Altenheim: Alle Bewohner infiziert

In Gollenshausen ist der Katastrophenschutz des Landkreises im Einsatz

Seit Freitagnachmittag wird das Pflege- und Serviceteam in einem Pflegeheim in Gollenshausen in der Gemeinde Gstadt am Chiemsee vom Katastrophenschutz des Landkreises unterstützt. Bewohner und Personal sind massiv von COVID-19 betroffen. Alle 54 Bewohner wurden positiv getestet. Elf davon waren in Krankenhäuser gebracht worden, die übrigen 43 halten sich im Pflegeheim auf, eine Vielzahl ist auf dem Weg der Besserung. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich infiziert, zwölf waren am Freitag in Quarantäne, meldet das Landratsamt.

Der Katastrophenschutz im Landratsamt Rosenheim, in Bayern gilt der Katastrophenfall, organisierte eine örtliche Einsatzleitung.

Ein Team bestehend aus einem leitenden Notarzt und zwei Ärzten sichtete jeden Bewohner und kümmerte sich, wenn nötig, um dessen medizinische Versorgung.

Der Rettungsdienst stellte Personal, um im Service zu unterstützen, um das Pflegepersonal zu entlasten. Mit dabei: Helfer des BRK und der Johanniter aus Wasserburg (wir berichteten). Mitglieder der Feuerwehr halfen unter anderem durch Besorgungen.

Ziel ist es, dem Personal so unter die Arme zu greifen, dass der Betrieb im Heim aufrechterhalten wird.

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5 Kommentare zu “Altenheim: Alle Bewohner infiziert

  1. Es wird immwr davon geredet wie erschreckend hoch die zahlen sind doch wenn man diese ansieht und bei über 82millionen 300.000 aktuell infizierte hat ist das ja minimal, diese 300.000 menschen musst du auf ganz deutschland erst einmal treffen

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    1. Und wenn man bedenkt, dass diese alle in Quarantäne sind, ist es noch unwahrscheinlicher.

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  2. Vor 15 Tagen war es im Heim in Gollenshausen auch unwahrscheinlich, dass man als Bewohner oder Angestellter genau den trifft, der Corona hatte!

    Bei exponentiellem Wachstum sollte man sich nicht auf das Augenmaß oder das Gefühl verlassen.

    Eine Explosion beschreibt das Verhalten eines solchen Vorganges am besten. Da tut sich lange nichts und plötzlich sehr viel.

    Ihre Aussage erinnert mich an den, der beim Sturz aus dem 10. Stock im 2. Stock denkt: “Bis jetzt ist ja alles gut gegangen!”.

    Da kann es sein, dass einer vor 2 Wochen die Pandemie nicht sieht und in einer Wochen die Welt vor Pandemie nicht mehr sehen kann.

    Derzeit kann man sich im Krankenhaus Situationen vorstellen, in denen bestenfalls der Würfel entscheidet, wer an die letzte Maschine darf.
    Dem Verlierer werden dann die Leute einfallen, die von den kleinen Zahlen, der lästigen Maskenpflicht, der Freiheitsberaubung durch die Ausgangsbeschränkungen und den gängelnden Politikern gesprochen haben.

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  3. Im Sommer schon hätte die Bundesregierung handeln können in den Altersheimen,hätte den Menschen FFP2 Masken geben können.Der harte Lockdown hätte schon früher kommen müssen nicht im Dezember sondern im November.Wieviel Menschen müssen noch Sterben.

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  4. Sehr geehrte/r Beobachter,
    das ist der beste und sinnvollste Kommentar, den ich seit langem hier gelesen habe!
    Vielen Dank!

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