Bahn frei für die Elektrifizierung

Filzenexpress zwischen Ebersberg und Wasserburg: Bahn und Freistaat werden investieren

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Das Schienennetz in Bayern ist doch ziemlich in die Jahre gekommen. Deshalb wollen Bahn und Freistaat in den kommenden Jahren rund 400 Millionen Euro investieren, um es wieder auf Vordermann zu bringen. Details wurden am heutigen Montag in München vorgestellt. Zu den Investitions-Projekten gehört auch die Elektrifizierung des Filzenexpress von Ebersberg nach Wasserburg. Beim Thema „Feinstaub reduzieren“ denken viele an die Dieselfahrzeuge auf der Straße. Aber auch auf der Schiene ist das ein großes Thema. Viele Dieselloks sind nach wie vor im Einsatz – so soll nun auch die Strecke des Filzenexpress elektrifiziert werden …

Es sind also 400 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt für regionale Bahninvestitionen in Bayern in den nächsten Jahren. Wo genau das Geld verbaut werde, entscheide der Freistaat, der für den Bahnregionalverkehr verantwortlich ist.

Aus- und Neubau und Modernisierung seien die Themen.

Dazu gehören Weichen, Stellwerke, weitere Aufzüge in Bahnhöfen für den barrierefreien Zugang der Fahrgäste. Auch der ein oder andere neue Bahnhof werde ausgebaut.

Quelle: Bayerischer Rundfunk

 

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21 Kommentare zu “Bahn frei für die Elektrifizierung

  1. Selbstverständlich ist die Elektrifizierung dieser Bahnstrecke zu begrüßen! Dadurch wird mittel- und langfristig auch ein S-Bahn-Anschluss “Wasserburg” möglich. Mit all seinen Vorteilen und auch Nachteilen (weitere Explosion der Grund- und Mietpreise, etc.).

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  2. Na, dann mal los!
    Bleibt zu hoffen, dass dieses Projekt mit mehr Engagement angegangen wird als der Brennernordzulauf.
    Grüße Benjamin

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  3. Und der Bahnübergang Reitmehring bleibt für alle Zeiten.

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  4. @Sir eisen, wir reden ja auch gerade vom Bahn Ausbau und nicht von dem Straßen Ausbau!

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    1. Der Sir will nur dagegen sein. Inhalt ist egal.

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      1. Hab ich irgendwo geschrieben, dass ich gegen die Elektrifizierung bin?
        Obwohl ich sagen muss, 400 Mio scheint mir etwas wenig zu sein, wenn ich mir das ganze Schienennetz inkl Bahnhöfe so anschaue. Da müsste deutlich mehr kommen. Vor allem wär ein insgesamter Ausbau der ÖPNV wünschenswert.

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  5. Investition in eine Sbahn, die langsamer ist als ein Regionalzug? Hoffentlich bin ich bis dahin nicht mehr auf das Pendeln angewiesen …

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    1. Man sollte weiterhin bei einigen Verbindungen im Berufsverkehr mit der Wasserburger S-Bahn ohne Halt von Grafing Bahnhof bis zum Ostbahnhof durchfahren und zum Teil weiter über den Südring zum Hauptbahnhof (wie jetzt schon). Man könnte die Wasserburger S-Bahn in Trudering oder am Ostbahnhof in die S-Bahn-Stammstrecke einfädeln und z. B. bis zur Hackerbrücke oder nach Pasing weiterfahren lassen. Ein paar neue durchgehende Verbindungen sollte man an den Wochenenden einrichten.

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  6. Es geht hier eigentlich um das 2. Gleis nach Mü, welches Waldkraiburg zeitgemäss anbinden würde, wenn der riesige Umweg Kirchseeon-EBE-Oberndorf deutlich abgekürzt würde (und damit zweigleisig würde).

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    1. Also auch nach mehrmaligem genauen Lesen und auch wenn ich mich als durchaus bahninteressiert bezeichnen möchte – ich verstehe beim besten Willen nicht, was uns der Richter sagen möchte.

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      1. Musst auf die Karte schaun. Er will EBE raus aus der Strecke und von Steinhöring gleich aufs Rosenheimer Gleis (noch vor Grafing) rüber. Den Gedanken hatte ich auch schon mal, weil diese Schleife sehr viel Zeit kostet, aber ohne EBE wird’s die Strecke vermutlich nicht geben 😉

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        1. Das ist ja an sich schon illusorisch genug, aber was hat das dann mit einer zeitgemäßen Anbindung von Waldkraiburg zu tun?

