Bankhaus RSA auf Erfolgskurs

Überdurchschnittliche Zahlen, fünf Prozent Dividende, Satzungsänderungen und einstimmige Beschlüsse

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Bei ihrer Generalversammlung in Kalteneck bei Albaching beeindruckte die RSA-Bank mit überdurchschnittlichen Zahlen sowohl im Wachstum als auch im Ergebnis 2019. Neben den satzungsgemäßen Jahresberichten war die Umfirmierung in „Bankhaus RSA eG“ zentraler Inhalt der Versammlung. Vorstand Rinberger (links) betonte die Andersartigkeit der regionalen RSA-Bank:

„Wenn wir langfristig selbständig bleiben wollen, müssen wir uns von den anderen Banken unterscheiden. Wir können viele Entscheidungen anderer Regionalbanken nicht mehr nachvollziehen, deshalb möchten wir auch ganz bewusst unseren Firmennamen ändern“. „Wir wollen ebenso wenig Negativzinsen oder Verwahrentgelte für unsere Kunden einführen, als auch über Zweigstellenschließungen oder Reduzierung der Öffnungszeiten nachdenken. Telefon-Call-Center, Standardisierungen oder Serviceverschlechterungen kommen für unser Haus nicht in Betracht. Menschlichkeit, Kundenorientierung und individuelle Lösungen für unsere Kunden werden immer das Rückgrat der RSA-Bank ausmachen“, so Vorstandssprecher Rinberger. So gab es bei der Enthüllung des neuen Banknamens „Bankhaus RSA eG“ spontanen Applaus der Mitglieder.

Die Bilanzzahlen bezogen auf Wachstum und Ertrag, die Rinberger im weiteren Verlauf der Versammlung präsentierte, stellte die Mitgliederversammlung mehr als zufrieden. So konnte die Bilanzsumme im Jahr 2019 um über 11 Prozent gesteigert werden. Die Kredite und Einlagen sind um 7,4 beziehungsweise um 15,2 Prozent angestiegen.

Aufgrund des überdurchschnittlichen Ergebnisses konnte die Eigenkapitalzuführung dem starken Wachstum standhalten. Für die außergewöhnliche Vertriebsleistung erhielt die Bank einen Preis als beste Fördermittelbank in Bayern sowie eine Auszeichnung als zweitbeste Immobilienkreditvermittlerbank in Deutschland.

Trotz der mehr als zufriedenstellenden Entwicklung betonte Rinberger, dass der Erfolg einer Bank nicht nur an den Zahlen fest gemacht werden könne: „Vielmehr sind Mitarbeiterorientierung, Kundenzufriedenheit, Risikolage und Zukunftsperspektiven ebenso wichtige Erfolgsfaktoren, die bei der RSA-Bank neben der geschäftlichen Entwicklung uneingeschränkt gegeben sind.“

Dass die Zahlen keine Eintagsfliege sind, verdeutlichte der Vorstandsprecher mit einer mehrjährigen Statistik. „Wir sind stolz darauf, dass wir als kleines, aber feines Bankhaus, zu den besten Banken in Bayern als auch deutschlandweit zählen“, so Vorstandskollege Pongratz. Pongratz führte auch durch die weiteren satzungsgemäßen Beschlüsse wie Gewinnverwendung, Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie die Wiederwahl der Aufsichtsräte Franz Sanftl und Josef Ebersberger.

Die Ausschüttung einer hohen Dividende von fünf Prozent an die Genossen begründete Pongratz mit dem in der Satzung verankerten genossenschaftlichen Grundprinzip der Mitgliederförderung. „Wir sind der Meinung, wenn es uns gut geht, soll es auch den Mitgliedern gut gehen“, so der Bankleiter.

Die notwendigen Satzungsänderungen moderierte Prokurist Andreas Thalmeier. Dabei verdeutlichte er den Anwesenden auch ausführlich die rechtlichen Hintergründe. Ausnahmslos wurden die satzungsgemäßen Beschlüsse einstimmig gefasst. Der Aufsichtsratsvorsitzende und ehemalige Bürgermeister der Gemeinde Albaching, Franz Sanftl, leitete die Versammlung und bedankte sich bei allen Mitarbeitern für ihr außergewöhnliches Engagement während des gesamten Geschäftsjahres und insbesondere in der Corona-Zeit. „Die Bank zeigte sich in dieser Zeit sehr leistungsstark und gewohnt zuverlässig. Die Anpassungsfähigkeit und Serviceorientierung zeichnete die Bank und ihre Mitarbeiter auch in der Krise aus“, so der Aufsichtsratsvorsitzende.

Nach 45 Jahren bei der RSA-Bank verabschiedete sich der langjährige Zweigstellenleiter Reinhold Schwarzenbeck von seinen Kunden mit einem bayerischen „Servus“. Im Anschluss stellte sich sein Nachfolger Bernhard Mayer vor und freute sich auf eine gute Zusammenarbeit. Am Ende der Versammlung konnte eine besondere Ehrung vorgenommen werden. Dr. Bartholomäus Zacherl / Foto, Mitte) wurde als 4.000. Mitglied in die Genossenschaft aufgenommen. Mit einem voraussichtlich sehr guten Ausblick auf die Bilanz 2020 verabschiedeten die Vorstände die Corona-bedingt reduzierte Versammlung mit der Hoffnung, im nächsten Jahr wieder ein Kabarett anbieten zu dürfen.

 

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Ein Kommentar zu “Bankhaus RSA auf Erfolgskurs

  1. Schön das hier das Regionalprinzip noch so einen großen Stellenwert hat.
    Macht weiter so und wehrt Euch gegen den Fusions- und Größenwahnsinn, der mittlerweile zum Tagesgeschäft mutiert ist.
    Jetzt muss nur noch die Regulatorik (Gesetzgeber) erkennen, das auch Banken mit kleiner Bilanzsumme ihre Daseinsberechtigung haben.

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