„Badria bleibt spannende Aufgabe“

Aus- und Rückblick beim offiziellen Teil der Jubiläums-Festlichkeiten in Wasserburg

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Zum Abschluss der Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen des Badria hatten die Verantwortlichen zum Weißwurstfrühstück aufs Areal des Wasserburger Familienbades geladen. Bevor man sich die Weißwurst aber schmecken lassen konnte, ließ Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl die letzten 40 Jahre Badria in seiner Ansprache Revue passieren. Auch der Leiter der Stadtwerke, Marius Regler (Foto), richtete Worte an die geladenen Gäste. 

Bürgermeister Kölbl durfte dabei einige Ehrengäste auf dem Festgelände, der Liegewiese des Schwimmbads, begrüßen. Allen voran den ehemaligen Kämmerer der Stadt Wasserburg, Georg Weinmann, der vor 40 Jahren maßgeblich am Bau des Badrias beteiligt war.

Neben den Bürgermeistern aus Ramerberg, Georg Gäch, und Eiselfing, Georg Reinthaler, begrüßte Kölbl auch das Oberhaupt aus Wasserburgs Partnerstadt Cugir, Adrian Teban, und Verantwortliche der Stadt Ialoveni aus Moldawien, die gerade zu einem internationalen Jugendfußball-Turnier zu Gast sind (wir berichteten).

Unter den Gästen befanden sich auch zahlreiche Stadträte, Mitarbeiter der Stadtverwaltung und der Stadtwerke sowie Verantwortliche des TSV 1880 Wasserburg. Auch bei der Stadtkapelle bedankte sich Bürgermeister Kölbl für die musikalische Untermalung.

In seiner Rede blickte Bürgermeister Kölbl auf die Geschichte des Wasserburger Schwimmbads zurück. Bereits zum Ende der 60-er Jahre sei von Seiten der Stadt erstmals geprüft worden, ob ein Hallenbad sinnvoll für Wasserburg sei. „Man suchte aber gleichzeitig nach einer Lösung für ein komplexeres Konzept.“

Am 7. März 1974 wurde dann der Bau des Bade-, Sport- und Freizeitzentrums Badria beschlossen (Foto). Geplant waren dafür 13 Millionen Deutsche Mark, die allerdings bis zum Ende der Bauzeit um über 3 Millionen Mark überschritten wurden. Nach über zweieinhalb Jahren Bauzeit startete der Probebetrieb des Badria am 3. Dezember 1977.

1982 kam dann die blaue Doppelwasserrutsche dazu, „etwas ganz Besonderes zur damaligen Zeit“, so Kölbl. Auch weitere Neuanschaffungen und mehrere Renovierungen folgten. Aus steuerlichen Gründen wurde 1999 das Freibad an die Stadtwerke angegliedert.

2017 wurde der Saunabereich komplett renoviert. „Wir haben nun eine Premium-Saunalandschaft in Wasserburg und das wollen wir auch so vermarkten“, so der Bürgermeister.

Insgesamt wurde in das Bad seit 2002, seit der Euroeinführung, über 17 Millionen Euro investiert. „Das ist zirka eine Million pro Jahr“, so Kölbl. Laut dem Bürgermeister ist man auch nicht mehr weit von der zehn Millionen-Besucher-Grenze entfernt.

Man wolle den Besuchern auch weiterhin ein Familienbad mit attraktiven Preisen bieten, anderseits aber auch eine Premium-Sauna-Landschaft zum Premium-Preis, so Kölbl.

Marius Regler, Leiter der Stadtwerke, gab im Anschluss einen Ausblick in die Zukunft. Für ihn ist es elementar wichtig, zuverlässig und langfristig zu planen. Genau das macht Regler, der seit gut neun Monaten im Amt ist, zusammen mit Badria-Chef Günter Rödel.

„Es bleibt weiterhin ein Kraftakt, das Badria attraktiv zu halten und gleichzeitig die Defizite nicht in die Höhe schießen zu lassen. Ziel ist es, das Defizit, das das Badria jährlich erwirtschaftet, drastisch zu reduzieren. Wir arbeiten stärker denn je daran“, so Regler.

Inzwischen konnte man einen neuen Pächter für die Badria-Gastronomie gewinnen. „Die bereits im Innenbereich des Badrias zuständige Familie Feulner – bekannt aus der Therme Bad Aibling – hat einen super Ruf und wird ab Herbst die komplette Gastronomie im Badria einheitlich übernehmen“, so Regler.

Mit der Neupositionierung des Saunabereichs als Premium-Sauna wolle man auch Kunden von weiter weg – bis zum Stadtrand von München – herlocken, meinte der Leiter der Stadtwerke.

Unter der Woche sei das Freibad eher schwach frequentiert, auch daran werde konzeptionell bereits gearbeitet, so Regler.

„In der Summe bleibt es eine spannende Aufgabe, ein attraktives Bad sowohl für die Gäste als auch für die Mitarbeiter zu bieten“, so Regler zum Ende seiner Rede.

Im Anschluss an den offiziellen Teil gab es für die anwesenden Gäste noch ein Weißwurstfrühstück. Musikalisch wurde die Veranstaltung von der Wasserburger Stadtkapelle begleitet.

Eintrittspreisen wie vor 40 Jahren

Der Rest des Tages steht ganz im Zeichen von Spiel und Spaß. Werde ein waschechter Badriat, tanze mit bei der Mini-Disco oder teste dich beim Bullriding.

Das Badria lockt dabei mit Eintrittspreisen wie vor 40 Jahren:

Bad – Kinder bis 6 Jahre – kostenlos
Bad – Kinder von 6 bis 16 Jahren – 2 Euro
Bad – Erwachsene – 3 Euro
Sauna – 5 Euro

An diesem Tag gibt es keine zeitliche Begrenzung.

Bad und Sauna sind zu den regulären Öffnungszeiten geöffnet.

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