Als Student richtig Steuern sparen

Wasserburger Steuerexperte Martin Reiss gibt wichtige Tipps - Teil 6

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Ein Studium ist immer mit sehr hohen Kosten verbunden. Dabei stehen dem Studenten meist nur geringe finanzielle Mittel zur Verfügung, um das Studium und den eigenen Lebensunterhalt zu finanzieren. „Die wenigsten Studenten sind verpflichtet eine Einkommensteuererklärung beim Finanzamt abzugeben. Wer den Staat jedoch an den Kosten beteiligen will, sollte auf die Möglichkeit einer freiwilligen Abgabe zurückgreifen und eine Einkommensteuererklärung einreichen“, weiß Martin Reiss von der gleichnamigen Steuerberatungskanzlei in der Neustraße in Wasserburg. Hier sein nächster Tipp:

„Zu den absetzbaren Kosten gehören beispielsweise Aufwendungen für ein Auslandssemester, Fahrtkosten, Kosten für Fachliteratur oder für den Umzug an den Studienort. Nicht alle Kosten müssen durch Belege nachweisbar sein. Es gibt auch einige Pauschalen die Studenten geltend machen können.“

Reiss weiter: „Aus steuerlicher Sicht muss derzeit noch unterschieden werden, ob es sich um ein Erststudium oder um ein Zweitstudium handelt. Außerdem spielt es eine Rolle, ob dem Studium eine Berufsausbildung vorangegangen ist.“

Der Experte: „Im Falle eines Zweitstudiums, etwa beim Master oder bei der Aufnahme eines weiteren Bachelors, können die Studienkosten uneingeschränkt als Werbungskosten angesetzt werden. Selbiges gilt für ein Studium mit vorangegangener Berufsausbildung. Hierbei ist es unerheblich wie hoch das Einkommen während des Studiums ist und ob bereits Steuern gezahlt werden, denn die kompletten Werbungskosten werden den Einkünften gegengerechnet. Im Veranlagungsjahr können dabei rein rechnerisch auch negative Einkünfte entstehen. Diese werden dann als Verlustvortrag vom Finanzamt festgestellt und können in späteren Jahren, mit höherem Einkommen, abgezogen werden, sodass dann weniger oder gar keine Steuern anfallen. Die Feststellung des vortragsfähigen Verlustes muss gesondert beim Finanzamt beantragt werden. Dies ist momentan noch bis zu sieben Jahren rückwirkend möglich.“

Der Steuerberater: „Anders verhält es sich bei einem Erststudium ohne vorherige Berufsausbildung. Hier lassen sich die Kosten bis zu einem Höchstbetrag von derzeit 6.000 Euro als Sonderausgaben von der Steuer absetzen. Ein Verlustvortrag in spätere Jahre ist dabei nicht möglich.  Danach mindert sich die Steuerlast nur in dem Jahr, indem die Kosten entstanden sind. Nach Auffassung des Bundesfinanzhofs müssen jedoch auch die Kosten für ein Erststudium ohne vorherige Berufsausbildung in unbegrenzter Höhe absetzbar sein. Diese Auffassung liegt dem Bundesverfassungsgericht derzeit zur Prüfung vor.“

Auch Eltern können während des Studiums ihres Kindes übrigens von Steuervorteilen profitieren. „Dies ist zum einen der Fall, wenn ihnen für ein volljähriges Kind, das nicht mehr im elterlichen Haushalt wohnt, noch ein Kinderfreibetrag zusteht. Dann kann im Rahmen der Einkommensteuererklärung ein Ausbildungsfreibetrag beantragt werden. Dieser beläuft sich auf 924 Euro. Zum anderen können Unterhaltsleistungen an Kinder, für die den Eltern kein Kinderfreibetrag mehr zusteht, als außergewöhnliche Belastung angesetzt werden.“

Reiss:  „Wir unterstützen sowohl Studenten als auch Ihre Eltern bei der optimalen Gestaltung Ihrer Einkommensteuererklärung und haben gesetzliche Änderungen dabei stets im Blick. Wir freuen uns auf Sie!“

 

Direkt-Kontakt:

Steuerberaterkanzlei Reiss

Neustraße 4-6
83512 Wasserburg am Inn

​Telefon/Telefax
08071/93100
08071-93101

​E-Mail: Kanzlei@Reiss-Steuerberater.de

 

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