Ausgewedelt …

Österreich verhängt für alle Einreisenden aus Gebieten mit mehr als 100 Fällen im Inzidenzwert zehn Tage Quarantäne

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Die Entscheidung fiel am Mittag: Österreich verhängt für alle Einreisenden aus Corona-Risikogebieten vom kommenden Montag, 7. Dezember, auf jeden Fall bis zum 10. Januar 2021 eine zehntägige Quarantänepflicht! Ziel sei es, den Tourismus weitgehend einzudämmen, teilte die Regierung in Wien mit. Österreich setze auf ein konsequentes Grenzregime, damit das Virus nicht durch Rückkehrer oder (Tages-)Touristen ins Land getragen werde, sagte Kanzler Sebastian Kurz. Der Schwellenwert, wer als Risikogebiet zählt, sei aktuell bei mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 14 (!) Tagen. Das gelte praktisch für alle Nachbarstaaten einschließlich Deutschland …

Skifahren und anderer Outdoor-Sport wird in Österreich ab dem 24. Dezember wieder möglich sein, hieß es am Mittag vom Bundeskanler Kurz – wegen der strengen Einreisebestimmungen sind die Skigebiete jedoch im Wesentlichen nur für Einheimische zugänglich …

 

 

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18 Kommentare zu “Ausgewedelt …

  1. Es ist echt absurd!

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    1. Nein, es ist konsequent. Da viele Mitbürgerinnen und Mitbürger die geltenden Regeln nicht einhalten wollen, müssen eben andere Wege gefunden werden.

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  2. Wir sollten uns Österreich als Vorbild nehmen .

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    1. Absolut! Bin ganz auf Ihrer Seite. Österreich gefällt mir von der Politik (innen- und außenpolitisch) besser als Deutschland.
      – Meine Persönliche Meinung –

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    2. Lieber Abdul, Sie wollen sich in Sachen Pandemie tatsächlich Österreich als Vorbild nehmen? Haben Sie wirklich schon vergessen, dass die Ischgler Mischung aus Profitgier und Inkompetenz einen wesentlichen Anteil an der Verbreitung des Virus in Europa hatte? Aktuell sterben in Österreich im Verhältnis zur Bevölkerungsanzahl deutlich mehr Menschen als in Deutschland. Ich finde nicht, dass Österreich sich vorbildlich verhält. Irland und Finnland bekommen es in Europa momentan ganz gut hin… Österreich taugt höchstens in der Rentenpolitik zum Vorbild.

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      1. Irland: 68 Einwohner pro km^2;
        Finnland: 18 Einwohner pro km^2;
        Österreich: 106 Einwohner pro km^2;
        Deutschland: 233 Einwohner pro km^2;

        Es macht bestimmt Sinn sich an Irland und Finnland zu orientieren.
        Und die Frage, warum in Berlin oder NRW vergleichsweise hohe Zahlen im Vgl. zu MeckPom herrschen ging auch noch nie durch den Kopf oder?

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        1. Werte Schneeflocke. Ja, Irland und Finnland haben eine deutlich geringere Bevölkerungsdichte pro Quadratkilometer als Deutschland. Und ja, das ist einer der Faktoren, der bei der Eindämmung der Pandemie eine Rolle spielen kann. So wie die Bevölkerungsstruktur. Schweden ist zum Beispiel das Land in Europa mit dem meisten Singlehaushalten. Wenn ich Ihrer Argumentation nun folge, müsste im Flächenland Schweden mit seiner stark „vereinzelten“ Bevölkerung im Hinblick auf die Ausbreitung der Pandemie alles gut sein. Ist es aber nach meinem Kenntnisstand nicht. In Irland hat man die vergangenen Monate genutzt, um einen 5-Stufenplan auszuarbeiten. Der regelt sehr differenziert und verbindlich welche Maßnahmen ab welcher Inzidenz in den verschiedenen Lebensbereichen gelten. Damit und mit einem Wellenbrecherlockdown, der deutlich früher begann als in Deutschland, hat man die Lage in den Griff bekommen. Da lohnt schon mal ein Blick über den Tellerrand.
          Dass die Bevölkerungsdichte alleine weder Ausrede noch Argument sein sollte, beweist ein Blick auf Japan. Dort hat man bei einer Bevölkerungsdichte von 335,8 pro Quadratkilometer mit klugem Management die Pandemie ganz gut im Griff.

