Auch der Landkreis über der 100!

Die Farbe dunkelrot: Robert-Koch-Institut meldet am Morgen 103,3 Fälle - Sperrstunde um 21 Uhr - Nur 50 Besucher bei Kultur/Sport

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Wie zu befürchten war – die Farbe dunkelrot und keine gute Nachricht zum Wochenende: Auch der Landkreis Rosenheim hat den Schwellenwert 100 überschritten – das Robert-Koch-Institut meldet am heutigen Samstagmorgen 103,3 Fälle Corona-Neuinfizierter in den vergangenen sieben Tagen auf 100.000 Einwohner gerechnet! Das heißt, nun gilt auch für den Landkreis die Sperrstunde von 21 Uhr und bei Veranstaltungen (Kultur / Kino / Sport) dürfen nur mehr maximal 50 Besucher sein. Ausgenommen sind Gottesdienste, die Hochschule und Demos. Die Stadt Rosenheim liegt auch heute weiter über dem höchsten Schwellenwert – bei 132,2.

Alkohol darf auch an Tankstellen im Landkreis dann nicht mehr nach 21 Uhr verkauft werden.

Bei einem Wert über 100 gelten folgende Regeln:

  1. Maximal fünf Personen oder zwei Hausstände bei Kontakten, privaten Feiern und im öffentlichen Raum
  2. Maskenpflicht, wo Menschen dicht und länger zusammen sind, unter anderem auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen, in öffentlichen Gebäuden, Arbeitsstätten, Freizeiteinrichtungen, Kulturstätten, auch am Platz in Schulen aller Jahrgangsstufen und Hochschulen
  3. Sperrstunde ab 21 Uhr, Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen ab 21 Uhr, Alkoholverkaufsverbot an Tankstellen ab 21 Uhr
  4. Maximal 50 Personen für Veranstaltungen aller Art – mit Ausnahme von Kirchenveranstaltungen, Demonstrationen und Hochschulen

Grafik: RKI

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15 Kommentare zu “Auch der Landkreis über der 100!

  1. Queens Café & Pub

    Hallo,

    da heute der Grenzwert von 100 zum ersten Mal überschritten wurde, gelten die neuen und strengeren Regeln ab morgen. (Sperrstunde 21 Uhr ect)

    “In diesen Landkreisen und kreisfreien Städten gilt ab dem Tag, der auf den Tag der erstmaligen Nennung folgt, bis zum Ablauf des Tages der letztmaligen Nennung über die §§ 1 bis 23 hinaus Folgendes”

    Quelle:https://www.verkuendung-bayern.de/baymbl/2020-601/

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  2. Mich würde mal interessieren, wie viele Tests in den jeweiligen Landkreisen gemacht werden/wurden und wie viele davon positiv sind.

    Ich habe inzwischen Stunden dazu recherchiert und nichts gefunden (nur Bundesländer und hier sieht man ganz klar das Bayern z.b viel, viel mehr testet als das Saarland).
    Für mich ist es einfach nicht glaubhaft, dass es im LK Rosenheim so viel “schlimmer“ sein soll als im LK Altötting.
    Auch wäre es interessant, wie die Kliniken da berechnet werden. Ein Patient mit Heimatort in AÖ liegt im KH in Vogtareuth wird positiv getestet…zählt der Fall zu AÖ oder RO?
    Auch die Rechnung auf 100.000 Einwohner kann ich nicht ganz nachvollziehen. Warum wird hier nicht beispielsweise nach Positivrate in den jeweiligen Regionen entschieden. Ich würde mich sehr freuen, wenn die Wasserburger Stimme ein paar Zahlen findet …

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  3. I versteh de Sperrstunde bei Gaststätten bis 21.00 Uhr echt ned.
    De Leid gängan zum Essn und ned zum Saufa.
    Bei Clubs und Bars ist es noch verständlicher, aber da reicht doch auch die Sperrstunde 23.00 Uhr.
    Das ist doch a Hinauszögern des Gaststätten-Sterbens.
    I mächt doch no gmiadlich zum Essen gehen kena.

