Auch Sicherheitswacht war Thema

Innenpolitische Sprecherin der Grünen informierte sich bei der Wasserburger Polizei

image_pdfimage_print

Im Rahmen ihrer Sommertour 2018 durch Bayern hat Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende und innenpolitische Sprecherin der Grünen im Bayerischen Landtag, die Polizeiinspektion in Wasserburg besucht. Polizeipräsident Robert Kopp, Vizepräsidentin Eva Schichtl von der Polizei Oberbayern Süd und Inspektionsleiter Markus Steinmaßl freuten sich gemeinsam mit den Beamten von der Dienststelle über das Interesse der Innenpolitikerin und Spitzenkandidatin der bayerischen Grünen.

Mit dabei waren auch der Grünen-Landtagskandidat für den Stimmkreis Rosenheim-West Martin Knobel und die Grünen-Kreisvorsitzende und Wasserburger Stadträtin Steffi König.

Die Polizeiinspektion (PI) Wasserburg betreut in ihrem Zuständigkeitsbereich zwölf Kommunen mit insgesamt etwa 43.000 Bürgerinnen und Bürgern, wovon etwa 13.000 in Wasserburg leben. Die Beamtinnen und Beamten arbeiten im Schichtbetrieb, zehn Stunden dauert etwa eine Nachtschicht.

Erfreulicherweise gibt es in Wasserburg einen Rückgang bei Straftaten um 13 Prozent. Speziell auch die Sachbeschädigungen und Vandalismus im Stadtbereich seien zurückgegangen, so PI-Leiter Steinmaßl, Wohnungseinbrüche seien eher selten. „Die Arbeit der Wasserburger Polizei kann sich sehen lassen. Vielen Dank dafür!“, so die erfreuten Grünen.

Wichtig war Katharina Schulze (Foto, Vierte von links) zu erfahren, wie sich die steigende Gewalt gegen Einsatzkräfte in der PI Wasserburg darstellt. Auch in Wasserburg sind die Polizistinnen und Polizisten Angriffen ausgesetzt, meist durch alkoholisierte Täterinnen und Täter. Aber auch Menschen aus dem Bereich Inn-Salzach-Klinikum und der angeschlossenen Forensik sind häufig an solchen Übergriffen beteiligt. Diese Einsätze sind oft sehr belastend, die Vorfälle werden beim gemeinsamen Gespräch nach dem Einsatz und beim psychologischen Dienst verarbeitet. Aufgrund der steigenden Vorfälle gebe es nun einen Schwerpunkt beim polizeilichen Einsatztraining im Rahmen der Aus- und Weiterbildungen der Einsatzkräfte für diese Aufgabenstellung, berichtete Polizeipräsident Kopp.

„Immer öfter werden diejenigen, die Hilfe leisten, selbst Opfer von Gewalt. Diejenigen, die uns helfen, denen müssen wir auch helfen. Die Grüne Landtagsfraktion hat deswegen ein umfangreiches Maßnahmenpaket gegen Gewalt an Polizei, Rettungskräften und Feuerwehr im Landtag eingebracht. Neben einem Ausbau der Alkohol- und Gewaltprävention wollen wir auch die Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen zur Deeskalation und Selbstverteidigung massiv ausbauen. Auch braucht es endlich eine Dunkelfeldstudie, um die wahren Ausmaße ans Licht zu bringen. Leider wurde unser Antragspaket von der CSU-Fraktion abgelehnt“, so Katharina Schulze.

Auch die kürzlich im Wasserburger Stadtrat vorgestellte Sicherheitswacht (wir berichteten) kam bei dem Treffen zur Sprache. Nach Ansicht von Katharina Schulze solle lieber die Polizei besser ausgestattet und die Polizeibeamtinnen und -beamten von unnötigen Aufgaben entlastet werden, statt vermehrt auf die Einführung einer Sicherheitswacht zu setzen. Denn die Anforderungen, die an die polizeiliche Arbeit gestellt werden, seien über die Jahre gestiegen. Diesen Anforderungen könnten die ehrenamtlich Tätigen der Sicherheitswacht nicht gerecht werden. Eine Sicherheitswacht leiste zudem keinen messbaren Beitrag zu einer größeren Sicherheit.

„Die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung darf nicht die Sache von Amateuren sein. Für diese wichtigen Aufgaben haben wir die bayerische Polizei, die müssen wir dafür gut ausstatten,“ so Katharina Schulze. „Wir Grüne möchten, dass alle Menschen in Bayern frei und sicher leben können. Deswegen setzen wir uns für mehr Personal und eine gute Ausstattung bei der Polizei ein und stärken die Zivilgesellschaft.“

Fazit des Gesprächs: Die Sicherheitslage in Bayern und in Wasserburg ist gut. In der heutigen Zeit sollte man sich von gegenteiligen Eindrücken, zum Beispiel in den Sozialen Medien, nicht verunsichern lassen. Ein Sicherheitsgefühl der Bevölkerung kann durch gemeinsame Aufklärung von Politik und Polizei erreicht werden. GR

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren