Aufatmen um 22 Uhr

Fliegerbombe entschärft: Landratsamt zieht Bilanz zur gestrigen Evakuierung von 3.100 Mühldorfern

Bei Sondierungsarbeiten zur Erschließung des Neubaugebiets in der Nähe der Harthauser Straße in Mühldorf wurde gestern am späten Nachmittag eine amerikanische 465-Kilo-Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg entdeckt (wir berichteten). Die Bombe war laut dem alarmierten Sprengmittelräumdienst aus München nicht mehr transportfähig und musste daher vor Ort entschärft werden, meldet das Landratsamt heute und zieht eine Bilanz zur Entschärfungsaktion:

Nach Festlegung des Gefahrenradius von einem Kilometer um den Fundort wurde daraufhin die bislang größte Evakuierungsaktion im Landkreis Mühldorf eingeleitet. Insgesamt 3.100 Bewohnerinnen und Bewohner waren betroffen. Für die kurzfristige Unterbringung der Personen stand die Staatliche Berufsschule 1 in der Pilichdorferstraße sowie die Grundschule in Mößling zur Verfügung. Für die Verpflegung und die medizinische Betreuung sorgten die Hilfsorganisation BRK, Malteser Hilfsdienst und die DLRG vor Ort. Das Bahnhofsgebäude wurde gesperrt und Umleitungen wurden eingerichtet. Der Bahnverkehr wurde ab 19 Uhr auf unbestimmte Zeit eingestellt, der Luftverkehr über der Gefahrenzone gesperrt.

Die Evakuierung erfolgte mit Unterstützung von Polizeikräften der Landes- und Bundespolizei unter der Leitung der Polizeiinspektion Mühldorf sowie der Feuerwehren, des THW und der Hilfsorganisationen BRK, Malteser Hilfsdienst und DLRG aus dem Landkreis Mühldorf. Gegen 21 Uhr konnte nach Überflug eines Polizeihubschraubers mit Wärmebildkamera die vollständige Evakuierung bestätigt werden.

 

Unmittelbar danach begann der Sprengmittelräumdienst mit seiner Arbeit und meldete kurz vor 22 Uhr die erfolgreiche Entschärfung der Fliegerbombe. In Folge konnten die umfangreichen Räumungs-, Evakuierungs- und Sperrmaßnahmen aufgehoben werden.

Insgesamt waren 285 Einsatzkräfte der Feuerwehren  des Landkreises Mühldorf, der Polizei, der Hilfsorganisationen BRK, Malteser Hilfsdienst und die DLRG sowie 30 Mitglieder der Führungsgruppe Katastrophenschutz im Einsatz. Zusätzlich wurde der Landkreis noch von Schnelleinsatzgruppen (SEG) aus Altötting sowie Traunstein unterstützt. Die entschärfte Fliegerbombe wurde heute nach München überstellt, wo sie fachmännisch entsorgt wird.

Landrat Max Heimerl dankte allen beteiligten Einsatzkräften für das besonnene Krisenmanagement und die reibungslose Zusammenarbeit.

 

 

Foto: Nach der erfolgreichen Evakuierung konnte mit der Entschärfung begonnen werden.

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