Aufregung um Raupe des Mondvogels

Doppelgänger des Eichenprozessionsspinners in der Badetasche - Entwarnung

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Ein „Doppelgänger“ des Eichenprozessionsspinners hat jetzt für Verwirrung im Landkreis gesorgt. Die Raupen wurden am Schwimmbad in Nußdorf und am Badeplatz in Pietzing gesichtet, meldet das Landratsamt am heutigen Montagvormittag. Tatsächlich handelt es sich hier aber um die Raupe des Mondvogels. Im Gegensatz zum Eichenprozessionsspinner ist sie für Mensch und Haustier völlig ungefährlich. 

Gleich mehrfach wurde dem Rosenheimer Landratsamt in den vergangenen Tagen die Entdeckung von Raupen des Eichenprozessionsspinners am Schwimmbad in Nußdorf sowie am Badeplatz in Pietzing gemeldet. Eine Mutter machte sich Sorgen, nachdem sie eine Raupe direkt am Sandkasten entdeckt hatte, in dem die Kinder spielten. Eine weitere Raupe fand sie später daheim in ihrer Badetasche. 

Wie sich schnell in Rücksprache mit den Gartenfachberatern am Landratsamt Rosenheim herausstellte, handelte es sich bei der Raupe nicht um den Eichenprozessionsspinner, sondern um die Raupe des Mondvogels.

Im Gegensatz zum Eichenprozessionsspinner ist diese Raupe für den Menschen und Haustiere völlig ungefährlich. Tatsächlich hat sie aber optisch eine große Ähnlichkeit mit dem Eichenprozessionsspinner.

Die schwarz-gelben Raupen des Mondvogels fressen in den Anfangsstadien gemeinsam an Blättern und sitzen in sogenannten Raupenspiegeln beieinander. Sie werden bis zu sechs Zentimeter lang. Ältere Raupen haben orangegelbe Quer- und gelbliche Längsstreifen.

Der schwarze Kopf trägt ein markantes gelbes V oder Y. Dies ist auch der größte optische Unterschied zum Eichenprozessionsspinner.

Im letzten Raupenstadium werden sie zu Einzelgängern. Die Raupen des Mondvogels findet man von Juli bis August.

 

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