Ausflug in die Moschee

Wasserburger Mittelschüler blickten hinter die Kulissen

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Im Rahmen des Ethikunterrichts besuchten die 7. Klassen der Mittelschule die Moschee in Wasserburg. Dort wurden sie sehr freundlich empfangen. Einige Schüler aus der Ethiklasse kennen diese Moschee bereits sehr gut, weil sie dort mit ihrer Familie und Freunden häufig zum Koranunterricht und zum Beten hinkommen.

Zu Beginn des Besuchs mussten alle die Schuhe ausziehen und H. Akin zeigte allen die verschiedenen Räume. Im Gebetsraum hingen Bilder aus Mekka, wohin jeder Moslem, wenn er genügend Geld besitzt, pilgern sollte. Im Badezimmer muss sich jeder Moslem vor dem Beten gründlich waschen. H. Akin erzählte außerdem, dass diese Moschee ein beliebter Treffpunkt bei Jugendlichen in Wasserburg ist. Einige davon kämen sehr oft und besuchten den Koranunterricht. Zum Schluss trank man gemeinsam Tee und aß türkisches Gebäck. Eva Schaub

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16 Kommentare zu “Ausflug in die Moschee

  1. Und wann besuchen die muslimischen Klassenkameraden eine christliche Kirche um zu sehen wie Christen leben und beten?

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    1. @Andreas: Ernsthaft jetzt? – Ein Kommentar mit Tiefgang… Bravo!

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      1. Legitime Frage…….mehr auch nicht….

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      2. Was ist da jetzt falsch dran?
        Ich finde lernen in alle Richtungen halt einfach besser für Kinder als einseitige Informationen. Kinder können nur dann eine eigene Meinung, eigenes Denken entwickeln, wenn sie breit gefächert lernen.
        Welche Argumente dagegen haben Sie denn?

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        1. Schüler einer Mittelschule machen einen Ausflug in eine Moschee, um mehr über die Gebräuche von Moslems zu erfahren und der erste Kommentar, den man zu lesen bekommt lautet “Und wann besuchen die muslimischen Klassenkameraden eine christliche Kirche (…)?”
          Ist da hier Thema? Eher nicht. – Möglicherweise steht dies ja ebenfalls auf dem Lehrplan – nur Sie und ich wissen es einfach noch nicht…

          Unnötig, den eigenen Kommentar anschließend zu rechtfertigen – jeder, der ein wenig zwischen den Zeilen lesen kann, erkennt den eigentlichen Hintergrund der Aussage.

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          1. ..@ da Maure..
            das gleiche gilt für ihre Zeilen..

  2. Bei jedem Jahresabschluss Gottesdienst der verpflichtend ist auch für Ethik Klassen

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    1. Es geht hier nicht um “verpflichtende Jahresabschluss Gottesdienste” – es geht um einen gegenseitigen Besuch.
      Vom Pfarrer die Bilder in der Kirche erklären lassen, das Kreuz anschauen, gemeinsam die Hostie entgegen nehmen.
      KENNENlernen beinhaltet immer mehrere Seiten.
      @Da Maure: warte noch auf Argumente die dagegen sprechen, dass muslimische Kinder die Rituale der christlichen Kirchen kennen lernen dürfen