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          1. Vielen Dank für Ihre Recherche!

      2. Landwirt+aus+Leidenschaft

        Ischgl war nicht das Problem, sondern die Gäste, die nicht auf ihren Urlaub verzichten wollten.
        Wer sagt denn nicht, dass die Urlauber den Virus schon mitgebracht haben und dort verteilt haben.

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        1. …genau, Ischgl war nicht das Problem, wie wäre es damit:
          Kam mit skandinavischen und bayerischen Touristen und Gastronomiepersonal direkt und indirekt aus Oberitalien, wo es aus China hingerreist war (wie parallel nach Bayern).

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  3. Richtig so. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Leider fehlt bei uns die Konsequenz – so machen wir mehr kaputt als mit einem strengen Lockdown.

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  4. Und zwar in jeglicher Hinsicht! Wobei ich ehrlicherweise eingestehen muß, dass ich mit diesen Maßnahmen seitens der Österreichischen Regierung nie und nimmer gerechnet hätte. Bis jetzt eine durch und durch vernunftbestimmte Entscheidung.

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  5. Es ist schon wahnsinn wie gut sich gwendolyn auskennt, nicht nur mit corona, sondern auch mit der österreichischen politik und das mit ischgil,puh nur komisch das italien zuerst beteoffen war, aber die gwen weiss es ja besser. Ach warte noch auf die sonnia.

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    1. Werter Leser, jetzt echauffieren Sie sich doch nicht gleich so. Ich finde es tatsächlich sehr erstaunlich, welch kurzes Gedächtnis hier manche haben. Da müssen wir die Causa Ischgl gar nicht weiter thematisieren. Deren Anteil an der Verbreitung des Virus in Europa wurde breit rezipiert und ist wissenschaftlich belegt. Das kann man mitbekommen haben, wenn man wollte. Nun hat sich unlängst Frau Merkel für eine europäische Initiative im Hinblick auf die bevorstehende Skisaison stark gemacht und wurde dafür gescholten. Dito Herr Söder. Aber kaum trifft der kindliche Kanzler in Wien mal eine vernünftige Entscheidung, bricht in den Kommentaren der Wasserburger Stimme der Jubel los. Da darf man sich doch schon mal wundern.
      Sie werter Leser empören sich nun über mich persönlich. Ich interpretiere Ihre Einlassungen so, dass Sie mich für eine Klugscheisserin halten. Das ist ok. Da sind Sie hier nicht der Erste und Sie werden auch nicht der Letzte sein. Eine Kommentar-Kollegin von Ihnen hat mir mal vorgeworfen, ich würde mich für Gott halten. Ich finde das interessant. Weil ich mich nämlich frage, wann das eigentlich angefangen hat, dass man sich die eigene Uninformiertheit wie einen Orden an die eigene, darob vor Stolz geschwollene Brust heftet.

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      1. Werte Frau Gwendolyn, Ihre Kommentare, besserwissend und gespickt mit allerlei Fremdwörtern kann man mögen, tolerieren, oder ablehnen, aber in einem liegen Sie völlig daneben, nämlich mit “kindlichem Kanzler, der mal eine vernünftige Entscheidung fällt”. Über den österreichischen Kanzler sollten Sie vielleicht Ihr Halbwissen noch etwas verbessern.

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  6. Auch das eine wirklich traurige aber leider vollkommen richtige und konsequente Entscheidung!!

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  7. Hinter dem Horizont geht's weiter

    Werte @ Gwendolyn! Sehr souveräne Reaktion! Ihre Beiträge schätze ich sehr, und bin damit hoffentlich nicht der Einzige. Was Standpunkt(e) und Horizont(e) betrifft, ist für manche Zeitgenossen der Quadratmeter auf dem sie stehen gleichbedeutend mit der Wahrnehmungsgrenze. Seien Sie gegrüßt!

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  8. Wirft man Gwendolyn jetzt eigentlich vor, dass er/sie gut informiert ist und uns daran teilhaben lässt? Oder dass er/sie eine Meinung vertritt? Nur, damit ich mich am allgemeinen Schimpfen beteiligen kann… 😉

    Nein, ernsthaft: @Gwendolyn, ich schätze ihre klugen und gut durchdachten Kommentare!

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