Aktion „BeeVision2020″ startet in Attel

Private Initiative zum Erhalt der Insektenvielfalt - Am 13. April geht's los

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Während die Bayerische Staatsregierung und die Initiatoren noch über die Umsetzung des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ verhandeln, startet in Rosenheim eine private Initiative zum Erhalt der Insektenvielfalt. Unter dem Titel #BeeVision2020 sollen möglichst viele Grundstückseigentümer, Gartenbesitzer und Balkonnutzer dazu motiviert werden, Blüh- und Magerflächen anzulegen, in denen heimische Insekten Nahrung und Schutz finden können. Startschuss ist am 13. April in Attel,

Besonderer Wert wird auf die Aussaat regional vorkommender Blumen- und Gräsersorten gelegt. Egal ob jemand nur einige wenige Quadratmeter oder eine größere Wiese zur Verfügung stellen will, jede Fläche zählt und leistet einen wichtigen Beitrag. Anselm Fischer, der die Initiative mit seinem Team angestoßen hat: „Mit unserem Projekt wollen wir die Menschen wachrütteln und zeigen, dass sich jeder für eine gesunde Artenvielfalt einsetzen kann. Einen Nachmittag raus in den Garten oder aufs Feld, anpacken, ansähen und schon ist ein wichtiger Schritt getan.“

Er selbst will mit gutem Beispiel vorangehen und stellt deshalb ab diesem Frühjahr rund 2500 Quadratmeter in Attel zur Verfügung. Auch aus anderen Teilen des Landkreises und sogar aus Östereich, der Schweiz, Frankreich, Dänemark und Spanien haben sich schon hunderte Interessierte gemeldet. Von Wasserburg aus soll der Gedanke und das Engagement für die Artenvielfalt Europa erobern. Bei der Umsetzung auch in allen anderen Regionen wollen er und die weiteren Initiatoren ihr Know-how einbringen und beispielsweise bei der Beschaffung des Saatguts helfen.

 

Mit Videos und Online-Tutorials wollen sie ihr Wissen schnell und unkompliziert mit der Community teilen.

 

Der Startschuss für das Projekt soll am 13. April fallen, wenn die Fläche bei Attel mit möglichst vielen Freiwilligen gemeinsam bearbeitet wird. Treffpunkt ist um 9 Uhr beim Gasthaus Fischerstüberl in Attel. Alle, die sich gerne beteiligen wollen oder sich für die praktische Umsetzung interessieren, sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.

Für weitere Infos oder bei Fragen ist Anselm Fischer unter 01520/3275372 erreichbar. In den sozialen Medien haben sich die Unterstützer unter dem Hashtag #BeeVision2020 und in einer gleichnamigen Facebookgruppe formiert.

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3 Kommentare zu “Aktion „BeeVision2020″ startet in Attel

  1. Allein daran kann man sehen, was dieses Volksbegehren jetzt schon in Gang gesetzt hat. Der Bauernverband setzt bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf Blühwiesenanteile bei seinen Mitgliedern. Die Kommunen, die Gartenbauvereine sowie auch der Saatguthandel sind jetzt aktiv geworden.
    Ich hoffe nur, dass das Augenmaß gewahrt bleibt,weil sonst keine Flächen mehr für die landwirtschaftliche Produktion überbleiben.😜 Frei nach dem Motto, auch ein kleiner Reißnagel kann einen großen Hintern bewegen.

    Lorenz Huber

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  2. Hallo Lorenz, ich glaube man gar nicht genug für die Insekten tun ,weil es sind so viele Autos auf unseren Straßen unterwegs da hängen genug Insekten an den Windschutzscheiben und am Kühlergrill .Aber das ist sowieso bei weiten nicht mehr soviel wie früher , daran kann man schon erkennen das es fünf vor Zwölf ist. Wir haben in unsern Garten letztes Jahr
    mit Insektenfreundlichen Blumen angefangen auszusäen. Und siehe da es sind wieder mehr Insekten bei uns im Garten. Es lohnt sich der Natur etwas unter die Arme zugreifen, sie gibt uns wieder etwas zurück. Vielleicht in Form von Früchten und Honig.

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  3. Schadet sicher alles nix…. aber: Ich hab noch nie a verhungerte Biene gesehen. Da Opa hat auch 5 Völker Impn. Wenn eins weniger wurde dann oiwei wegen da V. Milbe. Ansonsten gabs beim Schleudern immer Rekordmengen an Honig.
    Bin kein Chemiker oder Biologe, aber ich glaub dass der Insektenrückgang eher was mit Medikamntenrückständen im Wasser oder Elektrosmog oder Abgasen (Flugzeuge , LKWs….) oder Chemieabfälle oder Mikroplastik … auf jeden Fall tut sich was wofür wir zu unsensibel san ums zu checken. Statt Schulschwänzen und Samen streuen wärs wohl gescheiter den Schüleraustausch mit Australien, Billigklamotten, DauerWLan und die Blinklichter im Turnschuh wegzulassen.

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