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          1. Ja sorry, beim zweiten mal lesen, wars mir doch nicht mehr so klar 😉 Vielleicht kann er das noch aufklären

          2. In Wasserburg zweigt die Strecke nach Mü über Gars und Waldkraiburg ab. Waldkraiburg ist damit als grösste Stadt der Region sehr verbesserugswürdig angeschlossen.
            Die ca 14 km Kirchseeon-Grafing Bhf-Grafing Stadt-Wiesham-Ebersberg-Oberndorf könnte man durch begradigen deutlich abkürzen und damit die Fahrzeit um 10 min verringern. Davon würden alle an der Strecke liegenden Orte profitieren, z.B. auch Steinhöring, Wasserburg und Gars.

        2. EBE-Kirchseeon dürfte nach Begradigung ca. 10 min schneller sein.

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          1. Einfach einen geraden Strich auf die Landkarte zeichnen und da dann ohne Rücksicht auf Verluste bauen wollen – so funktioniert bei uns zwar der Straßenbau seit Jahrzehnten, nicht aber der Gleisbau. Gut, eigentlich funktioniert Gleis-Neubau bei uns überhaupt nicht, man tut sich mit Reaktivierungen schon schwer genug. Aber eine Stadt wie Grafing abhängen zu wollen, nur weil man persönlich vielleicht (und verständlicherweise) nie nach Grafing muss, wäre jetzt nicht so besonders klug. Alleine schon, weil bei den bisherigen (und hoffentlich auch künftigen) Verbesserungen auf der Strecke auch die Kommunen im Landkreis Ebersberg, deren Kreistag und der Landrat wichtige Unterstützer waren und diese auf der Landkarte so reizvolle Abkürzung hier nur Nachteile bringen würde. Aber auch, weil die Bahnlinie nicht nur dazu dienen sollte, Wasserburger nach München zu bringen, sondern auch Auswärtige nach Wasserburg. Gerne eben auch Grafinger.

    2. ich seh schon, Waldkraiburg ist der Nabel der Welt für dich. Fährt man da nicht besser über MÜ nach München?

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  7. Fahre jeden Tag mit dem Filzi, der ist weit zuverlässiger als die S-Bahn, auch vom Ostbahnhof zurück!!!

    Ich bin mir nicht sicher, ob es eine Verbesserung ist (abgesehen vom Feinstaub – aber wo der Strom für die S-Bahn herkommt, weiß auch keiner so genau – Kohlekraftwerk/Atomkraftwerk)?.

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  8. @Rudi Im ersten Halbjahr 2020 war der Ökostromanteil bei 55%. Das ist sicher besser als Diesel 😉

    Ich denke nicht, das die SOB die Strecke aufgibt.
    Möglich wäre das die SOB nur noch an den großen Haltestellen hält so als Regiolalexpress und die S-Bahn alle Haltestellen anfährt, da die sich besser für häufige Beschleunigungen eignet.

    Grüße Benjamin

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    1. @Benjamin, der Ökostrom kommt aber nicht aus Bayern. Hier ist man ja gegen Windkraftanlagen, Solarparks, Wasserkraftwerke, Kohlekraftwerke und Atomkraftwerke. Bleiben nur noch die Verbrennungsanlagen, die Strom erzeugen. Erdwärme ist auch nicht hoch im Kurs.

      Die umweltfreundlichste Variante auf den Schienen ist doch immer noch die Draisine. Hat gleich zwei Vorteile, braucht keine Energie und die Benutzer bleiben fit und kriegen eine Kondition 🙂

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    2. Geplant ist meines Wissens, bis Reitmehring weiterhin im Stundentakt zu fahren. Mehr ist mit dem noch recht neuen Kreuzungsbahnhof in Steinhöring “nicht drin”. Nach einer Pressemitteilung tritt die SOB als Mitfinanzierer bei der Elektrifizierung des Filzi auf. Denkbar wäre, dass die SOB nach der Elektrifizierung des Filzi keine Züge und weiterhin einen Teil des Personales für die S-Bahnfahrten stellt.
      Schon heute ist es für einige Fahrgäste ein Spagat, den Filzi – Dieseltriebwagen der Südostbayernbahn (Reihe 628) bei einer Bahnsteighöhe von 76 cm zu erklimmen. Dagegen bietet die S-Bahn dann bei einer Bahnsteighöhe von 96 cm einen komfortablen und ebenerdigen Einstieg. Auch von der Platzkapazität her kann die S-Bahn die geplante Bahnsteiglänge von 140 Metern mit einem S-Bahn-Vollzug komplett ausschöpfen: Die Baureihen 423/420 mit acht/sechs Wagen bieten 332/392 Sitzplätze. Schon heute reichen auch auf Teilabschnitten der S 2 (Erding – Altomünster) und der S 7 (Kreuzstraße – Wolfratshausen) die kürzeren Bahnsteige mit 140 statt 210 m Länge aus.

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