Bäume müssen Neubau weichen

Große Baumaßnahme an der Berufsschule Wasserburg startet

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Rund 30 Millionen Euro will der Landkreis in den kommenden vier Jahren investieren in das Staatliche Berufliche Schulzentrum Wasserburg investieren. Damit will man den Standort stärken, den Schüler aus ganz Bayern besuchen. Bereits im Sommer soll mit dem ersten Bauabschnitt begonnen werden. Dazu mussten jetzt die Bäume an der östlichen Seite der Schule gefällt werden. Gestern fanden die ersten Arbeiten statt.

Der östliche Bauteil der Schule wird im Sommer abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Das Gebäude wird bis zur Straße unterkellert. Darum mussten einige Bäume gestern weichen.

Ab 2020 folgt der westliche Teil. Auch er wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Dort soll unter anderem die neue Mensa untergebracht werden. Im Anschluss daran wird der mittlere Gebäudeteil saniert. Bis zum Schuljahr 2022/23 soll alles fertig sein. Derzeit besuchen über 2.200 Schüler die Berufsschule in Wasserburg.

 

Fotos: SG

 

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10 Gedanken zu „Bäume müssen Neubau weichen

  1. Johanna und Armin Irlbeck

    Was hier passiert ist, ist nichts anderes als heimtückischer Mord. Wir Anwohner haben uns dafür eingesetzt, dass möglichst wenige Bäume gefällt werden. Einige von uns waren in der letzten Bauausschusssitzung, in der das Thema besprochen wurde. Unterschriften wurden gesammelt, um die Bäume zu retten. Aber dieses Bauvorhaben geht über Leichen. Es wurde damit argumentiert, dass die Bäume ihre Standfestigkeit verlieren würden, wenn wegen der Baugrube die Wurzeln abgeschnitten würden. Die ganze Allee von riesigen, wunderschönen Bäumen musste also gestern weichen, aber wir Anwohner kämpften noch um die alte Linde, die am östlichen Rand der Grünfläche stand. Doch auch hier gab es dieselben Argumente. Die alte wohl hundert Jahre alte Linde wurde also ebenso aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen gefällt. Allerdings war nie die Rede von der über 30 m hohen Esche, die links von der Linde stand. Sie sollte laut Grünflächenplan stehen bleiben und war für die Baumfällarbeiten auch nicht markiert. Diese Esche muss weit über hundert Jahre gewesen sein und sie war gesund. Doch heute am späten Vormittag wurde auch dieser Baum auf alleinige Entscheidung eines Herrn Lorenz vom Landratsamt, Fachberater für Gartenkultur, einfach gefällt, weil der Baum jetzt, da keine anderen Bäume mehr in der Allee stünden, sturmgefährdet sei. Mit so einem Unsinn will man uns Bürger für blöd verkaufen. Herr Lorenz, der Baum stand als letzter Baum im Westen der Allee! Falls Ihnen das bekannt sein sollte, kommen die meisten Stürme aus Westen. Aber dieser Baum stand wie eine Festung seit so vielen Jahren dort und widerstand jedem Sturm. Ihr zweites Argument war dann, dass der Baum angeblich krank gewesen sei, weil es ein allgemeines Eschensterben gäbe. Der Baum war kerngesund (Fotos vom gefällten gesunden Stamm sind vorhanden) und wir Anwohner haben ihn geliebt. Kann es wirklich sein, dass ein einziger Mensch, der anscheinend „Fachberater für Gartenkultur“ ist, aber vom Fach keine Ahnung und für Bäume kein Herz hat, sich einfach so über den Willen von vielen Bürgern hinwegsetzt? Was haben wir nur für eine Gemeinschaft und eine Demokratie, in der Behörden sich so willkürlich über die Köpfe der Bürger hinwegsetzen? Wir vermuten, dass die Entscheidung, alle Bäume einschließlich der Esche zu fällen, von vornherein durch das Landratsamt feststand. Wozu also noch eine Scheineinbindung der Bürger, die sowieso nichts zu melden haben? Wer die Allee in der Ponschabaustraße kannte und Bäume liebt, der kann verstehen, wie sehr unser Herz blutet, denn an den Bäumen konnte man die Jahreszeiten sehen, es lebten dort viele Vögel, Eichhörnchen und auch die Dohlenkolonie war dort heimisch. Die Bäume waren Leben, jetzt ist alles tot.

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    1. Ich finde es absolut unangemessen bei Baumfällungen, die notwendig sind, von Mord zu sprechen.Herr Lorenz ist ein ausgesprochener Fachmann der mehr Herz für die Natur hat als manch anderer.. Ihn hier als Deppen hinzustellen ist nicht verzeihbar.Wehe wenn einer umfallen würde? Das Geschrei möcht ich mir nicht vorstellen. Grün frißt Hirn kann ich da nur sagen.

