Am Bahnhof klickten die Handschellen

Rosenheimer Bundespolizei nimmt 23-Jährigen aus Pakistan fest - Mit Haftbefehl gesucht

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Die Rosenheimer Bundespolizei hat am heutigen Donnerstag einen pakistanischen Staatsangehörigen in München ins Gefängnis gebracht. Verhaftet wurde der 23-Jährige am Bahnhof in Rosenheim. Bei seiner Kontrolle in der Bahnhofsunterführung konnte er den Beamten weder Einreise- noch Aufenthaltspapiere vorzeigen. Die eingehende Überprüfung ergab, dass er sich seit etwa einer Woche in Deutschland erneut im Asylverfahren befindet, nachdem sein erster Asylantrag bereits 2016 abgelehnt worden war. Bis 2018 war seine Abschiebung vorübergehend ausgesetzt worden. In der Zwischenzeit ist er mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten.

Einem Haftbefehl der Münchner Staatsanwaltschaft zufolge hatte der Pakistaner vom Amtsgericht in Weilheim wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eine Geldstrafe in Höhe von rund 1.050 Euro auferlegt bekommen. Da er diese offenen Justizschulden nicht begleichen konnte, kommen ersatzweise 70 Tage Freiheitsentzug auf ihn zu.

Bei dieser Haftdauer wird es aber vermutlich nicht bleiben, denn der Mann wurde außerdem noch mit einem Untersuchungshaftbefehl der Münchner Justiz gesucht. Demnach steht er im dringenden Tatverdacht 2018 eine gefährliche Körperverletzung begangen zu haben. Offenkundig war der flüchtige Beschuldigte nach der Tat untergetaucht.

Wegen weiterer aktueller Verfahren wird der Verhaftete ferner von der Landeshauptstadt München sowie der Münchner Staatsanwaltschaft gesucht. Dabei geht es um Vorgaben nach dem Asylgesetz und den Vorwurf des Hausfriedensbruchs. Auf richterliche Anordnung hin wurde der gesuchte Pakistaner in München in eine Haftanstalt eingeliefert.