Arbeitsmarkt boomt noch regional

Goldener Oktober im Landkreis: Arbeitslosenquote liegt bei nur 2,0 Prozent

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Der regionale Arbeitsmarkt hält sich im Landkreis noch bestens – die Arbeitslosenquote liegt mit 2,0 Prozent besser als im Vorjahresniveau (2,1). „Die anhaltend milden Temperaturen und die so beständige Auftragslage der vielen Klein- und Mittelbetrieb unterschiedlicher Branchen sorgten im Oktober weiterhin für eine sehr stabile Lage“, sagt Michael Vontra, der kommissarische Leiter der Rosenheimer Arbeitsagentur.

„Im Betrachtungszeitraum vom 12. September bis 14. Oktober war im ganzen Agenturbezirk die Nachfrage im Hotel- und Gaststättengewerbe hoch und auch in witterungsabhängigen Außenberufen, wie Garten- und Landwirtschaftsbau oder Baugewerbe, konnte bestens weiter gearbeitet werden. Deshalb haben die Betriebe in diesen von Winterarbeitslosigkeit betroffenen Bereichen ihre Beschäftigten bisher lediglich auf geringem Niveau und unter dem Umfang des Vergleichsmonats des Vorjahres freigestellt“, so Vontra.

Ein Blick auf den Stellenmarkt:

Vontra stellt heraus, dass sich die globalen wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten am regionalen Arbeitsmarkt eher beim Rückgang der zu besetzenden Stellen zeigten. „Mit 4930 offenen Arbeitsstellen, 4700 davon sind sozialversicherungspflichtig, sind 620 weniger gemeldet als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Am deutlichsten ist der Stellenrückgang (in absoluten Zahlen) in den Berufsgruppen Verkauf (-150), Verkehr, Logistik (-70) sowie Metallerzeugung, -bearbeitung, Metallbau (60) und Tourismus-, Hotel- und Gaststättenberufe (-60).“
Die Anzahl der An- und Abmeldungen bei der Agentur für Arbeit Rosenheim im
Betrachtungszeitraum zeige, dass trotz der anhaltend stabilen Lage viel Bewegung
auf dem regionalen Arbeitsmarkt sei …

Der Landkreis Rosenheim in der Oktober-Statistik

 

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Ein Kommentar zu “Arbeitsmarkt boomt noch regional

  1. Diese Statistik macht die Trickserei mal richtig offensichtlich.

    Wer mit 58 Jahre arbeitslos wird, wird in keiner Statistik mitgezählt – warum – würde das Ausmaß der Arbeitslosigkeit in D zu Verunsicherungen führen?

    Diese Statistiken sind Schönfärberei, haben nichts mit Wahrheiten und Fakten zu tun.

    Wo arbeiten denn heute noch Menschen über 63 Jahre – die hat man doch fast alle auf’s Abstellgleis gestellt. Insgesamt ein reiner Betrug – das Renteneintrittsalter erhöhen – aber nirgendwo werden die Menschen die älter als 58 Jahre sind eingestellt. Wenn doch mal, im Niedriglohnsektor, in Zeitarbeit und dgl.

    Das Alles – Beschäftigung im Niedriglohnsektor für Ältere oder Arbeitslosigkeit bewirkt eine Verringerung des später bezahlten Rentenbetrages.

    Hier für Interessierte noch eine Erläuterung aus dem Netz:
    Was ist mit Älteren in der Arbeitslosenstatistik ?
    Sie werden zum Teil tatsächlich aus der Statistik herausgerechnet. Grundlage sind die so genannten “Sonderregelungen für Ältere” nach dem Sozialgesetzbuch II. Wer über 58 ist, gilt nicht mehr als arbeitslos, wenn ihm “mindestens für die Dauer von zwölf Monaten keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten worden ist”. Das sind gut 160.000 Menschen.

    Wie ehrlich ist die deutsche Statistik im Vergleich zu anderen europäischen Ländern?

    Hier wirkt Deutschland vergleichsweise transparent. Das zeigt sich, wenn man die Arbeitslosigkeit nach dem Konzept der Internationalen Arbeitsorganisation ILO berechnet. Demnach ergibt sich für die Bundesrepublik nur eine Arbeitslosenquote von drei Prozent. Die offizielle Arbeitslosigkeit nach deutschen Berechnungsmethoden lag hingegen bei rund fünf Prozent. Das heißt: Die deutsche Statistik ist ehrlicher als die internationale.

    Wie kommt der Unterschied zustande?

    Ein Grund ist, dass Bundesagentur und ILO ihren Daten unterschiedliche Definitionen zugrunde legen in der Frage, wer als erwerbsfähig gilt. Nach dem deutschen Sozialgesetzbuch ist jemand sogar dann arbeitslos, wenn er bis zu 15 Stunden in der Woche arbeitet. Dagegen ist nach dem ILO-Konzept jemand, der nur eine einzige Stunde in der Woche tätig ist, nicht arbeitslos. Die Unterschiede zwischen beiden Berechnungsmethoden lassen sich hier nachlesen.

    Unterm Strich: Trickst die Bundesagentur für Arbeit?

    Die Bundesagentur setzt um, was in den Gesetzen steht – und diese Regelungen verschleiern in der Tat das Ausmaß der Arbeitslosigkeit in Deutschland. Trotzdem sind die Zahlen verfügbar, anhand derer sich die echte Erwerbslosigkeit ermitteln lässt. Die Autoren Gerd Bosbach und Jens Jürgen Korff, die sich mit Statistiktricks befassen, sprechen deswegen treffend von einem “Fakten-Versteckspiel”.

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