Altholz im Wald: Wichtig fürs Ökosystem

Die Stadt Wasserburg lässt deshalb bewusst einen Teil der abgestorbenen Bäume dort liegen

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Totholz ist auch in Wasserburg ein vieldiskutiertes Thema. Immer wieder gibt es Anfragen bei der Stadt, warum etwa am Kellerberg oder im Wuhrtal auch große Bäume liegen gelassen werden. Vielen stören sich offenbar am Anblick der abgestorbenen Bäume und hätten den Wald lieber „aufgeräumter“ gesehen. Doch dabei sei Totholz ein charakteristisches Merkmal natürlicher Wälder und spiele im Ökosystem Wald eine ganz zentrale Rolle, heißt es aus dem Rathaus.

Totholz bildet die Lebensgrundlage für eine Fülle von Tier- und Pflanzenarten. Säugetiere wie der Siebenschläfer, in Höhlen brütende Vögel oder wärmeliebende Reptilien – viele Arten sind auf Totholz angewiesen oder profitieren davon. Auch unzählige Pilze, Insekten und Wirbellose leben vom und im Totholz; sie sind bei der Zersetzung des Holzes von größter Bedeutung. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass über 20 Prozent der hiesigen Waldarten von Alt- und Totholz abhängig sind.

Die Stadt Wasserburg besitzt große Waldbestände und möchte diese möglichst naturnah nutzen.

Für die Bewirtschaftung der Wälder ist die Forstdienststelle Wasserburg beauftragt. In gegenseitiger Absprache belässt man bewusst Totholz zum Teil im Wald. Vor allem an den oft nur sehr schwer zugänglichen Steilhängen mache dies ökonomisch und – wie ausgeführt – vor allem auch ökologisch Sinn, so die Verwaltung.

Die Sicherheit angrenzender Straßen und Wege behalte man dabei aber selbstverständlich immer im Blick.

Foto: Stadt Wasserburg

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