Am Badria: Sportanlage wird runderneuert

Stadtrat beschließt Maßnahmenpakt für marodes Areal - Fußballplatz bekommt Flutlicht

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Der Belag der Laufbahn ist am Ende, die Kugelstoß- und Weitsprunganlagen sind defekt, die Hochsprungmatten liegen auf einem verfaulten Holzrost, an allen Ecken und Enden nagt der Zahn der Zeit: Die Sportanlage am Badria, wichtigstes Trainingsareal für Wasserburgs erfolgreiche Leichtathleten, ist arg in die Jahre gekommen. Immer wieder wurde stückchenweise saniert. Damit ist jetzt Schluss. Die  Stadt will über 800.000 Euro in die Hand nehmen, um die Sportanlagen wieder auf Vordermann zu bringen. Der Fußballplatz erhält obendrein ein Flutlicht.

Bei der jüngsten Sitzung des Stadtrates (wir berichteten) legte Harald Hell vom Bauamt die ganzen Mängel der Sportanlage offen. „Die Beschichtung der Laufbahnen ist spröde. Es gibt zum Teil massive Beschädigungen. Der Belag löst sich ab und es gibt zahlreiche Ausbesserungsstellen.”  Mittlerweile betreffe der Schaden nicht nur den obersten Belag, sondern auch die Schichten darunter, so Hell. Grabungen hätten gezeigt, dass die Asphalt-Tragschicht deutliche Auflösungserscheinungen aufweist. „Auch die Wasserdurchlässigkeit der unteren Kies-Schicht entspricht nicht mehr der gültigen Norm.”

Im Zuge der geplanten Sanierung, die die gesamte Anlage betreffe, sollte man überlegen, „ob man nicht gleich die neue Flutlichtanlage mitmacht”. Problem dabei: „Über einen Teil des Sportplatzes verläuft eine Hochspannungsleitung. Die Lichtmasten müssen sechs Meter unter der Leitung bleiben, könnten auf einer Seite also nicht die volle, sonst übliche Höhe erhalten. „Andererseits können wir aber auch nicht nur von einer Seite beleuchten, das gäbe dann ungünstigen Schattenwurf”, so Hell.

Alleine die Flutlichtanlage koste über 250.000  Euro. Wenn man jetzt mit der öffentlichen Ausschreibung beginne, könnte man eventuell Sanierung und Neubau des Flutlichtes gemeinsam über die Bühne bringen. Allerdings brauche man für die Flutlichtmasten ein Baugenehmigungsverfahren. Alexander Huber, ebenfalls vom städtischen Bauamt, ergänzte: „Wir sollten die Sanierung sofort in Angriff nehmen. Wir hängen da schon sehr  hinterher. Da kommen wir sonst ja nie weiter und es droht ein kompletter Ausfall der ganzen Anlage.” Vielleicht reichten ja auch vorbereitende Maßnahmen für die Flutlichtanlage. „Man könnte sich ja schon mal um die Fundamente kümmern.”

Bürgermeister Michael Kölbl erklärte dazu, dass die Maßnahme unstrittig sei. Was Edith Stürmlinger (Bürgerforum) genau so sah: „Leichtathleten und Fußballer warten schon lange drauf, dass sich da oben am Badria was tut. Wir sollten möglichst beide Maßnahmen gleichzeitig und schnell über die Bühne bringen. In der Stadt fehlt es insgesamt an Trainingsmöglichkeiten.”

Sportreferent Markus Bauer (CSU) sagte: „Wenn, dann sollten wir das gleich richtig anpacken. Falls wir die Ausschreibung hinbekommen, sollte alles auf einmal passieren, sonst sanieren wir das Drumherum und fahren dann wieder beim Bau der Flutlichtanlage mit schweren Maschinen durch die Sportanlage. Da gibt’s dann sicher wieder neue Schäden.” Er sei ohnehin dafür, nach der Sanierung einen klaren Pflegeplan für das gesamte Areal zu erstellen.

Der Stadtrat beschloss ohne Gegenstimmen, die Sanierungsmaßnahme durchzuführen. Nach Möglichkeit soll die Flutlichtanlage parallel mit der Sanierung installiert werden. 

 

 

Der Sanierungsbedarf im Überblick:

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