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      1. Ich kann das Anliegen durchaus verstehen und ich denke dass es hier ein beiderseitiges Geben und Nehmen ist. Jeder kann von dem anderen etwas lernen und jeder sollte auch über seinen eigenen religiösen (und auch sonstigen) Tellerhand darüber hinausschauen. Ich selbst durfte an einer hinduistischen Zeremonie in London teilnehmen, obwohl ich vorher auch erklärte, dass ich Christin bin. Ich wurde freundlich angelächelt und mir wurde folgende Frage gestellt: “Ja, schön! Und was wollen sie uns damit sagen? Bei uns ist jeder willkommen.” Gerade die Offenheit und Freundlichkeit, die mir von diesen Menschen entgegengebracht wurde, hat tiefe Eindrücke in mir hinterlassen. Das ist auch der Grund, warum in der Altstadt wieder einen Martinszug ins Leben gerufen wurde, der auch den Besuch der Stadtpfarrkirche St. Jakob als Abschluß hat und die Kinder, aber auch die Erwachsenen können dabei eines erkennen: Egal, wie das Wesen oder die Kraft heißt, ob Gott, Allah, Manitu, Buddha, etc., solange es dem Frieden dieser Welt dient, ist jedes Gebet, jede Zusammenkunft als äußerst begrüßenswert zu sehen. Von “Pflichtgottesdiensten” halte ich persönlich nicht wirklich viel, denn aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man nur etwas mit Freude tut oder besucht, wenn man auch hinter dieser “Sache” steht. In diesem Sinne wünsche ich uns allen eine ruhige, friedvolle und vielleicht auch zum Nachdenken anregende, inspirierende Adventszeit.

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        1. Danke Michaela für diesen tollen Kommentar, absolut deiner Meinung
          Genau so sehe ich das auch. Eine verpflichtende Teilnahme ist nicht mit einem freiwilligen Besuch gleich zu setzen.
          Bei manchen sogenannten Religionen vermisse ich jedoch diese Akzeptanz und das Miteinander.

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      2. Hallo Andreas, Ihre erste Frage war: “Und wann besuchen die muslimischen Klassenkameraden eine christliche Kirche um zu sehen wie Christen leben und beten?” Diese Frage ist doch beantwortet worden: Mindestens einmal im Jahr nehmen sie zusammen mit den christlichen Klassenkameraden an einem Gottesdienst teil.

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        1. Rosa L, siehe unten Kommentar von Marcus,
          er hat das alles wunderbar erklärt, was mir wiederum erklärt, warum sich das Interesse Andersgläubiger an unseren Gottesdiensten in Grenzen hält.

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    2. …vielleicht erst mal informieren, bevor man/Frau solche Thesen in die Welt setzt:
      Die Schüler sollen an den Schulgottesdiensten ihres Bekenntnisses teilnehmen (§ 16 Abs. 2 ASchO). Nach Art. 107 Abs. 6 der Bayerischen Verfassung können Schüler jedoch nicht gezwungen werden, an Schulgottesdiensten oder Schülergottesdiensten teilzunehmen, unabhängig davon, ob der Schüler vom Besuch des Religionsunterrichtes seines Bekenntnisses abgemeldet ist oder nicht. Nach Art. 137 Abs. 1 der Bayerischen Verfassung bestimmen die Erziehungsberechtigten, ob der Schüler an Schul- oder Schülergottesdiensten teilnimmt. Sofern die Erziehungsberechtigten keine gegenteilige Entscheidung mitgeteilt haben, kann die Schule davon ausgehen, dass der Schüler, der nicht vom Religionsunterricht abgemeldet ist, nach dem Willen seiner Erziehungsberechtigten an Gottesdiensten als Teil des Religionsunterrichts im Sinne der Nr. 1 dieser Bekanntmachung teilnehmen muss. Schulischer Zwang ist jedoch nicht möglich. Schulgottesdienste dürfen nicht zu verbindlichen Veranstaltungen im Sinne des § 16 Abs. 1 ASchO erklärt werden.

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      1. Danke für die Aufklärung

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  3. Ich habe selbst 10 Jahre lang muslimische Schüler jeweils zum Schuljahresanfang und -ende in die Kirche begleitet. Natürlich gab es keinen Zwang. Einige wenige muslimische Eltern wollten keine Teilnahme ihrer Kinder, der überwiegende Teil ging interessiert mit. Und wenn es um Verpflichtung geht: Der Besuch der Moschee war als Unterrichtsgang für die christlichen Kinder verpflichtend.

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  4. Wie schön wäre es, wenn es keine Religionen gäbe…

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