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  4. Ob man das jetzt verstehen will, oder auch nicht, ist in meinen Augen eher von untergeordneter Bedeutung. Die Zahlen steigen, freundlich formuliert, und das Infektionsgeschehen geht europaweit durch die Decke.

    Bundesweit liegt man jetzt bei +/- 15.000 Neuinfektionen täglich.
    Klar, ich kann es auch mit Trump halten. Je mehr getestet wird, desto mehr Fälle hat man.

    Meine Überlegung ist allerdings die folgende: Je mehr positive Testergebnisse, desto größer die DUNKELZIFFER. Allein der Blick in die “Wasserburger Stimme” sollte ausreichen. Steigende Zahlen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens im gesamten (Alt)Landkreis.

    Entweder wir ziehen Corona den Stecker durch angepasstes Verhalten oder Corona zieht uns den Stecker.

    Dann kann Weihnachten kommen.
    Überspitzt: Im Keller mit Unmengen an Toilettenpapier und Discounternudeln. Nichts für ungut!

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  5. @Ca
    Laut meinen Informationen zählt der aktuelle Aufenthaltsort der erkrankten Person. Ich werde mich aber noch mal erkundigen im Gesundheitsamt.

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    1. Im Gesundheitsamt wird man nur darauf warten, solch wichtige Fragen zu beantworten.

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  6. Sind Gottesdienste so wichtig, dass diese eine Ausnahme bei den Teilnehmerzahlen haben?

    Welchen wirtschftlichen Schaden nimmt die Kirche im Vergleich zum Gastgewerbe, wenn Gottesdienste nicht stattfinden dürfen?

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  7. Nachtrag aus aktuellem Anlass! Als Dienstleister arbeiten wir mit Kindern und Jugendlichen. Seit Beginn der Pandemie sind alle Eltern extrem verantwortlich mit den Folgen von COVID-19 umgegangen. Folglich wurden wir heute davon unterrichtet, dass ein Kind für nunmehr eine Woche in Quarantäne gehen muss und somit an unserem Angebot nicht teilnehmen kann. Die eigentlich notwendige erste Woche in Quarantäne entfällt, weil bisher keinerlei Symptome feststellbar waren. Der absolut unfassbare Hintergrund gestaltet sich wie folgt: Kind 1 einer vierköpfigen Familie erkrankt, wird getestet mit positivem Ergebnis. Es erfolgt keine Benachrichtigung von KITA/Schule durch die Eltern. Kind 2 erkrankt ebenfalls. Auch hier erfolgt die Testung mit positivem Ergebnis. Wieder erfolgt keine Benachrichtigung von KITA/Schule. Erst eine Mitteilung des Gesundheitsamtes an die Schule bringt diesen “Fall” an’s Licht. Mit Eingangs genannter Konsequenz. Wir reden hier im übrigen nicht von Rosenheim! Allen WS-Leserinnen einen schönen Sonntag!

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  8. Ja, weil Gottesdienste ein Ort der Zuflucht sind, von denen niemand weggeschickt werden kann. Hier geht es nicht um wirtschaftliche Aspekte sondern um die geistige Gesundheit und Stabilität. Danke an alle, die unter hohem Sicherheitsaufwand und persönlichem Einsatz die Kirchen offen halten!

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  9. Je näher der Winter kommt und je mehr wir testen, umso mehr positiv getestete Personen werden wir bekommen. Wie hoch hierunter der Anteil tatsächlich infizierter bzw. später mit Symptomen Erkrankter ist, das weisen die Statistiken leider nicht aus. Also ist Vorsicht im Umgang mit den uns präsentierten Zahlen angebracht. Wir werden lernen müssen, ohne ständigen Panikmodus mit den Coronaviren und natürlich auch mit allen anderen Viren weiterzuleben. Die ständige Drohung mit einem Lockdown, sei er nun regional begrenzt oder allgemein angedacht, ist nicht förderlich für uns Bürger. Einem durch Stillstand wirtschaftlich ruinierten Land würden dann ohnehin die täglichen Coronazahlen egal sein.

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  10. @Uazfahrer

    “Je näher der Winter kommt und je mehr wir testen, umso mehr positiv getestete Personen werden wir bekommen”

    Stimmt, den Umständen entsprechend wird das wohl sein (Aktivitäten mehr innerhalb von geschlossen Räumen, generell anfälligeres Immunsystem, ect ect ect). Ist hinreichend bekannt.

