Auf das Feichteck

Unsere neue Serie „Tourentipps" - Teil 2: Vom Gammernwald über die Wagneralm

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Wandern, Mountainbiken, Klettern, Rodeln, Langlauf – alles, was man in den bayerischen und Tiroler Bergen machen kann, beschreibt der Rosenheimer Autor Reinhard Rolle auf seiner Internetseite und in seinen Wanderführern. Zusammen mit dem Bergexperten präsentieren wir unseren Lesern heute den zweiten Teil der neuen Serie „Tourentipps” mit einer Wanderung auf das Feichteck. Dazu Reinhard Rolle …

Das Feichteck, nach der Hochries selbst der beliebteste Gipfel im Hochriesblock, ist von allen vier Himmelsrichtungen zu erreichen. Hier stellen wir den von Wanderern am meisten genutzten Aufstieg über die Wagneralm vor. Eine einfache Bergwanderung, die auch gut für Familien geeignet ist.

Erreichter Gipfel: Feichteck 1514 Meter
Dauer: Aufstieg zirka 2 Stunden, Abstieg zirka 1 Stunde und 40 Minuten
Einkehrmöglichkeit: Wagneralm
Höhenunterschied 650 Meter

Schwierigkeit: Schöne Bergwanderung auf Forststraße und einfachen Bergwegen, nach der Wagneralm und kurz vor dem Gipfel teils steiler. Auch für Familien gut geeignet. Für Kinder geeignet.

Start: Waldparkplatz Bruchfeld (Gammern) 875 m, GPS-Wegpunkt N47 43.967 E12 12.693

Aufstieg:
Am Ende des Parkplatzes folgen wir dem Wegweiser in Richtung Feichteck / Wagneralm und bleiben immer auf dem Hauptweg. Kurz vor der Stiegel-Alm, also nach 500 Metern und ca. 80 Höhenmetern, verlassen wir den breiten Weg und halten uns links auf den steilen Weg in Richtung Wagner-Alm.

Bei der darauffolgenden Abzweigung im Wald biegen wir links in den Karrenweg ein und steigen in wenigen Minuten direkt zur Wagner-Alm auf. Auch auf dem Hauptweg bleibend würden wir zur Wagneralm gelangen, allerdings auf einem Umweg. Über einen Wiesenpfad gehen wir jetzt an der Alm vorbei zu einem Wegweiser, bei dem sich der Weg links wendet. Bald steigen wir sehr steil durch den Wald in vielen kleinen Kehren auf.

 

Nach der Querung eines Kahlschlags wird der Weg etwas flacher, bis wir auf zirka 1300 Meter eine vor uns eine Almfläche mit einem Holzgebäude sehen. Die Feichteckalm liegt – hier nicht sichtbar – wenige Meter dahinter. Wir halten uns links auf die Wiese, durchqueren kurz noch einmal den Wald, um anschließend immer am Waldrand bis in die Gipfelbereiche aufzusteigen. Kurz vor dem Gipfel müssen wir einige Meter über stufenartiges Gelände aufsteigen und sehen bald darauf das Gipfelkreuz vor uns.

Der Abstieg entspricht dem Aufstiegsweg.

Feichteckalm: Um in der Feichteckalm einzukehren, haben wir zwei Wegvarianten. Entweder gehen wir auf dem Aufstiegsweg zurück bis zu der baumfreien Almfläche, von dort stoßen wir in wenigen Minuten auf die Alm. Oder etwas länger aber nicht minder schön: Wir steigen in 15 Minuten vom Gipfel ostwärts ab zur Pölcherschneid, biegen aber noch, bevor wir diese erreichen, rechts ab in die Forststraße, die uns in 15 Minuten durch einen kleinen Waldstreifen in einer lange Schleife zur Alm bringt.

Naturerlebnis Feichteck: Auf dem und um das Feichteck blüht es in allen Farben, dass es nur so eine Freude ist: Krokus, Schlüsselblume, Schusternagel, Lappländisches Finger-Knabenkraut, Sumpfdotterblumen, Moschus-Malve, Schwalbenwurz-Enzian, Salbei, Johanniskraut, Glockenblume, Blauer Eisenhut, um nur einige zu nennen, geben sich je nach Jahreszeit ein Stelldichein. An sonnigen Tagen treffen wir kleine Eidechsen an, die sich auf den Steinen sonnen.

Text und Fotos: Reinhard Rolle, www.roBerge.de

Aus dem Wanderführer „Familienwandern – Bayerische Alpen und Tirol”, erschienen im Rosenheimer Verlagshaus:

https://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3475548305/robergede-21

 

Gipfelblick auf die Hochries.

 

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