Attel: Bürger wollen Riesenbau verhindern

Initiative „zum Erhalt des dörflichen Charakters" gründet sich am 16. April

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Diese Bauvoranfrage hatte es in sich: Von einer „Unverschämtheit“ sprach Stadtrat Peter Stenger (SPD) in der Sitzung des Bauausschusses, „ein Projekt für Neuperlach, aber nicht für Attel“, nannte Wolfgang Schmid (CSU) das Vorhaben.  67 Meter Länge und vier Stockwerke soll der Wohnkomplex haben, den ein Bauträger mitten in die dörfliche Wohnstruktur von Attel platzieren will (wir berichteten). Natürlich sagte der Wasserburger Bauausschuss dazu „nein“. Doch das ist den Anwohner nicht genug …

Sie wollen jetzt eine Bürgerinitiative gegen den Riesenbau gründen: „Zum Erhalt des dörflichen Charakters von Attel.“ Der erste Versuch zum Bau eines vierstöckigen Wohnblocks mit Tiefgaragen und 30 Wohneinheiten sei bereits gestartet, zum Glück aber von der Stadt Wasserburg abgelehnt worden. „Weitere Bauanträge durch den Bauträger sind aber zu erwarten“, so Andrea Bast, eine Sprecherin der Initiative. Es sei damit zu rechnen, dass eine möglichst dichte Bebauung des Grundstücks durch den Bauträger angestrebt wird.

Bast: „Wir sind nicht gegen eine Bebauung, möchten aber, dass die kleinteilige Struktur der bisherigen Siedlungen in Attel beibehalten wird.“ Deshalb treffe man sich zur Gründung der Initiative am Montag, 16.April, um 19 Uhr im Brauhaus Attel zur Gründungsversammlung der Bürgerinitiative.

 

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„Vorgehen ist eine Unverschämtheit“

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3 Gedanken zu „Attel: Bürger wollen Riesenbau verhindern

  1. Warum abgelehnt, Frechheit.
    Wir brauchen dringend günstige Wohnungen, hat der Bauträger keine Lobby oder Beziehungen?
    Es werden sogar Giftmüll-Deponien genehmigt.
    Nicht aufgeben !

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    1. Eine Gemeinde darf gemäß § 36 Abs. 2 Satz 1 BauGB ihr Einvernehmen zu einem Bauvorhaben aus den sich aus der entsprechenden Vorschrift ergebenden Gründen versagen.

      Gemäß § 34 Abs. 1 BauGB ist ein Vorhaben innerhalb eines im Zusammenhang bebauten Ortsteiles (in diesem Attel) zulässig, wenn es sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt und die Erschließung gesichert ist.

      Da sich das o.g. Bauvorhaben in diesem Fall wohl im Hinblick auf das Maß der baulichen Nutzung nicht in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt, hat die Stadt Wasserburg ihr Einvernehmen zurecht verweigert.

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    2. Ja wir brauchen günstigen Wohnraum. Aber auch für Familien. Bei dem geplanten Bau handelt es sich ja eher um 2-Zimmer Wohnungen.

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