Alte Bahntrasse unter der Lupe

Landtagsabgeordneter Dr. Markus Büchler setzt sich für Strecken-Reaktivierung ein

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Am vergangenen Freitag besuchte der Landtagsabgeordnete Dr. Markus Büchler Wasserburg. Gemeinsam mit Mitgliedern des Grünen Ortsverbandes und der Stadtratsfraktion sowie Vertretern von Pro Bahn machte sich Büchler bei einer Begehung der Altstadtbahn-Strecke von Reitmehring bis in die Wasserburger Altstadt ein Bild von der Situation vor Ort.

Büchler ist Sprecher für Mobilität der Grünen Landtagsfraktion. Insbesondere der Schienenverkehr liegt ihm dabei am Herzen. Er selbst hat schon ganz Europa mit der Bahn bereist. Ein erstes wichtiges Ziel seiner Arbeit ist daher die Reaktivierung möglichst vieler Bahnstrecken, die aktuell stillgelegt sind oder nicht mehr für den Eisenbahnverkehr genutzt werden. In den kommenden Wochen und Monaten möchte er in ganz Bayern Strecken mit Reaktivierungs-Potential für eine Bestandsaufnahme besuchen. In den aktuellen Haushaltberatungen hat die Grüne Landtagsfraktion bereits einige Anträge eingebracht, um Mittel für die Reaktivierung dieser Strecken bereit zu stellen. Davon könnte auch Wasserburg profitieren.

„Es ist mir völlig unverständlich, warum die wunderbare Strecke in die malerische Altstadt nicht längst reaktiviert wurde“, so Büchlers Eindruck nach der Begehung. „Um den Schienennahverkehr attraktiver und leistungsfähiger zu gestalten, ist es unbedingt nötig und sinnvoll, dass auch die Stadtzentren mit der Schiene erschlossen werden.“

Bei seinem Vortrag „Grüne Ideen für eine Verkehrswende – in Europa und vor Ort“ am Abend betonte Büchler noch einmal die Bedeutung des Schienenverkehrs auch für Europa. Die EU müsse mit einem Bestellsystem den Schienenverkehr regeln, um so ein attraktives Zugangebot zu sichern und Ticketchaos und Verspätungswahnsinn einzudämmen. Auch in Bayern gebe es noch viel zu tun, so Büchler weiter. Bisher seien aber mehrere Anträge der Grünen Fraktion im Landtag zu mehr Zugbestellungen abgelehnt worden. Dem gegenüber stehe ein Investitionshochlauf im Straßenverkehr mit zwei Milliarden Milliarden.

 

 

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15 Kommentare zu “Alte Bahntrasse unter der Lupe

  1. aus dem Burgerfeld

    Würde man von einem “Neubau” der Strecke sprechen, wäre man wahrscheinlich näher an der Wirklichkeit dran als es der Begriff “Reaktivierung” vermuten lässt. Die Natur dürfte sich große Teile der ehemaligen Strecke bereits erfolgreich zurückerobert haben. Ob der damalige Unterbau der Gleise noch in irgendeiner Form brauchbar ist bzw. den aktuellen Anforderungen entspricht glaube ich auch nicht. Wenn man die Fotos sieht ist da zum “Reaktivieren” nicht mehr viel vorhanden.

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  2. Ich bin der Meinung statt die Bahnstrecke zu reaktivieren ,sollt man auf der alten Bahnstrecke einen Radlweg nach Wasserburg bauen da kann man die Landschaft besser geniessen.

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  3. Ja und wo sollen dann in der stadt die ganzen leute die mit der bahn dann fahren ( also wahrscheinlich so 5 leute) mit den autos parken?

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  4. Es ist mir ein Rätsel, was daran ökologisch sein soll, wenn anstatt eines Buses mit nutzergerechten Haltestellen, ein 100-Tonnen-schwerer (Diesel-?) Triebwagen zwischen Altstadt und Reitmehring verkehrt. Der dann Verkehr und Parkbedarf in der dahingehend schon gut belasteten Altstadt erzeugt. Angesichts des just anbrechenden Zeitalters von autonomen, bedarfsgerechten Mobilitätsangeboten. Ganz abgesehen davon, dass durch den Verzicht auf die Gleisstrecke ein wunderbares Naherholungsgebiet gewonnen wurde: Wer will da spazieren gehen, wenn in wenigen Metern Abstand auf Augenhöhe Züge vorbeirattern? Was kann da in Flora und Fauna jetzt nicht alles viel ungestörter gedeihen? – Ich hab mich in der Güterverkehrslogistik schon vielfach für die Verlagerung auf die Schiene engagiert – z.B. zuletzt durch die Reaktivierung von Anschlussbahnen mit Zweiwege-Fahrzeugen. Aber die Nachhaltigkeit eines Neubaus eines Sackbahnhof-Anschlusses (auf eine Insel) ist für mich – alte Strecke hin oder her – mehr als fragwürdig.