    “Wie hoch hierunter der Anteil tatsächlich infizierter bzw. später mit Symptomen Erkrankter ist, das weisen die Statistiken leider nicht aus. Also ist Vorsicht im Umgang mit den uns präsentierten Zahlen angebracht”

    Der Anteil der POSITIV gemeldeten Getesteten ist IMMER infiziert (ob mit oder ohne Symptome) und damit ist dieser Anteil ein potentieller Virusträger und Überträger. Daher ist es irrelevant, ausser sie stellen die Statistik “positiv getestet” generell in Frage.

    “Wir werden lernen müssen, ohne ständigen Panikmodus mit den Coronaviren und natürlich auch mit allen anderen Viren weiterzuleben. Die ständige Drohung mit einem Lockdown, sei er nun regional begrenzt oder allgemein angedacht, ist nicht förderlich für uns Bürger”

    Eine Drohung ist das nicht, sondern mehr eine eindringliche Warnung, die angesichts der bekannten Zahlen verständlich und m.E. auch notwendig ist.”Bitte-Sagen” auf Dauer funktioniert nicht und eine Warnung ist keine Panikmache.

    “Einem durch Stillstand wirtschaftlich ruinierten Land würden dann ohnehin die täglichen Coronazahlen egal sein”

    Coronazahlen egal: Den Verstorbenen wahrscheinlich (wenn vielleicht auch vorher nicht), den Angehörigen eher nicht und viele Menschen verzichten gerne auf einigen Luxus, wenn sie dadurch sich, ihre Familien und Freunde schützen können.

    Eine funktionierende Wirtschaft ist wichtig, aber nicht um jeden Preis.

    Der Mensch ist widerstandsfähig, positiv und erfinderisch.

    Eine Wirtschaft wird sich wieder erholen.

    Generationen (Ur-/Grosseltern, Eltern) vor uns haben das gezeigt und wir “heute” und die zukünftigen Generationen, die Jungen von heute und deren Kinder werden das auch!

    Also nicht immer nur meckern, alles und jede Maßnahme anzweifeln, ohne es besser machen zu können.

    Schönes Wochenende und einen positiven Start in die kommende Woche!

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    1. Wow! Immer noch nicht müde den Verdrängern Argumente zu präsentieren, die sie entweder nicht verstehen oder nicht hören wollen? Ich hab im Juni schon damit aufgehört, weil es einfach nichts bringt.

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  11. Wie unfähig das Gesundheitsamt und somit auch die Regierung ist, sieht man im Fall der Würzburger Kickers, da waren alle positiv getesteten Ergebnise FALSCH, aber in der Statistik der Positivfälle bleiben sie natürlich drin.

    Und das ist jetzt nur ein Fall der zufällig bekannt wurde, weil es hier um einen Profiverein geht. Möchte nicht wissen, wie hoch die Dunkelziffer dort ist …

    Kommentar v.d.Red. gekürzt.

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  12. Des ist so einfach immer andere ois unfähig zu betiteln. Fest steht, dass mia ole midnand unfähig san, sich einfach moi bisserl einzuschränken und auf paar Sachen zu verzichten. Sonst breichad de Politik koa sogenannte Drohung aussprecha. Es gibt so vui de des ganze Jahr versucht ham, des Beste zur Eindämmung zu gem. Aber es miassn jetzt ole mid ausbon. De Zahlen san nur Richtlinien. Fest steht dass des Virus sehr aktiv is. Heads doch moi auf immer mid’n Finga auf andere zu zoang wen moi a Fehler passiert. Kehrts moi ole vor der eigenen Haustür. Hinter der ganzen Arbeit stehen Menschen, wie sie und i.

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  13. Zu MVG
    Mit mehr Tests werden Positive aus der Dunkelziffer geholt. Symptomfreie Infizierte wären ohne Test dort verblieben. Insoweit sorgen mehr Tests (auch für Symptomfreie) für einen gewissen Auftrieb bei den Positivzahlen. Hohe Positivzahlen lösen automatisch Gegenmaßnahmen der Politik aus.

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