Applaus fürs Krachertste aus 25 Jahren

Couplet-AG spielte im Festzelt Attl: 400 Fans kamen voll auf ihre Kosten

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Da beschlagen ja die Brillen – vor lauter Lachen! Deftig derb, aber dann auch wieder hintersinnig und originell: Die etwa 400 Fans der Couplet-AG kamen am vergangenen Donnerstag im Festzelt Attl auf ihre Kosten. Das Beste oder besser gesagt das Krachertste aus 25 Jahren hatte das Quartett – bestehend aus Bianca Bachmann, Jürgen Kirner, Bernhard Gruber und Berni Filser – versprochen. Und, geht man nach den Reaktionen im Publikum, auch gehalten.

Mit dem Anderl auf der Bühne: Herbstfest-Schirmherr 2018 und Couplet-Mitglied Jürgen Kirner …

Die Couplet-AG zählt mit Sicherheit zum Besten, was die bayerische Kabarett-Landschaft zu bieten hat. Vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bayerischen Kabarettpreis, dem Pasinger Kulturpreis sowie dem Dialektpreis Bayern haben sie sich schon lange eine große Fangemeinde erspielt.

Beim Auftritt in der Stiftung Attl gab es nun ein Auswahl der besten Lieder, Couplets und Brettl-Lieder.

Natürlich fehlten da die „Bofrost-Kinder“ ebenso wenig wie „der Rasso von Inkasso“, „das Flaschensammeln“ oder das Couplet „Nehman S‘ an Oidn“.

In der Tradition der Volkssänger zwischen 1840 und 1920, in der das Quartett seine Wurzeln sieht, ließen sie unvergessene Couplets aus der Feder Karl Valentins wieder aufleben. Unzählige Lieder hat dieser Zeit seines Lebens verfasst. Sein Nachlass gelangte über seine Enkelin Anneliese Kühn direkt an die Couplet-AG. Und darauf greift sie auch heute noch gerne zurück, wie zum Beispiel beim Lied „der zufriedene Ehemann“ oder dem „Chinesischem Couplet“.

Mit ihrer unverwechselbaren Art ist es der Couplet-AG gelungen eine musikalisch-kulturelle Nische zu besetzen, die auf diese Weise im Kabarett kaum mehr bedient wird. Viele ihrer Lieder wie zum Beispiel „Geh, peitsch mi“ oder „A Glaserl Eigenurin“ haben Kultstatus und wurden auch vom Attler Publikum gerne mitgesungen.

Ein gelungener und kurzweiliger Abend, an dem sich viele im Publikum mehr als einmal die Lachtränen aus den Augenwinkeln wischen mussten.

mjv

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