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  5. Ich wäre sooo froh wenn Wasserburg endlich wieder einen vernünftigen Bahnhof in der Altstadt bekäme. Ob sich das “Reaktivierung” oder “Neubau” nennen würde, wäre mir egal.
    Und ich bin sicher, ein Bahnhof in der Stadt würde es vielen Menschen erleichtern, nach München zu kommen, aber auch die Stadt attraktiver für Besucher machen.
    Oft frage ich mich, was in den Köpfen der “Entscheider” vorgeht, die sich seit fast drei Jahrzehnten so dagegen sperren und lieber in Kauf nehmen, dass man auf ein Auto angewiesen ist, um hier weg bzw. hinzukommen.
    Wasserburg ist bereits im Dornröschenschlaf …. aber leider kein Prinz (mehr) in Sicht, der die Dornenhecke überwindet…

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  6. Hört denn der Schmarrn nie auf??
    Des mit der Altstadtbahn wird nie mehr was aber manche werdn woi in 20 Jahr imma no davo träumen.

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  7. Hörts doch bitte endlich auf mit dem Schmarrn. Wasserburg ist verkehrstechnisch gut erschlossen. Die Bahnstrecke zu reaktivieren oder neu bauen, egal wie, ist rausgeschmissenes Geld vom Steuerzahler. Von mir aus machts an Radlweg draus, der wird wenigstens genutzt.

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  8. Hier ein Alternativ-Vorschlag: Wie wärs mit einer Seilbahn, wie es auch schon in München angedacht ist? Hätte den Vorteil, dass es kostengünstiger ist als neue Schienen zu verlegen und wäre für Touristen wohl auch interessant.

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  9. Und ich wäre sooo froh, wenn der Anschluß-regio in Grafingbahnhof wenigstens 2 Minuten auf die Fahrgäste der S-Bahn warten würde, und nicht in Sichweite davon fährt. Was nützt eine neue Bahnstrecke, wenn du dann doch mitten in der Nacht eine Stunde auf den nächsten Zug warten mußt. Die Bahn leistet nicht was sie verspricht. Schade für das Geld.

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  10. Aus diesem Knappes wird nie was

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  11. Mir ist es immer noch schleierhaft, was in den Köpfen dieser Leute vorgeht, die die Strecke in die Altstadt wiederbeleben wollen. Wie soll denn das funktionieren ?
    Der Bahnhof in der Altstadt hat eine andere Verwendung gefunden. Der Busbahnhof ist neu gebaut worden und das Areal bis zum Tunnel ist Parkplatz. Hier wurden Millionen investiert!
    Wo soll die Bahn dann enden ? Ein neuer Haltepunkt geschaffen werden? Soll das alles wieder eingestampft und ein neuer Standort für den Busbahnhof hergezaubert werden ?
    Es muss doch einleuchten, dass sich die Zeiten geändert haben, der Stadtverkehr mehr Haltestellen anfahren und Fahrgäste auch für die Bahn aufnehmen kann. Die ganze Burgau kann von der Bahn gar nicht bedient werden … usw.
    Da wäre es besser, die S-Bahn bis Reitmehring weiterzuführen und auf dieser Strecke einen vernünftigen Fahrtakt zu erreichen.

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  12. Einen Radweg auf der Strecke können ernsthaft nur E-Biker vorschlagen. Für Unmotorisierte wäre das der Wahnsinn, kilometerlang die gleichbleibende Steigung schaffen bergauf nur Sportler.

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  13. Ich hoffe nur, dass ganz viele Leute auf die Barrikaden gehen, sollte nur ein Cent Steuergeld hierfür verschwendet werden.

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  14. Dass Wasserburg alleine mit Bussen gut an die weite Welt angeschlossen ist, halte ich für ein Gerücht. Durch den heutzutage dichten Bahntakt auf dem Filzenexpreß entstanden nicht nur in Steinhöring mehr attraktive Anschluss- Busverbindungen. Und Fahhradwege auf früheren Bahntrassen behindern den Tourismus statt ihn zu befördern. Das wissen heute die Anliegergemeinden im österreichischen Ybbstal. Bei der naheliegenden Elektrifizierung des Filzenexpreß von Ebersberg bis Reitmehring muss die Altstadtbahn einbezogen werden, um eine umweltfreundliche, leise, schnelle und direkte Expreß-S-Bahnverbindung zwischen München und Wasserburg (Inn) herzustellen. Davon profitieren auch Ebersberg und Grafing. Es hat sich in den Außenbezirken noch nicht herumgesprochen, dass mit der zweiten S-Bahnstammstrecke eine Verschlechterung der S-Bahn-Taktfolge von 20 auf 30 Minuten im Raum steht. Der Bundesverkehrsminister möge bitte seinen Worten zum Bahnausbau Taten folgen lassen und sein Augenmerk auch auf den sinnvollen Bahnausbau in der Fläche legen.

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  15. Hallo Gerlad. Hast du mal gesehen wie viel Radler im Sommer in Wasserburg sich aufhalten ? Meiner Meinung nach ist das ein großer Anteil am Tourismus in Wasserburg. Auf jeden Fall mit der Bahnanbindung in die Stadt wird es sowie so nichts schon rein aus finanziellen Kosten. Ein Radlweg
    bringt mehr Leute in die Stadt wie der Zug. Übrigens die “sogenannten “normalen” Radler gehören zur aussterbenden Rasse.

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