Basketball: Jetzt beginnt die heiße Phase

Damen-Team des TSV Wasserburg vor den Playoffs: Rückblick und Ausblick

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Egal, welchen Basketballer man trifft, bei allen ist die Antwort auf die Frage „Was ist die schönste Zeit der Saison?“ gleich: Die Playoff-Time natürlich. Acht Teams sind dabei und alle haben dasselbe Ziel: Deutscher Meister der Saison 2018/19 zu werden. Und das Beste: Alle Teams haben die gleichen Chancen, denn von nun an heißt es: Alles auf Anfang! Siege aus den vorherigen Spielen sind egal. Nur die Performance in den folgenden Spielen zählt. Und das gilt natürlich auch für die Wasserburgerinnen.

März. Man steht seit Tagen, Wochen, Monaten in der Halle und hat auf die kommende Zeit hingearbeitet. Tag ein – Tag aus. Korbleger, Ballhandling, eins gegen eins, fünf gegen fünf. „Das ist, wofür man lebt, warum man gerne tagtäglich in der Halle steht. Es ist einfach der beste, aufregendste und emotionalste Part der Saison, in dem alles möglich ist“, da sind sich Spielerinnen und Trainerinnen des TSV Wasserburg einig.

„Am Anfang der Saison lief es für uns teilweise sogar besser als erwartet, seit der Weihnachtspause hatten wir immer wieder ein Auf und Ab. Aber jetzt geht es von Neuem los. Jetzt zählt es und unser Ziel ist klar: Wir wollen die Meisterschaft!“, so Sidney Parsons, Head-Coach der Damen vom Inn.

In der ersten Runde wartet gleich Freiburg. Zwei Spiele – zwei knappe Siege für Wasserburg gab es bereits. „Freiburg spielt einfach, aber strukturiert, die Spielerinnen harmonieren sehr gut miteinander. Wir müssen über 40 Minuten 100 Prozent geben, wenn wir gewinnen wollen. Egal wie: Es werden zwei beziehungsweise eventuell drei sehr harte Spiele in der ersten Runde!“, so Laura Hebecker.

Aber die Wasserburgerinnen haben gute Chancen. „Wir sind auf allen Positionen sehr gut aufgestellt, alle Spielerinnen sind wieder genesen und harmonieren auf und neben dem Feld. Bei uns kann jeder 15 Punkte machen, wenn eine mal einen schlechten Tag hat, springt eine andere für sie ein und man motiviert sich gegenseitig. Auch „off the court“ machen wir viel miteinander. Wir haben echt eine coole Truppe, was nicht unbedingt selbstverständlich ist im Profi-Basketball”, sagt Jen Schlott.

Erfolg oder Niederlage – beides gibt es nur im Team. Am meisten in Erinnerung bleiben das Season-Opening in Keltern, als man eine Woche nach der Niederlage im Pokalspiel Keltern mit 20 Punkten besiegte und das Spiel zuhause gegen Marburg, welches nach einem spannenden Spiel mit 73:65 gewonnen werden konnte. „Die Atmosphäre gegen Marburg war richtig gut, es war laut, die Fans waren da, das pusht die Spieler dann noch einmal mehr. Auf beiden Seiten standen zudem viele deutsche Spielerinnen auf dem Feld – mittlerweile leider eine Seltenheit. Alles in allem war das Spiel eine wahnsinnig gute Werbung für den deutschen Damenbasketball“, so Co-Coach Corina Kollarovics.

„Wir haben endlich wieder einige deutsche Spielerinnen in unseren Reihen. Spielerinnen mit denen man sich wieder identifizieren kann. Zudem zwei Eigengewächse und mit Leonie Fiebich eine weitere junge deutsche Spielerin aus der Region. Unser neues Konzept funktioniert. Wir wollen in der Zukunft auch weiter daran arbeiten, wieder eigene Talente zu fördern und hervor zu bringen. Wir alle freuen uns aber nun erstmal auf die Playoffs und auf enge, hart umkämpfte Spiele!“, so Svenja Brunckhorst.

Jung und Alt greifen in einander. Erfahrungen werden ausgetauscht. Es ist egal woher man kommt. Alle eint die Liebe zum Basketball. Das ist alles was zählt. Das ist das Schöne an einem Teamsport, jede hat eine Rolle, egal ob Top-Scorer, Top-Rebounder, Energizer von der Bank, Kapitän oder Rookie. „Ich ließ es einfach auf mich zukommen. Es ist mein erstes Jahr im Ausland. Ich wusste nicht was mich erwartet. Aber hier macht es mir richtig Spaß. Wir haben alle Voraussetzungen, die es braucht, Meister zu werden. Jeder hat einen wichtigen Part im Team. Jetzt müssen wir nur noch all das aufs Spielfeld bringen und unsere beste Leistung zeigen in den verbleibenden Spielen“, sagt Ashley Williams.

Letzte Saison kam man ins Finale, musste sich da jedoch Keltern geschlagen geben. „Wir wollen Revanche – vor allem, sollten wir auf Keltern treffen. Wir haben gegen Herne gezeigt, dass wir durchaus das Zeug dazu haben, auf diesem hohen Niveau zu spielen. Egal gegen welche Teams wir spielen, wir wollen unser bestes zeigen und uns am Ende dann hoffentlich Deutscher Meister nennen“, so Sophie Perner.

Der Appell an die Fans:

„Aber dafür brauchen wir euch. Jeder Fan zählt! Egal ob jung oder alt. Klein oder groß. Selber spielend, Basketball-Mama oder Basketball-Papa oder einfach am Basketball interessiert. Es ist die schönste Zeit des Jahres. March Madness. Playoff-Time. Wir leben von und durch euren Applaus, euer Anfeuern, eure Anwesenheit. Es werden richtig spannende Spiele, wie die Saison bereits gezeigt hat. Nichts ist sicher. Es läuft anderes als erwartet. Wir können jede Unterstützung gebrauchen!“ 

MS

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