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      1. Johanna und Armin Irlbeck

        Lieber Herr Kernzlsepp, wir sind das Gegenteil von grün und haben dennoch ein Gefühl für Natur. Die Esche sollte nicht gefällt werden. Das stand nach der Bauausschusssitzung fest. Der Baum stand so vor der Grünfläche, dass er im Falle des Falles immer nur auf Rasen gefallen wäre. Es hätte nie eine Gefährdung gegeben. Außerdem stand der Baum im Westen der Allee. Der Wind kommt aus Westen … Die Entscheidung hat dieser Herr Lorenz ganz allein getroffen, obwohl die Bauausschusssitzung gemäß Grünflächenplan etwas anderes beschlossen hatte. Herr Lorenz hat sich über die Bürger hinweggesetzt. Man muss nicht „grün“ wählen, um Natur zu schützen.
        Freundliche Grüße
        Johanna und Armin Irlbeck

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        1. @Kerzelsepp
          Vorweg: ich bin kein „Grüner“
          Die Fällungen die Notwendig sind? Man kann einen Baum auch während Bauarbeiten erhalten.
          Die Kronen so auslichten, dass die Statik des Baumes gefestigt wird. So wird der Baum, mit lichter Krone, automatisch auch sturmfest gemacht.
          Die Basis des Baumes bleibt erhalten und nach dem Schnitt treibt er wieder aus.
          Es war also völlig unnötig, diese alten Bäume komplett zu entfernen. Der fachkompetente Herrn Lorenz sollte das eigentlich wissen und hätte pro Bäume entscheiden sollen.

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  2. Dem Landratsamt ist der Kahlschlag in Wasserburg egal – das ist auch noch nachvollziehbar.
    Was ich jedoch absolut nicht verstehe ist, dass es offensichtlich auch dem Wasserburger Bürgermeister und dem Stadtrat egal ist. War ja offensichtlich schon beim Krankenhausneubau so.
    Nach außen hin blödsinnige Augenwischerei mit diesen Biotonnen: Ist ja soooo toll, kann man was für die Umwelt tun, kommt alles in die Biogasanlagen, Energieeffizient und mehr dieser hohlen Phrasen – blablablab
    Wo sind denn die ach so umweltschützenden Grünen? Sind wohl mit was anderem zu sehr beschäftigt.
    Schämen sie sich Herr Bürgermeister – schämt euch „Grüne“

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    1. Burgi, bezüglich Biotonnen verhält sich das anders. Da ist was zu verdienen ! Zumindest für den Biotonnenbetreiber !
      Wenn man den ganzen Aufwand für das Einsammeln dem Nutzen gegenüberstellt . . . stellt sich jedem vernünftigen Bürger die Frage, wem das nutzt !
      Dieses Beispiel jetzt mit der rücksichtslosen Baumfällung zeigt sehr deutlich, wie sehr den Bürgervertretern aller Hierarchien der Wille des Bürgers egal ist (um nicht zu sagen am Arsch vorbei geht).
      Richtig gemein ist es, wenn man sieht, wie primitiv hier rumgelogen wird, nur um durchziehen zu können, was eh schon längst beschlossen wurde.
      Bürgereinbeziehung also auch nur Verarschung !

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    2. Wer die Presseberichte in den vergangenen Wochen verfolgt hat, wüsste, dass sich der Stadtrat in Wasserburg mehrfach mit dem Thema Bäume beschäftigt hat. Letztlich musste man aber zu dem Schluss kommen (Bauherr ist der Landkreis und nicht die Stadt!), dass die Bäume nicht erhalten werden können. Spätestens beim Baubeginn wären sie durch die erforderlichen massiven Grabungsarbeiten usw. ohnehin beschädigt worden und hätten eben dann gefällt werden müssen. Ein bisschen mehr Sachlichkeit wäre also in der ganzen Diskussion absolut angebracht und hilfreich.

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      1. Johanna und Armin Irlbeck

        Lieber Wasserburger,
        es geht um die Esche, die laut Grünflächenplan erhalten bleiben sollte. Sie wurde auf die Entscheidung einer Person hin einfach willkürlich gefällt. Stadtrat und Bürger wurden dabei übergangen. Es gab keine Gefährdung durch den Baum und er hätte den Bau nicht behindert.
        Etwas mehr Sachbezogenheit wäre wünschenswert. Danke!
        Johanna und Armin Irlbeck

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    3. Johanna und Armin Irlbeck

      Liebe Burgi,
      wir geben Ihnen teilweise recht. Aber der Stadtrat war an der sinnlosen Fällung der Esche nicht beteiligt. Das hat allein das Landratsamt zu verantworten. Und das ist absolut schändlich.
      Freundliche Grüße
      Johanna und Armin Irlbeck

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      1. Liebe Johanna, lieber Armin
        Der Stadtrat hätte, wenn gewollt, sein eindeutiges Veto GEGEN die Fällung einbringen KÖNNEN. Zum wiederholten Male übergehen Bürgermeister und Stadtrat die Bürger dieser Stadt. Wozu bitte haben wir dann überhaupt einen Bürgermeister und einen Stadtrat, wenn die eh nix zu sagen haben.
        Es ist ja genau wie beim Neubau des Krankenhauses. Plötzlich waren die Bäume alle krank und nicht mehr zu retten. Die lächerliche Ausrede „… ja wenn ein Sturm kommt, fällt die um …“ ist völlig an den Haaren herbeigezogen. Wie konnten diese Bäume Jahrzehnte, sogar Jahrhunderte, alt werden, ohne umzufallen? Mal ganz davon abgesehen, was es für die dort lebenden Tiere bedeutet.
        Das Holz kann man gut und teuer verkaufen und das ist für mich der einzige Grund, warum diese Bäume gefällt wurden.
        Mit freundlichen Grüßen
        Burgi

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