Auch das noch …

Warnung vor dem Geflügelpest-Virus - Presseerklärung des Staatlichen Veterinäramtes Rosenheim

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in Deutschland sind seit ein paar Tagen vermehrt Wildvögel gefunden worden, die mit dem hochpathogenen Geflügelpest-Virus H5N8 infiziert waren. Funde gibt es bisher in Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg. Erste Ausbrüche bei privaten und gewerblichen Geflügelhaltungen wurden in Schleswig-Holstein und den Niederlanden gemeldet. Vor diesem Hintergrund weist das Staatliche Veterinäramt Rosenheim am heutigen Montagnachmittag mit einer Presseerklärung darauf hin, dass ein Überspringen des Erregers auf Haus- und Nutzgeflügel bereits im Vorfeld wirksam verhindert werden sollte …

Das Veterinäramt:

Der Vogelzug ist in vollem Gange und dürfte in den kommenden Wochen durch Kälteeinbrüche weiter zunehmen. Diese Bedingungen begünstigen eine Übertragung und Ausbreitung des Virus. Das Friedrich-Loeffler-Institut schätzt das Risiko einer Übertragung des Virus durch direkten oder indirekten Kontakt in Nutzflügelhaltungen oder Vogelbestände derzeit als hoch ein.

Vor diesem Hintergrund weist das Staatliche Veterinäramt Rosenheim darauf hin, dass ein Überspringen des Erregers auf Haus- und Nutzgeflügel bereits im Vorfeld wirksam verhindert werden sollte. In gewerblichen und privaten Geflügel- und Vogelhaltungen, egal welcher Größe, insbesondere mit Auslauf- und Freilandhaltung sollten Präventions- und Biosicherheitsmaßnahmen dringend überprüft und wenn nötig optimiert werden. Dazu gehören:

  • Die Eingänge zu den Geflügelhaltungen müssen mit geeigneten Einrichtungen zur Schuhdesinfektion versehen sein oder es müssen vor Betreten des Stalles die Schuhe gewechselt werden.
  • Im Stall sollte auch vom Halter nur für diesen Zweck bestimmte Kleidung getragen werden, um das Virus nicht durch die Straßenkleidung einzubringen.
  • Vor Arbeiten im Stall sollten die Hände gewaschen werden.
  • Wildvögel sollten von den Haltungen bestmöglich ferngehalten werden, indem ihnen vom Geflügelhaltern kein Futter in unmittelbarer Nähe der Ställe angeboten wird.
  • Der Besuch von fremden Personen im Geflügelstall muss auf das absolut notwendige Maß beschränkt werden.
  • Die eigenen Tiere sollten nur an Stellen gefüttert werden, die für wildlebende Vögel nicht zugänglich sind.
  • Das Geflügel sollte nicht mit Oberflächenwasser getränkt werden, zu dem wildlebende Vögel Zugang haben.
  • Auch Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen Geflügel in Berührung kommen kann, sollte für wildlebende Vögel unzugänglich aufbewahrt werden.
  • Kein Kontakt von Jägern, die mit Federwild oder dessen Ausscheidungen in Berührung gekommen sind, zu Geflügel.

Bürgerinnen und Bürger sind aufgefordert, auffällige oder tote Wasser- oder Wildvögel nicht anzufassen, sondern umgehend beim Landratsamt Rosenheim zu melden unter der 08031 392 01.

 

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