeit die Milch in die Milchkammer zu tragen. Auf den Feldern brauchte man viele Leute, die das Heu zusammengerecht haben. Oder es mussten Heumännchen oder Schwedenreiter aufgestellt werden wenn es zu regnen begann. Das Heu einbringen war eine staubige, schwere Arbeit. Die Kühe bekamen frisches Gras und Heu das mit der Gabel in den Futterbarren gehieft wurde. Usw. Und heute? Was macht die Bäuerin? Sie braucht nicht mehr auf dem Feld arbeiten, oder mit der Hand füttern usw.. Alles nur noch maschinell und schnell. Ruckzuck ist ein Feld fertig. Mit ihren riesigen und lauten Fahrzeugen. Einmal ist es zu trocken, einmal zu nass, tja Gründe für Zuschüsse gibt es immer. Wenn jeder Selbständige dauernd protestieren würde, na danke. Jeder Selbständige hat Auflagen, kämpft gegen das Internet oder gegen Personalmangel. Jeder, zumindest viele kämpfen jetzt erst Recht um ihre Existenz.
    Eines muss ich aber auch sagen, dass das Sterben von kleinen Bauern und kleinen Geschäften mit der ganzen ” Geiz ist geil” Mentalität zu tun hat. Billigware will der Kunde egal in welcher Branche. Da seid ihr Landwirte nicht allein.

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