An Heiligabend ins Gefängnis

Bundespolizei nimmt Nigerianer fest - Mutter mit vier Kindern saß im Pkw

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Die Bundespolizei Rosenheim hat am Heiligen Abend einen Nigerianer auf der Inntalautobahn festgenommen, melden die Beamten am heutigen Mittwochmittag. Gegen den Mann lag ein Haftbefehl vor. Zudem befanden sich in seinem Wagen sechs weitere Personen – darunter ein Baby und drei Kinder – die ebenfalls das Interesse der Polizisten weckten.

In den frühen Morgenstunden des 24. Dezember stoppten Bundespolizisten im Rahmen der Grenzkontrollen auf Höhe Kiefersfelden einen Pkw mit italienischer Zulassung. Im Fahrzeug befanden sich sieben nigerianische Staatsangehörige, darunter vier Kinder. Der Fahrer des Wagens konnte sich ordnungsgemäß ausweisen.

Allerdings stellte sich bei der Personalienüberprüfung heraus, dass gegen den 34-Jährigen ein Haftbefehl vorlag. Der Mann war vor rund zehn Jahren wegen mehrerer Drogendelikte vom Landgericht Frankfurt/Main zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt worden.

Nachdem er eine zweijährige Haft im Gefängnis verbüßt hatte, wurde er im Juni 2009 nach Nigeria abgeschoben. Damals war er darüber belehrt worden, dass bei einer Wiedereinreise nach Deutschland die rund eineinhalbjährige Restfreiheitsstrafe fällig würde. Das hatte der Verurteilte offenbar in der Zwischenzeit vergessen. Die Beamten nahmen den Nigerianer fest und lieferten ihn in die Justizvollzugsanstalt Bernau ein.

Auch die anderen Fahrzeuginsassen wurden überprüft. Dabei stellte sich heraus, dass lediglich eine 40-jährige Nigerianerin sowie ihre älteste Tochter über gültige Papiere verfügten. Für ihre anderen drei Kinder im Alter zwischen fünf Monaten und acht Jahren, konnte die Afrikanerin nur Geburtsurkunden beziehungsweise unzureichende, italienische Dokumente vorweisen.

Zudem fanden die Bundespolizisten in der Hosentasche der vierfachen Mutter rund 2,5 Gramm Marihuana. Die Drogen wurden sichergestellt und der zuständigen Zolldienststelle übergeben.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde die 40-Jährige mit ihren Kindern nach Österreich zurück gewiesen. Dorthin musste sie ihre 29 Jahre alte Landsmännin begleiten, die ebenfalls in dem kontrollierten Fahrzeug nach Deutschland gekommen war. Auch sie hatte nicht die erforderlichen Einreisepapiere dabei und wird mit einer Anzeige wegen unerlaubter Einreise rechnen müssen.

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