„Aiwanger-Vlies“: Was daraus geworden ist

Erst an die Firma Sefar in Edling, dann an 350 (!) freiwillige Näher übergeben - Klasse-Teamarbeit

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Wie berichtet hatte Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger vor knapp einem Monat angekündigt, allen kreisfreien Städten und Landkreisen Stoffrollen zum Nähen von Masken zur Verfügung zu stellen. So auch unserem Landkreis: 10.000 Masken konnten Anfang April daraus hergestellt werden (wir berichteten). Die Firma Sefar GmbH in Edling und rund 350 freiwillige Näherinnen und Näher hatten dann sehnsüchtig auf die zweite Lieferung gewartet. Was daraus geworden ist – dank der Mithilfe von THW, Feuerwehr und Wasserwacht? Eine grandiose Teamarbeit …

Insgesamt 16 Rollen des Vlies-Stoffs hatten Stadt und Landkreis Rosenheim erneut erhalten. Komplett ausgerollt ergibt sich eine Länge von 6,4 Kilometern. Daraus können nun rund 41.000 Masken genäht werden.

Die Rollen wurden von Mitarbeitern des Technischen Hilfswerkes abgeholt und dann direkt an die Firma Sefar GmbH in Edling übergeben. Das Unternehmen übernahm den Zuschnitt mit Hilfe eines Lasers. Im Anschluss wurden die zugeschnittenen Teile in 50er-Bündel gepackt und an die rund 350 freiwilligen Näherinnen und Näher ausgeliefert, die sich in den vergangenen Wochen über die E-Mail-Adresse maskenhilfe@kfv-rosenheim.de gemeldet hatten.

Einsatzkräfte von Feuerwehren und Wasserwacht brachten die Bündel jetzt zu den vielen Freiwilligen nach Hause. Die haben nun nur zwei bis drei Tage Zeit, die Masken zu nähen, bevor sie wieder abgeholt werden.

Im Anschluss werden die fertigen Masken, auf Empfehlung des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim, drei Tage in einer Turnhalle zwischengelagert. Das ist eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme, denn länger können Coronaviren offenbar nicht auf Oberflächen überleben.

Im Anschluss sind die Masken bereit für die Fahrt in die Vergabestellen der Stadt und des Landkreises Rosenheim. Von dort werden sie dann weiterverteilt an Kliniken, Alten- und Pflegeheime, Ärzte, Rettungsdienste und Pflegedienste. Dass der Ablauf so reibungslos funktioniert, liegt vor allem an Kreisbrandmeister Stefan Pliegl, bei dem alle Fäden zusammenlaufen.

Das alles ist ein großer logistischer, organisatorischer und arbeitsintensiver Aufwand, der ohne die vielen Einsatzkräfte und freiwilligen Näherinnen und Näher überhaupt nicht möglich wäre, lobten der stellvertretende Landrat Josef Huber und Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer die Maskenproduktion. „Diese großartige Aktion zeigt den starken Zusammenhalt in der Bevölkerung. Jeder hilft, wo er kann, damit die Corona-Pandemie in der Region gemeistert werden kann“, waren sich beide einig.

Fotos: THW / Feuerwehr / Kreisbrandinspektion

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Bravo, alles schon vernäht!

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